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Nur zwei Erreger waren tödlicher als Corona

Von afp, cbr

Aktualisiert am 26.02.2022Lesedauer: 3 Min.
Coronavirus: Die Pandemie zÀhlt mittlerweile zu den verheerendsten der Welt.
Coronavirus: Die Pandemie zÀhlt mittlerweile zu den verheerendsten der Welt. (Quelle: Bihlmaierfotografie/imago-images-bilder)
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Fast sechs Millionen Corona-Tote weltweit sind im Vergleich zu anderen Pandemien und Epidemien extrem viel. Es gab jedoch auch Seuchen, die mehr Todesopfer forderten.

Das Wichtigste im Überblick


  • Grippe-Epidemien
  • Tropenviren
  • Aids und Hepatitis

Die Zahl der offiziell registrierten TodesfÀlle durch Covid-19 hat die Marke von fast sechs Millionen erreicht. Die tatsÀchliche Zahl der Opfer schÀtzt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf das Zwei- bis Dreifache. Damit ist Corona weit verheerender als die meisten anderen Virus-Epidemien und -Pandemien des 20. und 21. Jahrhunderts. Nur die Spanische Grippe und Aids töteten noch mehr Menschen. Hier einige Zahlen zum Vergleich:


Die gefÀhrlichsten Viren im 21. Jahrhundert

Marburg-Virus: Der Erreger gehört zu den gefÀhrlichsten bekannten Krankheitsviren. Er trat 1967 zum ersten Mal in der UniversitÀtsstadt auf.
MERS-Coronavirus: MERS steht fĂŒr das 2012 erstmals identifizierte Middle East Respiratory Syndrome und bezeichnet eine schwere bis tödliche Infektion der Atemwege.
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Epidemien des 21. Jahrhunderts

2009 grassierte die sogenannte Schweinegrippe, verursacht vom Virus H1N1. ZunĂ€chst wurden offiziell 18.500 Todesopfer dieser Pandemie gemeldet. Laut der Fachzeitschrift "The Lancet" starben aber tatsĂ€chlich weit mehr Menschen – zwischen 151.700 und 575.400.

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Das SARS-Virus verbreitete sich 2002 und 2003 von China aus und war das erste Coronavirus, das weltweit Ängste auslöste. 774 Menschen starben an der Infektion.

Grippe-Epidemien

Etwa fĂŒnf Millionen Menschen erkranken jedes Jahr schwer an der Grippe, zwischen 290.000 und 650.000 sterben nach Angaben der WHO daran.

Weit mehr Menschen starben durch Grippe-Pandemien, die von neuen, nicht-saisonalen Influenzaviren ausgelöst wurden. Die Asiatische Grippe von 1957 bis 1958 und die Hongkong-Grippe von 1968 bis 1970 hatten jeweils etwa eine Million Todesopfer zur Folge.

Am verheerendsten war die sogenannte Spanische Grippe in den Jahren 1918 bis 1920. In drei aufeinanderfolgenden Wellen starben laut neueren Berechnungen rund 50 Millionen Menschen. Das sind weit mehr Todesopfer als die zehn Millionen des Ersten Weltkriegs.

Tropenviren

Ebola weniger ansteckend, aber tödlicher als Corona

Eine Infektion mit Ebola-Viren ist viel gefĂ€hrlicher als mit SARS-CoV-2: 50 Prozent der Erkrankten sterben. Dennoch ist die Zahl der Todesopfer durch den 1976 entdeckten Erreger weit geringer als bei Corona. Denn Ebola ist weniger ansteckend, weil das Virus nicht ĂŒber die Luft ĂŒbertragen wird, sondern nur durch direkten engen Kontakt.

Bei mehreren Ebola-AusbrĂŒchen in Afrika starben bisher rund 15.300 Menschen. Der letzte große Ausbruch wurde in den Jahren 2014 bis 2016 verzeichnet. Inzwischen gibt es Impfstoffe gegen das Virus, die in einigen afrikanischen Staaten bereits zur Anwendung kommen.

