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Marktcheck: "Deutsche Erdbeeren" nicht immer aus Deutschland

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SWR-Sendung "Marktcheck"  

"Deutsche Erdbeeren" sind nicht immer deutsch

18.05.2016, 11:26 Uhr
Marktcheck: "Deutsche Erdbeeren" nicht immer aus Deutschland. Verbraucher sind bereit, für deutsche Erdbeeren mehr zu bezahlen.  (Quelle: dpa)

Verbraucher sind bereit, für deutsche Erdbeeren mehr zu bezahlen. (Quelle: dpa)

Erdbeeren aus Deutschland sind beliebt - gelten sie doch als besonders frisch, aromatisch und seltener mit Pestiziden belastet als Produkte aus dem Ausland. Doch offenbar kommen die vermeintlich regionalen Früchte gar nicht immer von hier.

Viele Kunden bevorzugen regional angebaute Früchte und sind dafür auch bereit, tiefer in die Tasche zu greifen. Vor allem zu Beginn der Saison ist der Preisunterschied zwischen deutschen und ausländischen Erdbeeren groß - und damit auch die Versuchung für Händler, ausländische Ware als deutsche anzubieten.

Deutsche Erdbeeren werden meist in Pappschachteln verkauft

In einer Stichprobe der SWR-Sendung "Marktcheck" stammten die Erdbeeren "höchstwahrscheinlich" aus Südeuropa und Holland. Laut den Recherchen von "Marktcheck" wird zu Beginn der Saison in Deutschland fast ausschließlich die Sorte "Clery" angeboten. Zu erkennen sei diese an der spitzen Form und dem großen Blatt. Runde Früchte mit kleinem Blatt hingegen seien daher ein Hinweis auf Schummelei. Ein weiterer Anhaltspunkt: Deutsche Erdbeeren liegen in der Regel in Pappschachteln, Früchte aus Südeuropa meist in Plastikbehältern.

Die Tester kauften daher auf Wochenmärkten in Karlsruhe und Mannheim als "deutsch" deklarierte Erdbeeren, die ihnen verdächtig vorkamen, und schickten sie ins Labor.

Chemische Analyse zeigt Herkunft der Früchte

Dort wurden die Früchte mittels Isotopenanalyse untersucht. Diese chemische Analyse ermöglicht es, relativ genau den Herkunftsort zu ermitteln. "Die Isotopenverhältnisse variieren in Abhängigkeit von beispielsweise Entfernung vom Meer, von der Temperatur und von der Düngung", erklärt Lebensmittelchemiker Andreas Roßmann gegenüber dem SWR. "Und aus der Kenntnis dieser Variablen können wir dann bestimmte Proben einer bestimmten Herkunft zuordnen."

In einem Fall fiel die Analyse deutlich aus: Die Erdbeeren stammten eindeutig aus Südeuropa. Die anderen Fälle waren nicht ganz so klar. Allerdings ließ sich nachweisen, dass die Früchte im beheizten Gewächshaus angebaut wurden.

"Höchstwahrscheinlich" aus den Niederlanden

"Das ist ein Produktionsverfahren, was nach unseren Erfahrungen typisch ist für die Niederlande", sagt Roßmann. Laut dem SWR stammen die Erdbeeren "höchstwahrscheinlich" aus den Niederlanden.

Normalerweise müssten die Lebensmitteluntersuchungsämter der Länder die Herkunft und Qualität der Früchte kontrollieren. Doch die sind offenbar überfordert. Es habe sich "zurzeit noch keine Analysemethode zur Herkunftsbestimmung von Obst und Gemüse [...] etabliert", teilte das Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz dem SWR mit.

Nur wenige Proben landen im Labor

In Baden-Württemberg hingegen wird Obst auch chemisch untersucht - allerdings landen pro Jahr nur etwa 20 bis 60 Proben im Labor. Das könnte sich nun ändern: "Wir reagieren auf Ergebnisse im aktuellen Jahr und planen dann für das zukünftige Jahr entsprechend eine größere Probenzahl zu untersuchen, wenn wir jetzt viele auffällige Erdbeerproben haben", erläuterte Petra Mock vom Referat Lebensmittelüberwachung gegenüber dem SWR.

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