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Gefahr aus dem Supermarkt? Lebensmittelrückrufe gestiegen

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Wie riskant ist unser Essen?  

Lebensmittelrückrufe stark gestiegen: Gefahr aus dem Supermarkt?

04.04.2017, 11:14 Uhr | dpa, sah

Gefahr aus dem Supermarkt? Lebensmittelrückrufe gestiegen. Eine Frau im Supermarkt. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Danilin)

Wie gefährlich ist das Essen aus dem Supermarkt? (Quelle: Danilin/Thinkstock by Getty-Images)

Magen-Darm-Bakterien in der Nahrung, Salmonellengefahr oder Fremdkörper wie Metallteile in den Speisen: Die Zahl der Lebensmittelrückrufe steigt. Welchen Grund dieser Anstieg hat und wie gefährlich unser Essen wirklich ist, erfahren Sie hier.

50 prozentiger Anstieg in 2016

Die Zahl der Lebensmittelrückrufe ist 2016 deutlich gestiegen. Im vergangenen Jahr waren es allein 148 Produkte und damit 50 Prozent mehr als im Jahr zuvor, wie aus Zahlen des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hervorgeht. Demnach wurden 2015 insgesamt 100 Lebensmittel zurückgerufen, 2014 gab es 107 Warnungen, 2013 waren es 75 und 83 im Jahr 2012.

Warum steigt die Anzahl der Rückrufe?

Ist unser Essen tatsächlich gefährlicher geworden? Experten sind sich sicher, dass es nicht so ist. Sie führen die Zunahme bei den Rückrufen auf eine gestiegene Bereitschaft der Unternehmen zurück, fehlerhafte Produkte auch tatsächlich zu melden.

"Die Rückrufe gab es früher mindestens in gleicher Höhe, aber die Produkte wurden still zurückgerufen, ohne dass es die Verbraucher merkten", sagt Silke Schwartau von der Verbraucherzentrale Hamburg.

Was ist ein "stiller" Rückruf?

Ein "stiller" Rückruf bedeutet in der Lebensmittelbranche den Verkaufsstopp eines Produkts. Verbraucher, die das fehlerhafte Produkt allerdings bereits gekauft haben, werden nicht informiert. Der Rückruf wird in diesem Fall ganz einfach verschwiegen.

Gründe für Rückrufe

Seit Einführung des Meldeportals lebensmittelwarnung.de im Oktober 2011 wurden laut BVL Lebensmittel aus folgenden Gründen zurückgerufen:

  • Mikrobiologische Verunreinigung (38 Prozent)
  • Fremdkörper wie zum Beispiel Plastikteilchen (27 Prozent)
  • Fehlreifungen (10 Prozent)
  • Verwechslungsgefahr (10 Prozent)
  • Kennzeichnungsmängel (9 Prozent)
  • Grenzwertüberschreitungen (7 Prozent)
  • Unzulässige Inhaltsstoffe (5 Prozent)

Die Entwicklung der ansteigenden Lebensmittelrückrufe ist für den Verbraucher also eigentlich ein Vorteil, da Rückrufe immer seltener verschwiegen werden. Ein genereller Rückgang von Rückrufen wäre aber dennoch erstrebenswert.

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