Erstes Gegenmittel gegen Dengue-Fieber

Auch andere tropische Viren können tödlich sein. Das Dengue-Fieber, das von MĂŒcken ĂŒbertragen wird, ist seit zwei Jahrzehnten auf dem Vormarsch. Einige Tausend Menschen sterben laut WHO jedes Jahr daran. Es kommt in tropischen und subtropischen Regionen vor, vor allem in Asien, SĂŒdamerika und Afrika.

Erste FĂ€lle wurden in den letzten Jahren auch aus Europa bekannt. Es gibt auch hier bereits einen Impfstoff, der jedoch in der Reisemedizin nicht zur Anwendung kommt, denn er ist nur fĂŒr Menschen zugelassen, die in den Regionen leben, in denen das Virus grassiert. Außerdem mĂŒssen sie bereits eine Infektion mit Dengue-Fieber durchgemacht haben. In den vergangenen Wochen wurde bekannt, dass US-Wissenschaftler ein erstes mögliches Gegenmittel zur Behandlung entdeckt haben.

Aids und Hepatitis

Aids weiter unheilbar

Aids ist die mit Abstand tödlichste Pandemie in jĂŒngerer Zeit: Seit 1980 starben weltweit fast 36,3 Millionen Menschen an der unheilbaren Krankheit, die das Immunsystem angreift. Noch gibt es keinen wirksamen Impfstoff, aber antiretrovirale Medikamente können die Krankheit stoppen und das Übertragungsrisiko stark verringern. Dank dieser Therapie ist laut der UN-Organisation UNAids die Zahl der TodesfĂ€lle von ihrem Höchststand von 1,7 Millionen im Jahr 2004 auf 680.000 im Jahr 2020 gesunken.

Vielversprechend fĂŒr die Heilung von HIV-Patienten ist die Gentherapie. Bekannt geworden sind sogenannte Designer-Enzyme, wie etwa das CRISPR/Cas9-System. FĂŒr die Entdeckung dieses Verfahrens wurden die französische Genetikerin Emmanuelle Charpentier und die US-Biochemikern Jennifer Doudna 2020 mit dem Chemienobelpreis ausgezeichnet.

Hepatitis-Impfungen werden empfohlen

Vor allem in Ă€rmeren LĂ€ndern sterben jedes Jahr mehr als eine Million Menschen an Infektionen mit Hepatitis-B- und -C-Viren. Die Infektion fĂŒhrt zu einer LeberentzĂŒndung, die Leberkrebs oder Leberzirrhose verursachen können. Hepatitis wird ĂŒber das Blut oder beim Austausch von KörperflĂŒssigkeiten wĂ€hrend des Geschlechtsverkehrs ĂŒbertragen. Eine Impfung ist möglich und wird empfohlen.

Das Robert Koch-Institut erklĂ€rt: "Obwohl das Erkrankungsrisiko fĂŒr SĂ€uglinge ohne familiĂ€re Risiken relativ niedrig ist, empfiehlt die Stiko seit 1995 die Hepatitis-B-Impfung allen SĂ€uglingen und Kleinkindern. Dies ist u.a. darin begrĂŒndet, dass sich fĂŒr die selten auftretenden KrankheitsfĂ€lle bei SĂ€uglingen und Kleinkindern ein besonders hohes Risiko fĂŒr eine chronische Verlaufsform ergibt. WĂ€hrend es bei zehn Prozent der erkrankten Erwachsenen zu einem chronischen Krankheitsverlauf kommt, liegt der Anteil bei einer Erkrankung im SĂ€uglings- und Kindesalter bei bis zu 90 Prozent. Nicht immunisierte Kinder sollten die Impfung, die sehr sicher und effektiv ist, jederzeit nachholen."

Weitere Artikel


Bei Erwachsenen wird die Impfung vor allem Risikogruppen empfohlen, das sind etwa HIV-Positive, Dialysepatienten oder auch Personal von medizinischen Einrichtungen und Ersthelfer. Auch Fernreisende sollten sich impfen lassen, ĂŒbrigens auch gegen Hepatitis A. Gegen Hepatitis C gibt es bislang keine Impfung.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dĂŒrfen nicht verwendet werden, um eigenstĂ€ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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