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Corona-Studie: Haben Übergewichtige einen schlechteren Impfschutz?


Corona-Studie liefert Hinweise
Haben Übergewichtige einen geringeren Impfschutz?

  • Melanie Rannow
Von Melanie Rannow

Aktualisiert am 15.01.2022Lesedauer: 2 Min.
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Corona-Impfung: Stimmt es, dass die Impfdosis von Mensch zu Mensch angepasst wird?Vergrößern des Bildes
Corona-Impfung: Stimmt es, dass die Impfdosis von Mensch zu Mensch angepasst wird? (Quelle: Juanmonino/getty-images-bilder)

Mehr als 150 Millionen Impfdosen wurden in Deutschland verabreicht. Doch wie viel Wirkstoff steckt da eigentlich drin? Und ist die Dosis bei allen Menschen gleich groß – unabhängig von Gewicht oder Alter?

Benötigen große oder schwere Personen mehr Impfstoff gegen Corona? Und wie viel Wirkstoff steckt in einer Dosis für Erwachsene und für Kinder? Diese Fragen beschäftigen seit Beginn der Impfkampagne viele Menschen. Sie meinen, bei einer größeren Körpermasse könnte mehr Impfstoff nötig sein, um die gewünschte Schutzwirkung gegen Corona zu erreichen.

Ist mehr Corona-Impfstoff nötig, wenn man mehr wiegt?

Nein, sagt der Immunologe Professor Carsten Watzl. "Generell wird bei allen erwachsenen Menschen die gleiche Dosis von 30 Mikrogramm geimpft. Ob man etwas beleibter ist oder ganz dünn, spielt für das Immunsystem keine Rolle", erklärt der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie (DGfI) in einem Interview mit dem Gesundheitsportal "Fitbook".

Eine Dosis von Biontech, Moderna, Astrazeneca und Johnson & Johnson enthält demnach 30 Mikrogramm Covid-19-Impfstoff. Wie sich das Vakzin von Biontech/Pfizer außerdem zusammensetzt, erfahren Sie hier.

Warum aber genau 30 Mikrogramm? Watzl erläutert, dass dieser Wert anhand der klinischen Studien ermittelt worden sei. Damit könnten auch Ältere mit schwächerem Immunsystem noch ausreichend geschützt werden.

Zudem sei eine unterschiedliche Impfstoffdosierung mit einem hohen logistischen Aufwand verbunden und deshalb nicht praktikabel. Folglich erhalten alle Erwachsenen die gleiche Corona-Impfdosis.

Kinder unter 12 Jahren hingegen bekommen generell niedrigere Dosisstärken verabreicht. Denn diese richten sich nach dem Lebensalter.

Corona-Impfung: schwächerer Impfschutz bei Übergewicht?

Unabhängig von der Stärke der Impfdosis fand eine Studie 2021 Hinweise darauf, dass bei Menschen mit Adipositas, also starkem Übergewicht, der Impfschutz nach einer Corona-Impfung möglicherweise geringer ist. Auch von anderen Impfungen wie Influenza, Hepatitis B und Tollwut ist laut der Studie bereits bekannt, dass Übergewichtige häufiger einen schwächeren Impfschutz aufbauen.

Die genaue Ursache dafür ist bisher unklar. Forscher gehen davon aus, dass die Entzündungsreaktionen, die durch Adipositas im Körper ausgelöst werden, eine Ursache für den schwächeren Immunschutz sein könnten.

Es gelte, die Wirkung der Impfungen bei Adipösen weiterhin zu beobachten. Denn sollte sich in Hinblick auf die Impfungen gegen Covid-19 der schlechtere Impfschutz in groß angelegten Studien bestätigen, müsse über weitere Impfdosen oder eine größere Menge Impfstoff nachgedacht werden.

Transparenzhinweis
  • Die Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung und dürfen daher nicht zur Selbsttherapie verwendet werden.
Verwendete Quellen
  • medRxiv: "Obesity may hamper SARS-CoV-2 vaccine immunogenicity"
  • Fitbook: "Braucht man mehr Corona-Impfstoff, wenn man schwerer ist?", 23. Juni 2021
  • Ärzteblatt
  • Eigene Recherche
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