• Home
  • Leben
  • Familie
  • Familienleben
  • Muttertag
  • Muttertag 2022: Darum feiern wir den Tag


Nachrichten
Ratgeber-Artikel

Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Muttertag: So ist der Tag wirklich entstanden

Von t-online, sah

Aktualisiert am 08.05.2022Lesedauer: 4 Min.
Muttertag: Floristen haben den Ehrentag in den 1920er-Jahren hierzulande begründet, sein Ursprung liegt aber woanders.
Muttertag: Floristen haben den Ehrentag in den 1920er-Jahren hierzulande begründet, sein Ursprung liegt aber woanders. (Quelle: Mascha Brichta/dpa-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild für einen TextTchibo gibt Russland-Geschäft aufSymbolbild für einen TextHabeck: Gebäude nur noch 19 Grad warmSymbolbild für einen TextÄrzte-Chefin zerreißt Lauterbach-KonzeptSymbolbild für einen TextErstes Gasspeicher-Ziel fast erreichtSymbolbild für einen TextSchwerer Wohnmobil-Unfall auf A8Symbolbild für einen TextTrikot wird für Millionensumme verkauftSymbolbild für ein VideoLiegenwahnsinn auf MallorcaSymbolbild für einen Text"Mit 38?" Klubchef lehnt Ronaldo abSymbolbild für einen TextKultband sagt komplette Europatour abSymbolbild für ein VideoMordfall nach 52 Jahren gelöstSymbolbild für einen TextLkw-Fahrer fleht auf A40 um HilfeSymbolbild für einen Watson TeaserBeatrice Egli zeigt sich freizügigSymbolbild für einen TextÜberbein behandeln

Jedes Jahr am zweiten Sonntag im Mai ist Muttertag. Doch ein Gerücht hält sich dabei hartnäckig: Haben die Nationalsozialisten den Muttertag erfunden?

Das Wichtigste im Überblick


Der Muttertag, dessen Wurzeln weit in die Geschichte zurückreichen, hat sich in den 1920er-Jahren hierzulande etabliert. Einige denken allerdings immer noch, dass er eine Erfindung der Nationalsozialisten sei.


Tipps für das perfekte Muttertagsfrühstück

Ein perfektes Frühstück für den Muttertag
Frühstück am Muttertag: Kaffee oder lieber Tee?
+6

Die Nazis erklärten den Tag zwar zum offiziellen Feiertag und missbrauchten ihn zu Propagandazwecken. Erfunden haben sie ihn aber keineswegs.

Verehrung mütterlicher Tugenden schon in der Antike

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Gerhard Schröder verklagt den Bundestag
Gerhard Schröder (Archivbild): Der SPD-Politiker darf vorerst in der Partei bleiben.


Die Verehrung mütterlicher Tugenden geht bis in die Antike zurück. Bei ihren Frühlingsfesten huldigten die alten Griechen zum Beispiel Rhea, der Göttin der Erde und der Fruchtbarkeit.

Britische Historiker berichten vom "Mothering Day", dessen Tradition, zunächst "Mutter Kirche" gewidmet, im Mittelalter begann. Später durften an diesem Tag im Frühling vor allem Kinder im Dienste wohlhabender Familien zu ihren Müttern zurückkehren. Als kleines Geschenk brachten sie ihnen unterwegs gepflückte Blumen mit.

Ursprung: So ist der Muttertag wirklich entstanden

Seinen Ursprung hat der Muttertag in seiner modernen Form allerdings in den USA, wo die Dichterin und Frauenrechtlerin Julia Ward Howe 1870 angesichts von Krieg und Sklaverei einen "Muttertag des Friedens" forderte – eine Idee, die Jahrzehnte später die Feministin Anna Marie Jarvis wieder aufnahm. Um ihre zwei Jahre zuvor verstorbene Mutter Ann Maria Reeves Jarvis zu ehren und auf Probleme von Frauen aufmerksam zu machen, forderte sie 1907 einen Festtag für alle Mütter.

Auf ihr Drängen wurde im darauffolgenden Jahr erstmals allen Müttern eine Andacht gewidmet. Zudem ließ Jarvis 500 weiße Nelken im Gedenken an ihre verstorbene Mutter vor der örtlichen Kirche an andere Mütter austeilen. Ann Maria Reeves Jarvis, die Mutter von Anna Jarvis hatte schon 1865 versucht, eine Mütterbewegung namens "Mother's Friendship Day" zu gründen. Doch erst ihre Tochter schaffte es, einen "Tag der Mutter" als anerkannten Feiertag durchzusetzen, der in den USA erstmals 1914 offiziell gefeiert wurde.

Kommerzialisierung des Muttertags

Nachdem die Engländer den Muttertag von den Amerikanern übernommen hatten, wurde dieser 1917 auch in der Schweiz eingeführt. Es folgten 1918 Norwegen, 1919 Schweden, 1923 Deutschland und 1924 Österreich. Im Laufe der Zeit wurde der Muttertag stark kommerzialisiert. Im Vordergrund standen nicht mehr der ursprüngliche Gedanke des Feiertags, sondern vielmehr die Muttertagsgeschenke. Besonders die Floristen unterstützten den Konsumgedanken und warben für den Kauf von Blumen zum Muttertag.

