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Schnaps, Wodka, Süßigkeiten: Lidl und Co. bieten keine russischen Waren mehr an


Schnaps, Wodka, Süßigkeiten
Weitere Supermärkte verbannen russische Waren

Von dpa
Aktualisiert am 12.03.2022Lesedauer: 2 Min.
Boykott: Lidl will keine Produkte aus Russland mehr bestellen.Vergrößern des BildesBoykott: Lidl will keine Produkte aus Russland mehr bestellen. (Quelle: Michael Gstettenbauer/imago-images-bilder)
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Nachdem die Discountkette Netto einen Boykott russischer Waren verkündet hat, ziehen weitere Supermärkte nach. Sie nehmen in Russland hergestellte Waren, darunter Fertiggerichte, Süßigkeiten und Wodka, aus dem Angebot.

Lidl und Kaufland lassen den Verkauf russischer Produkte vorerst auslaufen. Es seien insgesamt nur wenige Produkte, die in Russland produziert werden, in den deutschen Filialen erhältlich, teilte die Schwarz-Gruppe in Neckarsulm (Kreis Heilbronn) mit. "Diese werden aktuell nicht nachbestellt. Bereits im Verkauf befindliche Ware wird nicht vernichtet und die restlichen Bestände werden bis auf Weiteres abverkauft."

Ein Sprecher der Schwarz-Gruppe erklärte weiter, man biete ein breites nationales und internationales Sortiment an, das man ständig weiterentwickle, um den Erwartungen gerecht zu werden. "Wir sind weder in der Ukraine noch in Russland mit eigenen Standorten vertreten."

Ähnliche Schritte hatten zuvor auch andere Lebensmittelhändler ergriffen. Rewe etwa hatte bereits am 1. März angekündigt, in Russland produzierte Artikel in allen Rewe- und Penny-Märkten auszulisten. Edeka hat nach eigener Aussage bereits seit längerer Zeit keine aktiven, zentralen Geschäftsbeziehungen mit Russland mehr.

Aldi-Märkte sortieren Schnaps und Wodka aus

Der Discounter Aldi Süd berichtete, er habe bislang nur einen Artikel aus Russland im Angebot gehabt: Wodka in der 0,7-Liter-Flasche. "Wir haben entschieden, den Artikel auf unbestimmte Zeit auszulisten." Das Unternehmen wolle damit in der aktuellen Situation ein Zeichen setzen. Auch das Schwesterunternehmen Aldi Nord verbannte Schnaps aus Russland aus den Regalen. "Unsere Gedanken sind bei allen Menschen, die unter Krieg und Gewalt leiden", betonte Aldi Nord.

Zuvor hatte bereits die vor allem in Norden und Osten Deutschlands vertretene Discounterkette Netto einen Boykott russischer Waren angekündigt. Die in Stavenhagen ansässige Tochtergesellschaft der dänischen Salling Group (Brabrand) folgte damit dem Mutterkonzern. Aus Protest gegen den Krieg in der Ukraine würden alle Produkte aus den Regalen genommen, die in Russland hergestellt wurden. Dies betreffe etwa 15 Artikel, darunter Süßwaren, Fertiggerichte und Spirituosen wie Wodka, hieß es.

Netto mit den Markenfarben Schwarz und Gelb sowie einem Hund als Symbol betreibt nach eigenen Angaben rund 340 Märkte in acht deutschen Bundesländern. Er darf nicht verwechselt werden mit dem größeren Netto-Marken-Discount mit Sitz in Bayern.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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