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Die leckersten DDR-Rezepte der t-online-Leser

Ostalgische Gerichte  

Die leckersten DDR-Rezepte der t-online-Leser

Svenja Dilcher
21.12.2020, 16:34 Uhr
Die leckersten DDR-Rezepte der t-online-Leser. Kochende Frau und Ostprodukte (Quelle: imago images/Kai Bienert/Bernd Friedel)

Kochen im Osten: t-online-Leser zeigen uns, wie die DDR schmeckt. (Quelle: Kai Bienert/Bernd Friedel/imago images)

Bereits zum zweiten Mal konnten t-online-Leser uns verraten, welches DDR-Rezept ihr liebstes war. Aus Hunderten Einsendungen haben wir ein Menü zusammengestellt, das es in keinem Kochbuch gibt. Guten Appetit!

Denken Sie an die DDR-Küche, fallen Ihnen vielleicht einige Klassiker ein: Soljanka, Tote Oma, Jägerschnitzel mit Nudeln und Tomatensoße. Kochen in der DDR erforderte jedoch Einfallsreichtum. Mangelte es an bestimmten Lebensmitteln, musste improvisiert werden – und so war Soljanka nicht gleich Soljanka. Es bildete sich in der DDR ein eigener Kochkult mit vielfältigen Gerichten heraus, wie auch die Rezepteinsendungen der t-online-Leser bestätigen.

In unserem Leseraufruf haben wir gefragt, welche Gerichte bei Ihnen auf den Tisch kamen. Hunderte Einsendungen zeigen: Essen stillt nicht nur Hunger, sondern ist auch eng mit Gefühlen und Erinnerungen verbunden. Wir nehmen Sie mit auf eine kulinarische Zeitreise – abseits der großen Rezeptklassiker.

Getränk: Weihnachtspunsch

Klaus R. aus Potsdam erinnert sich, dass es zu DDR-Zeiten bei vielen Weihnachtsfeiern einen Weihnachtspunsch gab. Angesetzt wurde der Punsch mit Primasprit (96% Alkohol). Dieser wurde auch zum Einkochen von Früchten oder zur Likörherstellung verwendet. Klaus R. stellt seinen über 45 Jahre bewährten Weihnachtspunsch heute aber lieber mit Wein und Korn her:

Zutaten:

  • 200 g Mandeln
  • 500 g Rosinen
  • 2 walnussgroße Ingwerstücke in Sirup
  • 200 g Feigen
  • 2 Stangen Zimt
  • 12 Nelken
  • 1 Zitrone
  • 750 g Zucker
  • 10 Flaschen Rotwein
  • 1 Flasche Korn, bei Bedarf 3 weitere Flaschen

"Mandeln, Ingwerstücke, Feigen und Nelken fein hacken. Die Zitrone in Scheiben schneiden. Alles mit den Rosinen, dem Zimt und dem Zucker mischen und mit einer Flasche Korn übergießen. Den Punsch einen Tag stehen lassen. Bei Bedarf: Alles nur mit 250 g Zucker mischen und erst nach dem Abschmecken nachzuckern. Anschließend zehn Flaschen Rotwein und drei Flaschen Korn dazugeben und erhitzen (nicht kochen). Beim ersten Versuch kann man auch nur die zehn Flaschen Rotwein nehmen, abschmecken und den Korn flaschenweise nachgießen."

Hauptspeise: Bananenauflauf

Gabriele K. aus der Uckermark liebt ihren Bananenauflauf. Sie schreibt: "Ihn zu kochen, war selten möglich, aber er hat einen ausgezeichneten Geschmack. Es war unser Lieblingsessen am Tag der Republik. Meine Mutter erzählte mir immer, dass die Süße (durch den Fruchtzucker der Bananen) und die Herzhaftigkeit des sonst relativ normalen Kartoffelgratins den einzigartigen Geschmack ausmachen!"

Zutaten:

  • 500 g Bananen
  • 1 kg Kartoffeln
  • 1 TL Salz
  • 2 TL Pfeffer
  • 1/4 Liter Sahne
  • 1/8 Liter Milch
  • mehrere Scheiben Bodowiner Bauernkäse
  • Speckwürfel

"Bananen schälen, in kleine Scheiben schneiden und diese in einer Auflaufform mit kleingehackten Speckwürfeln und den kleingewürfelten Kartoffeln vermischen. Salz und Pfeffer hinzugeben. Danach mit der Sahne und Milch begießen. Mehrere Scheiben Bodowiner Bauernkäse an der Oberfläche platzieren, bis das Gemisch vollständig mit Käse abgedeckt ist. Die Auflaufform nun für 60 Minuten bei 220 Grad in einem handelsüblichen DDR Backautomaten platzieren und den ganzen Auflauf gut garen lassen. Anschließend aus dem Ofen herausnehmen und genießen!"

Nachspeise: Kalter Hund

"Kalter Hund" ist ein kultiger Kekskuchen. Er ist auch bekannt unter "Kalte Schnauze" oder "Lukullusschnitten". Ganz ohne backen lässt sich der Kuchen zubereiten. Rick G. schwärmt: "Die Zubereitung war Teamwork, die ganze Familie hat mitgemacht."

Zutaten:

  • 200 g Zartbitterschokolade
  • 200 g Vollmilch-Kuvertüre
  • 250 g Kokosfett
  • 2 Eier
  • 75 g Puderzucker
  • 2 EL Kakao
  • 5 EL Milch
  • 200 g Butterkekse
  • Kakao zum Verzieren

"Zartbitterschokolade und Vollmilch-Kuvertüre hacken. Kokosfett mit der Schokolade und Kuvertüre im heißen Wasserbad schmelzen. Eier, Puderzucker, Kakao und Milch mit einem Schneebesen cremig rühren. Die geschmolzene Schokolade gut unterrühren und die Masse zurück auf das Wasserbad stellen. Eine Kastenform (1,5 Liter Inhalt) mit Frischhaltefolie oder Backpapier auslegen. Den Boden der Form mit Schokocreme ausstreichen. Auf die Schokoladenschicht nun vier bis fünf Butterkekse nebeneinander in die Form legen. Den Schichtvorgang so lange wiederholen, bis alle Kekse und die Schokocreme verbraucht sind. Das Schichten mit einer Lage Kekse abschließen und den Kuchen im Kühlschrank mindestens sechs bis acht Stunden fest werden lassen. Den Kuchen aus dem Kühlschrank nehmen, stürzen und ggf. die Frischhaltefolie bzw. das Backpapier abziehen. Den fertigen Kuchen nach Belieben mit Kakao bestäuben und servieren."

Liebe Leserinnen und Leser, wir suchen weiterhin Ihre Rezeptempfehlungen. Teilen Sie uns per E-Mail unter dem Betreff "DDR-Rezepte" an lesermeinung@stroeer.de mit, welches Rezept man unbedingt nachkochen sollte. Schreiben Sie uns neben den Zutaten und Mengenangaben gerne auch, was Sie mit dem Gericht verbinden. Eine Auswahl der Einsendungen werden wir mit Nennung des Namens veröffentlichen.

Verwendete Quellen:
  • Einsendungen von t-online-Lesern

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