Anna Jarvis war darüber so verärgert, dass sie und ihre Schwester ihre Familienerbschaft aufwendeten, um sich nun gegen den Feiertag stark zu machen. Kurz vor ihrem Tod im Jahr 1948 gab sie noch einmal ein Interview und erzählte einem Reporter, dass sie bedauere, den Tag ins Leben gerufen zu haben.

1923: Erster Muttertag in Deutschland

In Deutschland gab es den ersten Muttertag am 13. Mai 1923 – initiiert aus rein kommerziellen Interessen vom "Verband Deutscher Blumengeschäftsinhaber". Noch heute freuen sich Floristen am Muttertag über einen der umsatzstärksten Tage im Jahr.

Blumen: Sie sind ein beliebtes Geschenk zum Muttertag.
Blumen: Sie sind ein beliebtes Geschenk zum Muttertag. (Quelle: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-tmn)

Muttertag und Nationalsozialisten

Die Nationalsozialisten erklärten den Tag 1934 schließlich zum nationalen Fest, stellten ihn in den Dienst ihrer Propaganda und reduzierten die Rolle der Frau auf ihre Gebärfähigkeit. "Mit jedem Kind, das die Frau der Nation zur Welt bringt, kämpft sie ihren Kampf für die Nation", betonte Adolf Hitler.

Am Muttertag 1939 etwa wurde drei Millionen Frauen das "Ehrenkreuz der deutschen Mutter" verliehen – eine Medaille für besondere Gebärleistungen. Ab dem vierten Kind gab es die Auszeichnung in Bronze, ab dem sechsten in Silber, für acht und mehr Kinder die Variante in Gold.

Kein Muttertag in der DDR

In der DDR gab es keinen Muttertag. An seiner Stelle wurde der Internationale Frauentag eingeführt, der am 8. März gefeiert wurde. Auch alle anderen Ostblockstaaten ignorierten den Muttertag. Erst seit der Wiedervereinigung wird wieder in ganz Deutschland einheitlich der Muttertag begangen.

Allerdings ist der Gedenktag nicht gesetzlich auf einen bestimmten Tag datiert. Die Floristenverbände haben sich auf den zweiten Sonntag im Mai geeinigt, was zur Folge hat, dass Pfingstsonntag und Muttertag in manchen Jahren auf denselben Tag fallen.

Wann feiern wir Muttertag?

Der Termin für den Muttertag 2022 ist der 8. Mai. In den kommenden Jahren fällt der Muttertag auf folgende Sonntage:

Jahr Datum
2022 8. Mai
2023 14. Mai
2024 12. Mai
2025 11. Mai

Blumen zum Muttertag: Die richtige Bedeutung

Muttertag: Für Verbundenheit stehen gelbe Rosen.
Muttertag: Für Verbundenheit stehen gelbe Rosen. (Quelle: Patrick Pleul/dpa-bilder)

Blumen zählen zu den beliebtesten Muttertagsgeschenken – doch welche Sorte ist die Richtige? Rote Rosen stehen zwar für Liebe, aber eher die Liebe zu einem Partner. Ein schönes Blumengeschenk zum Muttertag sind dagegen beispielsweise gelbe Rosen. Sie stehen für Dankbarkeit, aber auch Glück und Freude. Rosa Rosen symbolisieren dagegen zärtliche Liebe und Wärme, Glück und Hoffnung.

Auch Orchideen eignen sich gut zum Muttertag. Sie vermitteln unter anderem Bewunderung. Gerbera stehen für Zuneigung und Freude. Lilien bekunden Respekt, aber sie symbolisieren zugleich auch Liebe und Schönheit.

Geschenkideen auf einen Blick

Doch Mütter freuen sich nicht nur über Blumen. Hier finden Sie ein paar weitere Anregungen:

  • Muttertagsfrühstück
  • Einladung zum Essen
  • Gemeinsame Unternehmungen
  • Wellnessgutschein
  • Pralinen (z.B. Hallingers Pralinen "Danke Mama")
  • Hochwertiger Kaffee oder Tee
  • Delikatessen oder besondere Zutaten zum Kochen (z.B. ein italienischer Geschenkkorb)
  • Fotogeschenke oder ein Erinnerungsalbum
  • Bücher
  • Persönliches Gedicht oder Brief
  • Parfum (z.B. Eau de Parfum "Ma Vie" von Boss)
  • Schmuck (z.B. Damen-Ohrstecker von Liebeskind)

Es muss auch nicht immer etwas Teures sein. Viele Mütter schätzen ebenso Gebasteltes oder selbstgemachtes Essen.

Eine andere Idee ist ein Album mit den schönsten gemeinsamen Fotos. Notieren Sie zu jedem der Bilder einen kleinen Satz – etwa wo die Aufnahme gemacht wurde oder was das Besondere an dem Tag war.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
DeutschlandNorwegenSchweizUSA
Ratgeber

t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website