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Corona-Selbsttest: Einfache Schritt-für-Schritt-Anleitung für zu Hause

Selbsttests erhältlich  

So können Sie sich einfach selbst auf Covid-19 testen

03.05.2021, 11:10 Uhr
Expertin klärt auf: Wie problematisch sind die neuen Corona-Selbsttests?

Streichen, tröpfeln, ablesen: So einfach stellt man sich den Ablauf beim Corona-Selbsttest vor. Doch was trivial klingt, birgt teils noch große Risiken. Eine Expertin klärt über fünf Nachteile der Laientests auf. (Quelle: t-online)

Corona-Schnelltests für zu Hause: Eine Expertin klärt im Video über die größten Nachteile der Laientests auf. (Quelle: t-online)


Seit einiger Zeit sind Schnelltests auf das Coronavirus auch für den Eigengebrauch zugelassen. t-online erklärt in einfachen Schritten, wie Sie sich selbst so sicher wie möglich testen können. 

Einen Abstrich vom Nasen- und Rachenraum zu nehmen, ist nicht ganz einfach. Doch mit den jetzt für Laien zugelassenen Schnelltests soll ein sicheres Testen auf SARS-CoV-2 auch für Nicht-Mediziner möglich werden. Trotzdem sollten Sie auf einige Dinge achten.

Welche Corona-Tests sind überhaupt für den Selbsttest zugelassen?

Bisher wurden in Deutschland ein Dutzend Schnelltests auch für Laien zugelassen. Darunter:

  • "Clinitest Rapid Covid-19 Self-Test" von Healgen Scientific LLC,
  • "Rapid SARS-CoV-2 Antigen Test Card" von Xiamen Boson Biotech
  • "Lyher Covid-19 Antigen-Schnelltest (Nasal)" von Hangzhou Laihe Biotech
  • "SARS-CoV-2 Rapid Antigen Test" von SD Biosensor
  • "AMP Rapid Test SARS-CoV-2 Ag" von Ameda Labordiagnostik
  • "Coronavirus (2019-nCoV)-Antigentest" von Beijing Hotgen Biotech
  • "Aesku.Rapid SARS-CoV-2" von Aesku Diagnostics

Andere Antigen-Tests, die zwar vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassen sind, sind nur für die professionelle Anwendung durch medizinisches Personal gedacht, nicht für den Laien zu Hause. Es kommen allerdings immer mehr Tests hinzu, die für die Selbstanwendung zugelassen werden.. 

Wie funktioniert der Schnelltest zum Selbertesten?

Selbsttests für Laien sind grundsätzlich leichter zu handhaben als die bisherigen Schnelltests, bei denen ein tiefer Nasen- oder Rachenabstrich erforderlich ist. Die Probe kann beispielsweise aus der Mundschleimhaut oder dem vorderen Nasenbereich genommen werden, für Letzteres sind die drei jetzt zugelassenen Produkte vorgesehen. 

Diese Antigen-Tests, die Eiweißstrukturen von SARS-CoV-2 nachweisen, funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip wie Schwangerschaftstests: Eine Abstrichprobe wird auf einen Teststreifen gegeben, falls darin SARS-CoV-2 enthalten ist, reagieren die Eiweißbestandteile des Virus mit dem Teststreifen und der Streifen verfärbt sich. 

Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Selbsttest

Vertreiber Siemens Heathineers hat für den "Clinitest Rapid Covid-19 Self-Test" eine praktische Anleitung zum Selbsttest verfasst. Diese gilt vor allem für diesen einen Test, die einzelnen Schritte ähneln sich aber häufig. Achten Sie dennoch immer zusätzlich auf die Anleitung, die dem Test beiliegt, den Sie verwenden.

1. Vorbereitung

Bringen Sie zunächst die Probe und die Testkomponenten auf Raumtemperatur, bevor Sie den Test durchführen. 

