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Brauereien weiter unter Druck: Wird Bier bald teurer?

Von dpa
Aktualisiert am 28.01.2022Lesedauer: 4 Min.
Volksfeste fallen weiterhin aus.
Volksfeste fallen weiterhin aus. Der Deutsche Brauer-Bund rechnet nach deutlichen AbsatzrĂŒckgĂ€ngen in der Corona-Krise allenfalls mit einer langsamen Erholung des Biermarktes. (Quelle: Peter Kneffel/dpa./dpa)
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Berlin (dpa) - Steigende Preise könnten in den nĂ€chsten Monaten auch die Biertrinker in Deutschland erreichen. Etliche große Brauereien haben in den vergangenen Wochen Preiserhöhungen fĂŒr Großkunden angekĂŒndigt. Das betrifft nicht nur die obere Preislage, sondern in einzelnen FĂ€llen auch schon die untere.

Vor allem das ertragsstarke FassbiergeschÀft der Brauereien leidet stark in der Pandemie. Derweil ist in der Braubranche von einer Kostenexplosion nicht nur bei Energie, sondern auch bei Rohstoffen bis hin zu Kronkorken die Rede.

Absatzeinbruch auf dem Biermarkt

Beim Bierabsatz ging es im vergangenen Jahr zugleich weiter nach unten, wie der Deutsche Brauer-Bund am Freitag schĂ€tzte. Der RĂŒckgang spiegle aber nicht einmal ansatzweise das Ausmaß der Krise wider, teilte HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer Holger Eichele mit. Er erwartet nur eine langsame Markterholung.

Die Hoffnung, die Talsohle in der Pandemie 2021 durchschritten zu haben, hat sich nach Worten von Eichele fĂŒr viele Betriebe nicht erfĂŒllt. Der Brauer-Bund geht wenige Tage vor Bekanntgabe der Zahlen durch das Statistische Bundesamt fĂŒr das alkoholhaltige Bier von einem weiteren AbsatzrĂŒckgang von 3 bis 4 Prozent im vergangenen Jahr aus. Damit seien noch einmal 200 bis 300 Millionen Liter weniger alkoholhaltiges Bier als 2020 abgesetzt worden, als es ein Rekordminus von 5,5 Prozent gab. Die Brauer hĂ€ngen mit ihrem Fassbierabsatz am Ausschank in der Gastronomie, die monatelang schließen musste. Zudem fielen Volks- und SchĂŒtzenfeste aus.

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Das GetrĂ€nkemagazin "Inside" hĂ€lt die SchĂ€tzung des Brauer-Bunds zum AbsatzrĂŒckgang fĂŒr 2021 fĂŒr etwas zu hoch gegriffen: Es rechnet mit einem Minus von bis zu drei Prozent.

Preissteigerungen bei Malz und Energie

"Der historische Absatzeinbruch auf dem Biermarkt trifft auf eine nie gekannte Preisexplosion - fĂŒr viele Betriebe wird das zu einer existenziellen Bedrohung", sagte Eichele. So hĂ€tten sich die Kosten fĂŒr Transportpaletten binnen eines Jahres verdoppelt und die Preise fĂŒr Malz als wichtiger Braurohstoff um bis zu 60 Prozent erhöht. Noch extremer fielen die Preissteigerungen bei Strom und Gas aus. Eine Pleitewelle habe es bei Brauern bisher zwar nicht gegeben, aber einzelne Betriebsaufgaben, denen weitere folgen könnten. Viele Brauer mussten laut Verband ihre RĂŒcklagen angreifen und aufbrauchen.

