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Na endlich – und jetzt impft die Kinder!

  • Melanie Rannow
Ein Kommentar von Melanie Weiner

Aktualisiert am 16.08.2021Lesedauer: 2 Min.
Anti-Corona-Spritze: Die Ständige Impfkommission spricht sich jetzt für Corona-Impfungen für alle Kinder und Jugendlichen ab zwölf Jahren aus.
Anti-Corona-Spritze: Die Ständige Impfkommission spricht sich jetzt für Corona-Impfungen für alle Kinder und Jugendlichen ab zwölf Jahren aus. (Quelle: David Young/dpa-bilder)
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Jetzt ist sie da: Die Empfehlung der Stiko, auch ältere Kinder und Jugendliche gegen Corona zu impfen. Reichlich spät, aber gut für alle.

Warum die Stiko mit ihrer Impfempfehlung für 12- bis 17-Jährige so lange abgewartet hat – nun, genau wissen wir das nicht. Natürlich ist klar: Nutzen und Risiken der Impfung müssen sorgfältig analysiert werden. Dazu braucht es großangelegte Studien, die geprüft werden müssen.


Corona-Impfstoffe im Vergleich: Wie wirksam sind sie?

In der EU zugelassen sind bislang vier Präparate: die Corona-Impfstoffe von Biontech /Pfizer, Moderna, Astrazeneca und Johnson & Johnson. Doch wie wirksam sind die Mittel im Vergleich?
Astrazeneca: Nach Herstellerangaben schützt der Impfstoff zu 76 Prozent vor einer Corona-Infektion mit Symptomen. Gegen schwere Covid-Erkrankungen sei der Impfstoff zu 100 Prozent wirksam, erklärte das Unternehmen.
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Von Seiten der Stiko hieß es immer wieder, die Datenlage sei noch zu dünn, eine Empfehlung könne deshalb nicht gegeben werden. Mehr Transparenz zur Frage, wann diese denn ausreichend wäre, gab es allerdings nicht.

Worauf hat die Stiko eigentlich gewartet?

Ein Blick auf die internationale Forschung zeigt: Die Daten sprechen schon länger für hochwirksame und sichere Impfungen bei Kindern und Jugendlichen. Das sieht beispielsweise auch der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte in Deutschland so und forderte die Stiko zur Empfehlung für eine Impfung ab 12 Jahren auf.

Doch die zögerte weiter. Und während sich hierzulande alle über das Vorgehen der Expertengruppe wunderten, impften andere Länder wie die USA, Kanada, Israel oder Frankreich Millionen Kinder und Jugendliche. Und: Sie erhoben weiter Daten.

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Diese Studien ergaben, dass die Immunreaktion auf eine Impfung mit Biontech/Pfizer bei jungen Menschen besonders gut ausfällt. Demnach beträgt der Schutz vor einem schweren Verlauf 100 Prozent. Schwere Nebenwirkungen wurden nur in seltenen Fällen beobachtet.

Aber Moment … "Kinder erkranken doch gar nicht schwer an Covid-19?"

Ja, es stimmt: Covid-19 verläuft bei jungen Menschen nur in seltenen Fällen schwer und fast nie tödlich. Die Begründung, dass für sie damit kein erhöhtes Gesundheitsrisiko durch Covid-19 bestehe, ist trotzdem nicht zu Ende gedacht. Denn auch Kinder können von Long-Covid betroffen sein. Studien zufolge leiden rund sieben Prozent der infizierten Kinder langfristig unter Konzentrationsproblemen.

Zudem haben Kinder und Jugendliche in Schule und Freizeit oft viele Kontakte und damit ein großes Risiko, sich im Alltag mit dem Virus anzustecken. Geschieht das, zeigen gerade sie häufig keine Symptome – und tragen das Virus dann unwissend weiter. Damit werden sie zur Gefahr, vor allem für Ungeimpfte.

Gegenmittel Corona-Impfung

Jeder Piks gegen Corona kann also helfen, symptomlose Infektionen zu verhindern und so andere zu schützen. Uns muss bewusst werden: Beim Impfen geht es nicht nur um den individuellen Schutz. Die Pandemiebewältigung gelingt nur, wenn sich möglichst viele Menschen impfen lassen – auch Kinder.

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Das Argument der Herdenimmunität allein dürfte die noch zweifelnden Eltern zwar nicht überzeugen. Das Nutzen- und Risiko-Verhältnis der Impfung sollte es aber allemal. Viele Millionen Kinder und Jugendliche, die bereits gegen das Coronavirus geimpft sind, haben das offenbar erkannt. Nun also auch die Stiko.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Von Christiane Braunsdorf
  • Sandra Simonsen
Von Sandra Simonsen
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