2. Nasenrachen-Abstrich oder Nasen-Abstrich 

Entscheiden Sie sich für eine der Testvarianten. Siemens Healthineers zufolge hat der Nasen-Abstrich mit diesem Testkit eine Spezifität (Anteil der Personen mit negativem Ergebnis unter Nicht-Infizierten) von 100 Prozent und eine Sensitivität (Anteil der Personen mit positivem Testergebnis unter Infizierten) von 97,25 Prozent, der Nasenrachen-Abstrich hingegen eine Spezifität von 99,6 Prozent und eine Sensitivität von 98,32 Prozent.

3. Nasenrachen-Abstrich

Beim Nasenrachen-Abstrich führen Sie den sterilen Abstrichtupfer vorsichtig in ein Nasenloch ein und streichen mit einer Drehbewegung mehrmals vorsichtig über die hintere Wand des Nasenrachen-Raums. Dann ziehen Sie das Teststäbchen wieder heraus. 

4. Nasen-Abstrich

Beim Nasen-Abstrich führen Sie den sterilen Abstrichtupfer ebenfalls vorsichtig in ein Nasenloch ein, allerdings nur etwa zwei bis vier Zentimeter weit. Mit einer Drehbewegung streichen Sie dann fünfmal über die Schleimhaut, sodass Sie Schleim und Zellen aufnehmen können, bevor Sie das Stäbchen vorsichtig herausziehen und den Vorgang im zweiten Nasenloch wiederholen.


5. Probenaufbereitung

Um den Test auswerten zu können, müssen Sie in einem nächsten Schritt die Probe aufbereiten. Dazu geben Sie zunächst zehn Tropfen des Probenextraktionspuffers in das aufrechte Extraktionsröhrchen. Dazu sollten Sie den Ständer verwenden, der zum Testkit gehört. 

Im nächsten Schritt drehen Sie den Tupfer mit Ihrem Abstrich mindestens sechsmal im Röhrchen und drücken ihn dabei gegen Boden und Innenwand des Röhrchens. Danach lassen Sie die Probe eine Minute lang stehen, bevor Sie das Stäbchen noch mehrfach andrücken. 

Schließlich entnehmen Sie das Stäbchen und verschließen das Röhrchen mit der Tropfkappe. Legen Sie nun die Testkassette flach auf eine sichere Unterlage wie einen Tisch. Geben Sie dann vier Tropfen der Probe in die Vertiefung der Kassette. Nach 15 Minuten liegt das Ergebnis vor, bereits nach 20 Minuten kann es verfälscht sein. 

6. Ergebnis

Mögliche Ergebnisse sind: 

  • Zwei rote Streifen bei "C" und "T": Testergebnis ist positiv 
  • Ein roter Streifen bei "C": Testergebnis ist negativ 
  • Ein roter Streifen bei "T" oder kein Streifen: Test ist ungültig 

7. Weiteres Vorgehen

Wie das Robert Koch-Institut betont, sind Antigen-Tests generell weniger sensitiv als der PCR-Test. "Es ist also eine größere Virusmenge notwendig, damit ein Antigen-Test ein positives Ergebnis zeigt", erklärt das RKI. Somit ist bei einem negativen Testergebnis nicht ausgeschlossen, dass Sie trotzdem mit dem Coronavirus infiziert sind, Sie sollten also keinesfalls erleichtert auf alle Sicherheitsmaßnahmen verzichten.


Zudem ist ein Antigen-Schnelltest auch nicht so spezifisch wie ein PCR-Test, es kommt häufiger ein falsch-positives Ergebnis vor. Zeigt Ihr Selbsttest also ein positives Ergebnis an, muss das in jedem Fall durch einen PCR-Test bestätigt werden. Dazu wenden Sie sich am besten an das nächste Testzentrum, Ihren Hausarzt oder den ärztlichen Dienst unter 116 117. 

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche
  • Nachrichtenagenturen dpa, AFP
  • Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte: Laientests zur Eigenanwendung
  • Siemens Healthcare: "In einfachen Schritten zum Testergebnis"
  • Robert Koch-Institut
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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