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Rückruf: Dänemark nimmt zu scharfe Instantnudeln vom Markt


Rückruf wegen Gesundheitsbedenken
Diese Instantnudeln sind zu scharf für Dänen

Von t-online, wan

Aktualisiert am 13.06.2024Lesedauer: 2 Min.
imago images 0239893557Vergrößern des BildesBuldak-Nudeln in einem Automaten (Archivbild): Drei Sorten sind jetzt in Dänemark aus dem Verkehr gezogen worden. (Quelle: IMAGO/Manfred Segerer/imago)
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In Dänemark sind südkoreanische Instantnudeln jetzt beanstandet worden. Sie seien zu scharf, befand die Lebensmittelbehörde.

Sie sind scharf, so scharf, dass es schon Online-Wettbewerbe gibt, wer am meisten von den südkoreanischen Buldak-Instantnudeln essen kann. Doch in Dänemark hat jetzt die Lebensmittelbehörde befunden, dass sie zu scharf für das Volk im Norden seien. Sie hat drei Sorten zurückgerufen: die Samyang Buldak "3 x Spicy & Hot Chicken", "2 x Spicy & Hot Chicken" und "Hot Chicken Stew".

Man sei besorgt wegen der Wettbewerbe, die Nutzer auf Plattformen wie Tiktok und Instagram austragen. "Der Capsaicin-Gehalt ist jedoch so hoch, dass er eine Gefahr für die Gesundheit darstellen kann", heißt es in einer Stellungnahme der dänischen Behörde. Capsaicin ist der Stoff, der in Chilis für die Schärfe verantwortlich und in der Soße für die Instantnudeln reichlich vorhanden ist.

Mögliche Symptome nach einem übermäßigen Verzehr der Nudeln sind Brennen, Erbrechen, Schwindel und Bluthochdruck. "Deshalb fordern wir jetzt die Geschäfte auf, die Produkte aus den Regalen zu nehmen", sagt Referatsleiter Henrik Dammand Nielsen von der dänischen Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde.

Der Hinweis auf die scharfen Nudeln sei von einem Verbraucher gekommen. Der fragte, ob der Verkauf der Produkte überhaupt legal sei. Die Wissenschaftler untersuchten die Nudeln daraufhin und kamen zu dem Befund: Sie sind gesundheitsgefährdend.

Der Anteil an scharfem Chili sei höher als in Chips, die zuvor etwa in Deutschland zu Vergiftungen bei Kindern geführt haben, so die Behörde. Eltern sollten sich der Gefahr, die von den Nudeln ausgeht, bewusst sein und sie nicht kaufen. Verbraucher sollten bereits erworbene Produkte entweder entsorgen oder zurück an den Verkaufsort bringen.

Verbot von "Hot Chips" in Deutschland

Im September hatte es in einzelnen deutschen Bundesländern ein Verkaufsverbot von sogenannten "Hot Chips" gegeben. In Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen und Hessen wurde der "Hot Chip" aus dem Verkehr gezogen. Nach Angaben der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen reagierte der Hersteller Hot Chip und zog seine Produkte zunächst zurück. Man wolle an einer neuen Rezeptur arbeiten, hieß es.

Der Schärfegrad von scharfen Produkten wird in der Einheit Scoville (Scoville Heat Units, SHU) angegeben. Ein Milligramm Capsaicin pro Kilogramm entspricht dabei 16,1 Scoville Einheiten.

Die angeblich schärfste Chilisorte der Welt soll die Carolina Reaper sein. Durchschnittlich kommt sie auf ca. 1,6 Millionen Scoville – das sind 99.400 Milligramm Capsaicin pro Kilogramm Chili. Der "Hot Chip" enthält laut Herstellerangaben "einen hohen Anteil dieses Chilis". Im Vergleich dazu enthält Tabasco-Sauce beispielsweise 1.600 bis 5.000 Scoville. Die Buldak-Nudeln sollen einen Schärfegrad von bis zu 10.000 Scoville erreichen.

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