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Biontech meldet neue Impfstoff-Erfolge bei Kindern von fünf bis elf Jahren

Erste Studienergebnisse  

Biontech meldet neue Impfstoff-Erfolge bei Kindern

20.09.2021, 14:26 Uhr | dpa, rtr

Biontech meldet neue Impfstoff-Erfolge bei Kindern von fünf bis elf Jahren. Kinderimpfung: In der Studie testeten Biontech und Pfizer eine Dosierung ihres bereits zugelassenen Vakzins von zehn Mikrogramm.  (Quelle: Getty Images/zoranm)

Kinderimpfung: In der Studie testeten Biontech und Pfizer eine Dosierung ihres bereits zugelassenen Vakzins von zehn Mikrogramm. (Quelle: zoranm/Getty Images)

Bislang können sich in Deutschland Kinder erst ab zwölf Jahren impfen lassen. Das könnte sich bald ändern – denn der Impfstoffhersteller Biontech präsentiert neue Daten für Jüngere.

Biontech und Pfizer wollen nach positiven Studienergebnissen schnellstmöglich die Zulassung ihres Covid-19-Impfstoffs zum Einsatz bei Kindern beantragen.

In der entscheidenden Studie mit Fünf- bis Elfjährigen sei der Impfstoff gut vertragen worden und habe eine starke Immunantwort erzeugt, teilten die beiden Unternehmen mit. Die Daten sollen nun bei der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA, der US-Behörde FDA sowie weiteren Zulassungsbehörden weltweit eingereicht werden. Es handelt sich um die ersten Ergebnisse aus einer zulassungsrelevanten Studie für einen Covid-19-Impfstoff für Kinder unter zwölf Jahren.

Nur ein Drittel der Dosis verabreicht

In der Studie testeten Biontech und Pfizer eine Dosierung ihres bereits zugelassenen Vakzins von zehn Mikrogramm. Zwei Dosen wurden mit einem Abstand von 21 Tagen verabreicht. Die Impfung für über Zwölfjährige sieht eine Dosierung von 30 Mikrogramm vor.

"Die Antikörper-Reaktionen bei den Teilnehmern, denen eine Dosis von zehn Mikrogramm verabreicht wurde, war vergleichbar mit denjenigen aus einer früheren Studie von Pfizer/Biontech-Studie bei Menschen im Alter von 16 bis 25 Jahren, die eine 30 Mikrogramm-Dosis erhalten hatten", teilten die Unternehmen mit.

Auch die Nebenwirkungen seien vergleichbar mit denen der älteren Gruppe gewesen. Ergebnisse von zwei weiteren Teilnehmergruppen im Alter von zwei bis fünf Jahren sowie von sechs Monaten bis zwei Jahren würden für das vierte Quartal erwartet.

An der Studie nehmen den Angaben zufolge insgesamt 4.500 Kinder im Alter von einem halben Jahr bis elf Jahren teil, die vorgestellten Daten zu den 5- bis 11-Jährigen gehen auf 2.268 Teilnehmer zurück. Beteiligt sind über 90 Kliniken in den USA, Finnland, Polen und Spanien.

Bedarf an Kinderimpfungen steigt

"Seit Juli sind die Covid-19-Fälle bei Kindern in den Vereinigten Staaten um rund 240 Prozent gestiegen. Das unterstreicht den Bedarf für Impfungen", erklärt Pfizer-Chef Albert Bourla. Die Studienergebnisse seien eine starke Basis, um die Zulassung des Impfstoffs bei Kindern im Alter von fünf bis elf Jahren zu beantragen. "Unser Plan ist es, sie so bald wie möglich bei der FDA und weiteren Zulassungsbehörden einzureichen."

Daten zum Einsatz des Impfstoffs bei Kindern im Alter von sechs Monaten bis fünf Jahren wollen Biontech und Pfizer noch im vierten Quartal dieses Jahres veröffentlichen. Für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren war der Impfstoff in den USA und der EU im Mai freigegeben worden.

Hohes Ansteckungsrisiko durch Delta

In den USA sind die Corona-Krankenhauseinweisungen und Todesfälle in den vergangenen Monaten angesichts der hochansteckenden Delta-Variante gestiegen. Auch die Fälle unter Kindern haben zugenommen.

In Deutschland war die Sieben-Tage-Inzidenz zuletzt in der Altersgruppe der 5- bis 14-Jährigen am höchsten. Nach Einschätzung der Ständigen Impfkommission (Stiko) besteht für Kinder und Jugendliche wegen Delta ein deutlich höheres Risiko für eine Ansteckung. Bisher gibt es aber keine Hinweise dafür, dass Delta gefährlicher für sie ist und zu schwereren Krankheitsverläufen bei ihnen führt.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen Reuters, dpa

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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