Krombacher und Veltins wollen Preise erhöhen

Die Branche steht also mĂ€chtig unter Druck. Allerdings ist offen, in welchem Umfang Handelsriesen Preiserhöhungen akzeptieren und an Verbraucher weitergeben. Denn gerade bei großen Pilsmarken verkauft der Handel einen Großteil in den wöchentlichen Aktionen. Unter anderem hat Krombacher Preiserhöhungen ab April auch fĂŒr Schweppes-Softdrinks angekĂŒndigt. Veltins will im April ebenfalls die Preise anheben. Die Bitburger Braugruppe setzt zum Mai verschiedene Produkte höher im Preis an. Auch Oettinger plant Preiserhöhungen, ohne Details zu nennen. Vertriebschef Peter Böck betont zugleich: "Der deutsche Biermarkt ist und bleibt hart umkĂ€mpft." Der Wettbewerb im Handel habe sich durch die Corona-Krise eher noch verschĂ€rft.

Neben Schatten gibt es aber auch Licht, neben vielen Verlierern auch einige Gewinner. Alkoholfreies Bier, das vom Statistischen Bundesamt nicht erfasst wird, gewinnt an Beliebtheit. Seit 2007 hat sich die Produktion alkoholfreier Biersorten in Deutschland nach Berechnungen des Brauer-Bundes mehr als verdoppelt auf etwa gut 680 Millionen Liter im vergangenen Jahr. Die Exporte zogen frĂŒher als erwartet an. Der Exportanteil der Branche ist laut Verband mit dem Rekordhoch von 18 Prozent doppelt so hoch wie zur Jahrtausendwende. Die ZuwĂ€chse bei Ausfuhren in DrittlĂ€nder wie China und auch bei alkoholfreiem Bier könnten aber RĂŒckgĂ€nge beim Fassbier im Inland nicht ausgleichen.

Laut GetrĂ€nkemagazin "Inside" haben von den zehn grĂ¶ĂŸten Biermarken in Deutschland drei Marken 2021 AbsatzzuwĂ€chse verzeichnet, darunter Veltins mit einem Rekordwert. Nach Veltins-Berechnungen belastet ein zweijĂ€hriger Umsatzausfall von 1,8 Milliarden Euro die deutsche Brauwirtschaft. "Es wird bei vielen Brauereien lĂ€nger dauern, bis die eingeschrĂ€nkte Finanzkraft und LiquiditĂ€t wiederkehrt", sagt der GeneralbevollmĂ€chtigte Michael Huber. FĂŒr das eigene GeschĂ€ft rechnet er erst Ende 2023 damit, den Fassbierabsatz 2019 wieder zu erreichen.

Gastwirte schließen freiwillig ihre Lokale

Der Deutsche Brauer-Bund rechnet fĂŒr das laufende Jahr allenfalls mit einer langsamen Besserung der Lage. Verunsicherte Verbraucher, verschĂ€rfte Zugangsregeln fĂŒr die Gastronomie und die Absage vieler Events wirkten sich fĂŒr die von mittelstĂ€ndischen und handwerklichen Betrieben geprĂ€gte Brauwirtschaft beinahe wie ein erneuter Lockdown aus, sagte Eichele. Viele Gastwirte haben den Angaben nach ihre Lokale mangels RentabilitĂ€t bereits freiwillig geschlossen. In der Folge hĂ€tten im Januar immer mehr Brauereien erneut Kurzarbeit anmelden mĂŒssen und die AbfĂŒllung von Fassbier bremsen mĂŒssen.

Der Pro-Kopf-Verbrauch an Bier in Deutschland ist schon vor der Pandemie unter die Marke von 100 Litern im Jahr gerutscht. In der Corona-Krise hat sich der Trend verschĂ€rft. Auch in den LĂ€den sei weniger Bier gekauft worden, obwohl der Einzelhandel mit hohen Rabatten lockte, erklĂ€rt "Inside"-Herausgeber Niklas Other. Seit vielen Jahren macht der deutschen Brauwirtschaft die alternde Gesellschaft mit weniger Bierkonsum zu schaffen. Dazu kĂ€men ein wachsendes Gesundheitsbewusstsein und dass junge Leute maßvoller trĂ€nken, wie ein Vertreter der Branche aufzĂ€hlt.

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