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"Öko-Test": Diese Babytragen sind "Totalausfälle"

"Öko-Test" urteilt  

Diese Babytragen sind "Totalausfälle"

26.03.2020, 07:40 Uhr | cch, t-online.de

"Öko-Test": Diese Babytragen sind "Totalausfälle". Tragehilfe: Eine Babytrage sollte dem Nachwuchs ermöglichen, in der Anhock-Spreiz-Haltung Platz zu nehmen. Die Beine sind dabei etwas angezogen und leicht nach außen gespreizt. (Quelle: Getty Images/Halfpoint/Symbolbild)

Tragehilfe: Eine Babytrage sollte dem Nachwuchs ermöglichen, in der Anhock-Spreiz-Haltung Platz zu nehmen. Die Beine sind dabei etwas angezogen und leicht nach außen gespreizt. (Quelle: Halfpoint/Symbolbild/Getty Images)

"Öko-Test" hat Babytragen genauer untersucht. Die getesteten Tragen weisen nur wenige Mängel bei den Inhaltsstoffen auf. Dafür fallen einige von ihnen durch den Praxistest.

Eine gute Babytrage stützt das Kind und sorgt dabei für eine gute Haltung. Das leisten aber nicht alle Tragen, wie eine Untersuchung von "Öko-Test" (April 2020) zeigt. Drei Tragen fielen dabei aufgrund ihrer schlechten Gebrauchseignung durch.

Diese Babytragen fielen bei "Öko-Test" durch

Zwei nennt "Öko-Test" sogar "Totalausfälle". In der einen, "Chicco Myamaki Complete, grey stripes" von Artsana, nahmen alle Kinder im Praxistest eine "zusammengesackte, physiologisch unakzeptable" Haltung ein. Das liege daran, dass die Trage zu groß konstruiert ist und kaum Einstellungsmöglichkeiten bietet, so die Tester. Für Babys im Alter von unter einem Jahr sei es darin unmöglich, genügend Kontakt zur Trageperson zu finden und die optimale Tragestellung einzunehmen. Stattdessen würden die Beine der Kinder haltlos nach unten hängen. Auch die Handhabung der Trage hat mehrere Mängel.

Die andere mit "ungenügend" bewertete Trage fiel vor allem wegen eines Sicherheitsmangels auf. Das Produkt "Cybex Yema Click Baby Carrier, Denim/Manhattan Grey" von Cybex hat ein Problem mit den Gurten und Schnallen. In einem der Tests riss sogar eine Verbindungsschnalle des Brustgurtes aus der Führung. Das könnte im schlimmsten Fall dazu führen, dass das Baby aus der Trage rutscht. Darüber hinaus saß das Baby auch hierin nicht immer optimal: Teilweise war die Beckeneinstellung zu weit nach hinten orientiert, teilweise wurde der Rücken überstreckt. Der Anbieter hat nach eigenen Angaben aber mittlerweile nachjustiert und Führungsschiene und Schnallenform verändert.

Die Haltung der Babys war auch im "Baby Carrier Move Airy Mesh, Grey" von Baby Björn nicht besonders gut. Die Beine der Kinder finden in dieser Trage zu wenig Halt, weil der Sitzsteg "Öko-Test" zufolge zu schmal ist. Die Beine hängen herunter, das Becken wird gekippt – aus orthopädischer Sicht ist das nicht gut. Zudem könne es zu einer starken Überstreckung der Wirbelsäule kommen. Somit erhält das Modell als Gesamtnote ein "Mangelhaft".

Wenige bedenkliche Inhaltsstoffe

Die Testergebnisse zu umstrittenen Inhaltsstoffen bewertet die Zeitschrift hingegen insgesamt positiv. Alle Tragen sind frei von giftigen Schwermetallen und krebserregenden Farbstoffbestandteilen. Das Labor wies allerdings in zwei Tragen halogenorganische Verbindungen nach. Zu diesen Verbindungen gehören auch Stoffe, die Allergien auslösen können. Zudem entdeckte es in allen zehn getesteten Tragen optische Aufheller. Sie gelten als umweltbelastend.

Insgesamt vergaben die Tester fünfmal das Urteil "sehr gut" und einmal "gut". Ein Modell war "befriedigend", eins "mangelhaft" und zwei "ungenügend". Die Tragen wurden einem Praxistest unterzogen, bei dem neben der Handhabung vor allem auf die allgemeine Haltung und Stützung des Kindes sowie auf seine Beinhaltung geachtet wurde. Expertinnen aus der Trageberatung und Kinderphysiotherapie schauten sich die Tragen im Einsatz an. Darüber hinaus prüfte sie ein Labor auf bedenkliche Inhaltsstoffe.

Das ausführliche Testergebnis lesen Sie in der April-Ausgabe von "Öko-Test".

Verwendete Quellen:

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