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Meisen bestimmen: So unterscheiden Sie die verschiedenen Arten

Heimische Singvögel  

So unterscheiden Sie die verschiedenen Meisenarten

07.06.2018, 18:37 Uhr | Ann-Christin Hübner, sah, t-online.de

Meisen bestimmen: So unterscheiden Sie die verschiedenen Arten. Zwei Meisen auf einem Ast: Nicht alle Meisenarten lassen sich so leicht auseinanderhalten wie die Blaumeise (links) und die Kohlmeise. (Quelle: Getty Images/Nataba)

Zwei Meisen auf einem Ast: Nicht alle Meisenarten lassen sich so leicht auseinanderhalten wie die Blaumeise (links) und die Kohlmeise. (Quelle: Nataba/Getty Images)

Die Meise ist ein oft gesehener Gast in unseren Gärten und gehört zu den Singvögeln. Insgesamt gibt es rund 50 Meisenarten weltweit. Welche Meisen in Deutschland heimisch sind und an welchen Merkmalen Sie sie unterscheiden können.

Meisen sind kleine Vögel mit kräftigem Schnabel. Je nach Art ist ihr Gefieder unterschiedlich gefärbt. Einige Meisen sind Standvögel, sie bleiben das ganze Jahr über in ihrem Lebensraum.

Andere Meisen wiederum zählen zu den Teilziehern, das heißt einige Vögel überwintern in ihrem Brutgebiet, ein Teil der Population fliegt hingegen für ein wärmeres Winterquartier in den Süden.

Meisenarten in Deutschland

In Deutschland sind folgende Meisenarten heimisch:

  • Kohlmeise
  • Blaumeise
  • Haubenmeise
  • Tannenmeise
  • Weidenmeise
  • Sumpfmeise

Die Kohlmeise ist die größte Meisenart in Deutschland und an ihrem bunten Gefieder mit schwarzem Kopf, weißen Backen und gelber Unterseite eindeutig zu erkennen. Die Männchen haben außerdem einen kräftigen schwarzen Bruststrich.

Eine Kohlmeise in einem Vogelhäuschen: Die Kohlmeise ist an ihrem bunten Gefieder mit dem schwarzen Kopf, den weißen Backen und der gelben Unterseite eindeutig zu erkennen. (Quelle: Sebastian Gollnow/dpa)Eine Kohlmeise in einem Vogelhäuschen: Die Kohlmeise ist an ihrem bunten Gefieder mit dem schwarzen Kopf, den weißen Backen und der gelben Unterseite eindeutig zu erkennen. (Quelle: Sebastian Gollnow/dpa)

Die Blaumeise ist mit ihrem blauen Kopf, den weißen Wangen, der blauen Oberseite und der gelben Unterseite ebenfalls unverwechselbar.

Eine Blaumeise in einem Garten: Die Blaumeise ist mit ihrem blauen Kopf, den weißen Wangen, der blauen Oberseite und der gelben Unterseite unverwechselbar. (Quelle: Patrick Pleul/dpa)Eine Blaumeise in einem Garten: Die Blaumeise ist durch ihr farbenfrohes Gefieder unverwechselbar. (Quelle: Patrick Pleul/dpa)

Nicht allzu schwierig zu bestimmen ist auch die grau-braune Haubenmeise, mit ihrer charakteristischen schwarz-weiß gefleckten Federhaube und der schwarzen Kehle.

Eine Haubenmeise pickt Körner aus einem Futternetz: Ebenfalls nicht allzu schwierig zu bestimmen ist die grau-braune Haubenmeise, mit ihrer charakteristischen schwarz-weiß gefleckten Federhaube und der schwarzen Kehle. (Quelle: Felix Kästle/dpa)Eine Haubenmeise pickt Körner aus einem Futternetz: Mit ihrer charakteristischen Federhaube ist diese Meisenart nicht allzu schwierig zu bestimmen. (Quelle: Felix Kästle/dpa)

Die Tannenmeise sieht mit ihrem schwarzen Kopf und den weißen Wangen wie eine kleine Ausgabe der Kohlmeise aus, allerdings fehlt der Tannenmeise der schwarze Bruststrich und sie hat einen unverkennbaren weißen Nackenfleck.

Tannenmeise auf einem Ast: Die Tannenmeise sieht mit ihrem schwarzen Kopf und den weißen Wangen wie eine kleine Ausgabe der Kohlmeise aus, allerdings fehlt der Tannenmeise der schwarze Bruststrich und sie hat einen unverkennbaren weißen Nackenfleck. (Quelle: Getty Images/Bebedi)Tannenmeise auf einem Ast: Die Tannenmeise hat einen unverkennbaren weißen Nackenfleck. (Quelle: Bebedi/Getty Images)

Schwieriger wird das Bestimmen der Meisenarten bei den recht ähnlich aussehenden Sumpf- und Weidenmeisen. Beide Vögel haben einen grau-braunen Rücken und eine etwas hellere Unterseite. Ihr Kopf ist schwarz mit einem schwarzen Kinnfleck, der bei der Weidenmeise allerdings etwas größer ist.

Weidenmeise auf einem Baum: Sumpf- und Weidenmeisen sehen sehr ähnlich aus. Beide Vögel haben einen grau-braunen Rücken und eine etwas hellere Unterseite. Der schwarze Kinnfleck ist bei der Weidenmeise etwas größer. Außerdem ist die Kopfoberseite bei der Weidenmeise matt. Die Weidenmeise zeichnet sich zudem durch eine helle Stelle auf den Flügelfedern aus. (Quelle: Getty Images/Mats Lindberg)Weidenmeise auf einem Baum: Sumpf- und Weidenmeisen sehen sich sehr ähnlich. Der größere schwarze Kinnfleck, die matte Kopfoberseite und eine helle Stelle auf den Flügelfedern unterscheidet die Weidenmeise jedoch von der Sumpfmeise. (Quelle: Mats Lindberg/Getty Images)

Außerdem ist die Kopfoberseite bei der Weidenmeise matt, bei der Sumpfmeise glänzt sie. Die Weidenmeise zeichnet sich zudem durch eine helle Stelle auf den Flügelfedern aus.

