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Gurken schälen oder mit Schale verzehren: Was gesünder und besser ist


Bitterstoffe enthalten
Gurken schälen oder nicht? Was gesünder ist

Von t-online, jb

Aktualisiert am 12.07.2024Lesedauer: 3 Min.
Eine Frau schält eine GurkeVergrößern des BildesGurke: Die Mehrzahl der Vitamine und anderer Nährstoffe steckt bei vielen Gemüsesorten in der Schale. (Quelle: getty-images-bilder)
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In Gurken stecken Bitterstoffe, daher sollten sie geschält werden, glauben viele. Allerdings befinden sich auch Ballaststoffe und Mineralien in der Schale. Sollten sie also mit oder ohne Schale gegessen werden?

Bei der Zubereitung von Obst und Gemüse hat jeder seine Vorlieben. Das gilt vor allem auch für die Salatgurke. Einige schälen das Kürbisgewächs, andere wiederum essen die Schale des Kürbisgewächses mit. Was ist besser?

Nährstoffe sitzen in der Gurkenschale

Ob Sie Ihre Gurken schälen oder nicht, ist natürlich Ihnen überlassen. Eins sollten Sie jedoch wissen: Durch das Entfernen der Gurkenschale fällt auch ein großer Teil der Ballaststoffe, Vitamine und Antioxidantien weg. Das gilt auch für andere Gemüsesorten, wie Rote Bete oder Zucchini.

Zahlreiche Vitamine und andere Nährstoffe stecken bei vielen Obst- und auch Gemüsesorten in der Schale. Wenn die Schale bunt ist, enthält sie besonders viele Ballaststoffe – und zwar in Form von unlöslichen Ballaststoffen. Der Vorteil von unlöslichen Ballaststoffen: Sie lösen sich nicht auf und helfen dabei, den Darm gesund zu halten, sodass dieser auch Abfälle schneller ausscheiden kann. Zudem enthalten sie wenig Kalorien und gelten daher als echter Schlankmacher. Aus gesundheitlichen Gründen sollten Sie davon jedoch nicht zu große Mengen am Tag verzehren.

Tipp
Damit die Gurke samt Schale leichter zu verdauen ist, können Sie Senf nutzen. Dazu rät der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer.

Inhaltsstoffe

Das sind die Nährwerte, die in 100 Gramm Gurke enthalten sind:

Nährstoffe pro 100 g Gurke (roh)
Kilokalorien (kcal) 12
Kohlenhydrate 1,8 g
Eiweiß 0,6 g
Ballaststoffe 0,5 g
Fett 0,2 g

Unter anderem sind folgende Mineralien und Vitamine in der Gurke enthalten:

Inhaltsstoffe pro 100 g Gurke (roh)
Kalium 160 mg
Kalzium 15 mg
Magnesium 8 mg
Eisen 0,2 mg
Vitamin A 65 µg
Vitamin C 8 µg

Darüber hinaus enthält Gurke mehrere B-Vitamine und das Vitamin E sowie Phosphor und Zink.

Waschen nicht vergessen

Schälen Sie die Gurke aus Angst vor Pestiziden und Unkrautvernichtern? Das ist nicht nötig. Es reicht bereits aus, das Gemüse vor der Verarbeitung gründlich zu waschen. Zudem müssen Sie auch keine Seife verwenden. Denn wenn Sie sie einfach mit Wasser abspülen, werden Sie den Schmutz auch los. Am besten sollten Sie aber auf Gurken aus eigenem Anbau oder aus dem Biomarkt greifen. Diese Bio-Gurken sind nicht mit Herbiziden oder Insektiziden belastet und können bedenkenlos verzehrt werden.

Tipp: Waschen Sie das Bio-Gemüse trotzdem, denn auch hier können Rückstände und Verschmutzungen auf der Schale sein.

Gurken schälen: Es gibt eine Ausnahme

Auch wenn Sie die Schale der Gurke grundsätzlich mitessen, sollten Sie nicht alle Teile des Gemüses mitessen. Entfernen Sie den Stielansatz. Gurken bilden ihre Bitterstoffe (Cucurbitacine) zuerst im Stielansatz, und das ist auf Dauer nicht gesund. Daher gilt für die Zubereitung in der Küche auch: Schmeckt das Stielende der Gurke leicht bitter, sollte es großzügig abgeschnitten werden.

Und auch bei Schmorgurken sollten Sie die dicke, feste und bittere Schale lieber entfernen. Bei Einlegegurken sollte die Schale hingegen dran bleiben. Andernfalls zersetzt sich das Gemüse nach dem Einlegen.

Tipp: Verträglicher können Snackgurken sein. Sie sind in der Regel süßer, als beispielsweise Salatgurken. Allerdings kann ihre Schale etwas härter sein. Das ist jedoch von Sorte zu Sorte verschieden.

Kann man die Bitterstoffe verteilen?

Es hält sich der Glaube, dass Gurken nicht vom Stiel ausgehend geschält werden sollen, da sonst die Bitterstoffe über das Gemüse verteilt werden könnten. Das ist wissenschaftlich nicht belegt. Darüber hinaus sind die im Supermarkt angebotenen Gurken oft so gezüchtet, dass sie kaum noch Bitterstoffe im Stielende enthalten.

Woher kommen die Bitterstoffe?

Gurken bilden wie Kürbisse und Zucchini auf natürliche Weise Bitterstoffe, die sogenannten Cucurbitacine. Sie verursachen einen stark bitteren Geschmack. Diese Bitterstoffe sind Giftstoffe, die normalerweise kaum noch oder nur in geringen Konzentrationen enthalten sind.

Ob die Gurke viele Bitterstoffe bildet oder nicht, hängt vor allem von der Sorte und der Zusammensetzung des Bodens ab. Zu den Sorten ohne Bitterstoffe zählen beispielsweise Bella, Dominica, Futura oder Picolino. Aber auch wenn die Gurkenpflanze zu viel Stress hat, beispielsweise durch Wassermangel oder -überschuss, können sich Bitterstoffe bilden.

Darum sollten Sie Gurke mit Fleisch kombinieren

Neben zahlreichen Vitaminen und Mineralstoffen enthält Gurke auch Peptide. Diese Enzyme können Proteine spalten. Und das wiederum erleichtert die Verdauung eiweißhaltiger Speisen.

Ein weiterer positiver Effekt, den die Peptide haben: Sie helfen dabei, den Darm zu reinigen.

Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
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