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Studie zeigt: Zwei Drittel der Tinder-Nutzer ist vergeben


Zwei Drittel der Tinder-Nutzer sind vergeben

Von t-online, jb

22.07.2023Lesedauer: 2 Min.
Glückliches Pärchen: Mithilfe der Dating-App haben viele bereits einen Partner für eine ernsthafte Beziehung gefunden. (Symbolbild)Vergrößern des BildesGlückliches Pärchen: Mithilfe der Dating-App haben viele bereits einen Partner für eine ernsthafte Beziehung gefunden. (Symbolbild) (Quelle: Alessandro Biascioli/Getty Images)
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Nicht nur Singles nutzen Dating-Apps. Aber warum nutzt der Rest Tinder und Co.? Eine Studie versucht, die Frage zu beantworten.

Tinder zählt zu den beliebtesten Dating-Apps der Welt. Doch dass hier nicht nur Singles auf der Suche nach einem Date oder mehr sind, zeigt eine aktuelle Studie von Vera Cruz Germano, Professorin für Psychologie an der Université de Picardie Juiles Vernes in Aminens, Frankreich.

Zwei Drittel der Tinder-Nutzer ist vergeben

An der Studie nahmen 1.387 Tinder-Nutzer im Alter zwischen 18 und 74 Jahren teil – zwei Drittel (65,3 Prozent) von ihnen gaben an, in einer Beziehung oder gar verheiratet zu sein.

Doch warum nutzen die meisten die Dating-App dann? Nur jeder Zweite (50,3 Prozent) möchte über die App jemanden offline treffen. Der Rest nutze Tinder, ähnlich wie andere Social-Media-Apps, um die Zeit totzuschlagen, mit anderen, zufällig ausgewählten Personen zu interagieren oder durch Likes und Matches Bestätigung zu erhalten, so die Forscher. Cruz erklärte, dass es daran liegen könnte, dass Nutzer von Dating-Apps oft enttäuscht seien, nicht den oder die Richtige zu finden.

"Studienergebnisse sind irreführend"

Gegenüber dem englischsprachigen Nachrichtenportal NBC äußerte sich bereits ein Sprecher von Tinder zu der Studie. "Mit der In-App-Funktion 'Beziehungsziele' von Tinder können Mitglieder ihre Absicht signalisieren." Er ergänzt: "Weltweit sagen 40 Prozent der Tinder-Mitglieder, dass sie nach einer langfristigen Beziehung suchen, im Vergleich zu 13 Prozent, die nach einer kurzfristigen Verbindung suchen."

Vergleiche man diese Angaben, die die Nutzer gegenüber Tinder machen, mit denen der Studie, so seien die Ergebnisse der Studie irreführend, erklärt der Tinder-Sprecher gegenüber NBC weiter. "Die Studienteilnehmer hatten nur drei Möglichkeiten, sich selbst zu beschreiben – 'zölibatär', 'in einer Beziehung' oder 'verwitwet' – und keine Option für 'Single‘. Dies führte wahrscheinlich zu einer völlig verzerrten Darstellung dessen, wer Tinder-Mitglieder sind und was sie suchen".

Die Daten, auf die sich der Tinder-Sprecher bezieht, stammen unter anderem aus Ergebnissen des Futur of Dating Reports 2023 von Tinder. Dieser wurde Anfang 2023 von OnePoll im Auftrag der Plattform online durchgeführt. Teil nahmen insgesamt 4.000 Singles zwischen 18 und 25 Jahren, wohnhaft in den USA, Kanada, Großbritannien und Australien.

Bei der Umfrage gaben "40 Prozent der Tinder-Mitglieder, die die Funktion 'Gewünschte Beziehung' nutzen, um ihre Absichten in der App zu signalisieren, [...] an, dass sie nach einer langfristigen Beziehung suchen. 'Ein kurzes Abenteuer' gehört zu den am seltensten gewählten gewünschten Beziehungen auf Tinder weltweit (13 Prozent der Mitglieder nutzen die Funktion)." So das Ergebnis der Großstudie der Dating-Plattform.

Unzufriedene Tinder-Nutzer?

Die Studie von Germano zeigte allerdings noch einen weiteren Punkt: Diejenigen, die Tinder nur zur Ablenkung und zum Zeitvertreib nutzen, seien mit der App besonders unzufrieden. Laut Dr. Elias Aboujaoude, Co-Autorin der Studie, werde das Gefühl vor allem dadurch vermittelt, da man in der App auf andere trifft, die Tinder ebenfalls nur zum Ablenken nutzen. Das könne frustrieren. "Es kann überwältigend sein und in manchen Fällen kann es die Leute zu der Vorstellung verleiten, dass das Gras auf der anderen Seite immer grüner ist, als ob es da draußen immer bessere Möglichkeiten gäbe", so Aboujaoude.

Verwendete Quellen
  • Vorgehensweise: Die Forscher befragten die Teilnehmenden unter anderem nach ihren Beweggründen für die Nutzung der Dating-App sowie zu der Anzahl der Matches und Dates, die sie innerhalb des Anmeldezeitraums hatten. Auch psychologische Gesichtspunkte wie Selbstwertgefühl und Einsamkeit spielten bei der Studie mit ein. Darüber hinaus sollten die Tinder-User berichten, wie zufrieden sie bei der App-Nutzung waren.
  • nbcnews.com "Many on dating apps are already in relationships or aren't seeking actual dates, new study finds"
  • liebertoub.com "Finding Intimacy Online: A Machine Learning Analysis of Predictors of Success"
  • researchgate.net "Germano Vera Cruz"
  • de.tinderpressroom.com "Future of Dating Report 2023"
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