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Genesene sind wohl nicht vor Omikron gesch├╝tzt

  • Sandra Simonsen
Von Sandra Simonsen

Aktualisiert am 29.01.2022Lesedauer: 3 Min.
Corona-Test (Symbolbild): Die Omikron-Variante verbreitet sich rasant in Deutschland.
Corona-Test (Symbolbild): Die Omikron-Variante verbreitet sich in Deutschland rasant. (Quelle: Zuma Wire/imago-images-bilder)
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Die Verk├╝rzung des Genesenenstatus auf 90 Tage sorgt f├╝r Unmut. Klar ist: Die Impfungen sch├╝tzen wohl nur begrenzt vor einer Ansteckung mit der Omikron-Variante des Coronavirus. Doch wie steht es um Genesene?

Mehr als 200.000 Neuinfektionen an nur einem Tag, Inzidenzen ├╝ber 1.000: Die Omikron-Variante bricht nicht nur in Deutschland aktuell alle bisherigen Rekorde der Pandemie.


Omikron-Variante: Was wir bisher wissen

Seit November 2021 ist die Omikron-Virus-Variante bekannt. Erstmals nachgewiesen wurde sie in S├╝dafrika. Mittlerweile dominiert Omikron das Pandemiegeschehen weltweit.
Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat Omikron als "besorgniserregend" eingestuft. Diese Klassifizierung ist ein Signal, dass eine Variante ansteckender ist oder zu schwereren Krankheitsverl├Ąufen f├╝hrt. Au├čerdem besteht bei "besorgniserregenden Varianten" die Gefahr, dass herk├Âmmliche Impfungen oder Medikamente weniger wirksam sind.
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Doch w├Ąhrend so viele Menschen wie noch nie zuvor in den vergangenen zwei Jahren infiziert sind, verl├Ąuft Covid-19 jetzt schw├Ącher ÔÇô auch, weil fast 75 Prozent der Bev├Âlkerung mittlerweile geimpft sind, hinzu kommen rund acht Millionen Genesene. Doch sind Menschen, die bereits einmal infiziert waren, auch vor Omikron gesch├╝tzt? Dazu gibt es eine neue Studie.

Zwei Drittel der Omikron-Infizierten waren bereits infiziert

Die britische Studie zeigt, dass zwei Drittel der k├╝rzlich mit der Omikron-Variante Infizierten bereits zuvor an Covid-19 erkrankt waren. Dazu hat das sogenannte "React"-Forschungsteam (Real-time Assessment of Community Transmission) Tausende Freiwillige in Gro├čbritannien PCR-getestet. Die Testungen wurden bereits seit Mai 2020 monatlich durchgef├╝hrt, die Teilnehmer waren im Alter ab f├╝nf Jahren. Die Daten zu Omikron wurden zwischen dem 5. und 20. Januar 2022 erhoben.

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Die Wissenschaftler kamen zu folgenden Ergebnissen: Von 100.607 g├╝ltigen Tests waren 4,41 Prozent positiv. "Das ist mehr als dreimal so hoch wie im Dezember 2021 in England", bekr├Ąftigen die Studienleiter. Weiter untersuchten die Forscher, wie gro├č der Anteil der Omikron-Variante war: Von 1.406 sequenzierten positiven Abstrichen bis zum 16. Januar 2022 waren 1.392, also 99 Prozent, auf die Omikron-Variante zur├╝ckzuf├╝hren. Nur noch ein Prozent der F├Ąlle ging auf die Delta-Variante zur├╝ck.

Unter den 3.582 positiven Personen, die angaben, ob sie eine fr├╝here Infektion hatten oder nicht, gaben 2.315 (64,6 Prozent) eine best├Ątigte fr├╝here Infektion an.

Deshalb kommen die Wissenschaftler zu dem Ergebnis, dass eine fr├╝here Corona-Infektion ein hohes Risiko f├╝r eine erneute Infektion mit Omikron birgt. Ein Schutz wie bei bisherigen Varianten scheint nicht gebildet worden zu sein. Allerdings grenzen die Wissenschaftler ein, es sei noch zu pr├╝fen, ob die Ergebnisse "echte Reinfektionen" zeigten oder m├Âglicherweise in den PCR-Tests Spuren der vorherigen Infektion nachgewiesen wurden.

Welche Personengruppen haben ein besonders hohes Risiko?

Zus├Ątzlich zum Schutz vor Omikron pr├╝ften die Forscher, bei wem das Infektionsrisiko besonders hoch sein k├Ânnte. So stellten sie fest, dass Menschen in gro├čen Haushalten logischerweise eher gef├Ąhrdet sind, sich zu infizieren, als solche, die alleine leben. Aber auch Menschen in sozial schw├Ącheren Gebieten seien demnach eher gef├Ąhrdet.

Was bedeutet die Studie f├╝r Deutschland?

Am 28. Januar 2022 meldete das Robert Koch-Institut (RKI) f├╝r Deutschland mehr als 190.000 t├Ągliche Neuinfektionen mit dem Coronavirus, mittlerweile liegt auch hierzulande der Anteil der Omikron-Infektionen deutlich ├╝ber dem der Delta-Variante. Das RKI meldet f├╝r die Kalenderwoche zwei einen Anteil von 82,3 Prozent f├╝r die Omikron-Variante, nur noch knapp 15 Prozent der Infektionen gehen auf die Delta-Variante zur├╝ck. Mittlerweile d├╝rfte der Omikron-Anteil noch deutlich h├Âher liegen.

Aktuell gibt es in Deutschland rund 1,8 Millionen akut Infizierte, insgesamt haben sich seit Pandemiebeginn mehr als 9,4 Millionen Menschen angesteckt. Rund 117.500 Menschen starben im Zusammenhang mit Covid-19. Demnach gelten etwa 7,5 Millionen Menschen in Deutschland als Genesene.

Allerdings gibt es Diskussionen um den offiziellen Genesenenstatus: Beispielsweise beim Zugang zu Veranstaltungen oder Freizeiteinrichtungen gilt der Status nur noch 90 Tage nach dem positiven Testergebnis. Danach muss der Immunstatus durch eine Impfung aufgefrischt werden. Zuvor war der Status ein halbes Jahr g├╝ltig.

Der Essener Virologe Ulf Dittmer erkl├Ąrt im Interview mit t-online dazu, dass aktuell noch sehr unsicher sei, ob und wie gut Genesene vor einer Omikron-Infektion gesch├╝tzt sein k├Ânnten. "Nun gibt es erste Hinweise, dass es bei Omikron Mehrfach-Infektionen geben kann", berichtet er. Das betreffe insbesondere Ungeimpfte, die sich dann infizieren.

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Bei einer Impfung hingegen scheint der Schutz besser zu sein. Trotzdem sei davon auszugehen, dass auch Ungeimpfte bei einer zweiten Infektion zumindest gut vor einer schweren Erkrankung gesch├╝tzt seien. "Aber der Schutz gegen eine weitere Infektion, den wir vorher bei allen Varianten hatten, scheint bei Omikron deutlich reduziert zu sein", betont Dittmer.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte ├ärzte. Die Inhalte von t-online k├Ânnen und d├╝rfen nicht verwendet werden, um eigenst├Ąndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Von Christiane Braunsdorf
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