Sumpfmeise im Wald: Die Sumpfmeise hat einen kleineren schwarzen Kinnfleck als die Weidenmeise. Außerdem glänzt die Kopfoberseite bei der Sumpfmeise, bei der Weidenmeise ist sie hingegen matt. (Quelle: Getty Images/Gert Hilbink)Sumpfmeise im Wald: Die Sumpfmeise zeichnet sich durch ihren kleinen schwarzen Kinnfleck und die glänzende Kopfoberseite aus. (Quelle: Gert Hilbink/Getty Images)

Nahrung der Meisen

Die Meise ist ein Allesfresser, hauptsächlich stehen Insekten auf ihrem Speiseplan, aber auch Larven, Spinnen, Blattläuse und Pflanzensamen. Im Winter werden die kleinen Vögel häufig zu Vegetariern und ernähren sich von ölhaltigen Samen und Nüssen.

Auch vom Menschen angelegte Futterstellen werden zur kalten Jahreszeit gerne angenommen. Besonders fetthaltige Meisenknödel, an denen die Tiere sich mit ihren Krallen festhalten können, sind beliebt bei den elf bis 16 Zentimeter kleinen Vögeln.

Meisenknödel selbst herstellen

Um einen Meisenknödel als Futter für die Singvögeln in der kalten Jahreszeit selbst herzustellen, benötigen Sie circa 150 Gramm Fett (Rindertalg oder Kokosfett), eine Körnermischung, die zum Beispiel Sonnenblumenkerne enthält und eine Kordel als Meisenknödelhalterung.

Schmelzen Sie das Fett in einem Kochtopf, lassen Sie es jedoch nicht aufkochen und rühren Sie es dabei gut um. Achten Sie beim Einfügen der Körnermischung auf die Dosis. Zu viel Futter führt zu einer spröden Mischung. Damit die Futterstelle länger hält, geben Sie noch ein wenig Speiseöl zu der Mischung dazu. Dies stabilisiert den Zusammenhalt.

Nachdem der gesamte Topfinhalt abgekühlt ist, können Sie mit den Händen runde Kugeln herstellen. Hierbei kann die Kordel zur späteren Aufhängung direkt mit eingearbeitet werden. Nach einigen Stunden ist die Trocknung abgeschlossen und Sie können einen passenden Zweig auswählen, um den selbstgemachten Meisenknödel aufzuhängen.

Wann brüten Meisen?

Die Brutzeit der Meisen beginnt im Vergleich zu anderen Vögeln recht früh, meist Anfang April – und ist daran zu erkennen, dass die Männchen mehr singen als sonst. Sie machen sich oft schon im Winter auf die Suche nach geeigneten Nistplätzen. Häufig finden sich in dieser Zeit auch schon künftige Meisenpaare zusammen.

Gebaut wird das Meisennest aber vom Weibchen. Es besteht aus Materialien wie Moos, Haaren, Wurzeln, Grashalmen und Flechten. Je nachdem, ob die Vögel später ein oder zwei Mal Eier legen, kann sich die Brutzeit bis in den Juli hinein ziehen.

Wie oft brüten Meisen?

Wie oft Meisen pro Saison brüten, hängt zunächst einmal von der Art ab. Sumpfmeisen und Weidenmeisen haben mehr als eine Brut im Jahr. Kohlmeisen und Blaumeisen, die häufigsten heimischen Meisenarten, brüten nur sehr selten zwei Mal pro Saison. Das hängt auch von Klima und Nahrungsangebot ab. Bei der Tannenmeise kommt eine zweite Brut dagegen öfter vor.

Meisen sind Höhlenbrüter

Ihr Nest baut die Meise in Höhlungen in Bäumen, Felsen oder Mauern. Die Kohlmeise beispielsweise bevorzugt morsche Baumhöhlen, weshalb sie in jungen Waldbeständen selten zu finden ist. Stehen nicht ausreichend natürliche Höhlen zur Verfügung, brüten viele Meisen in speziellen Nistkästen. Gerade in stark vom Menschen beeinflussten Lebensräumen werden diese sogenannten künstlichen "Meisenkästen" von den Höhlenbrütern gerne bezogen. Es lohnt sich daher, einen oder sogar mehrere Meisenkästen im Garten zu platzieren

Nistkästen für Meisen selbst bauen

Möchten Sie einen Nistkasten für Meisen bauen, eignet sich als Grundmaß eine Fläche von zwölf mal zwölf Zentimetern. Ein Dach mit einem möglichst breiten Überstand schützt die Tiere vor Fressfeinden. Der Meisenkasten sollte an allen Seiten geschlossen sein und nur an der Front ein Einflugloch haben. Für Kohlmeisen sollte das Loch einen Durchmesser von 32 Millimetern haben, bei allen anderen Meisenarten genügen 28 Millimeter. Die Unterkante des Lochs sollte immer mindestens 17 Zentimeter über dem Kastenboden liegen.

Meise vor einem Nistkasten: Das Einflugloch sollte in Richtung Südosten zeigen. (Quelle: Getty Images/ian600f)Meise vor einem Nistkasten: Das Einflugloch sollte in Richtung Südosten zeigen. (Quelle: Getty Images/ian600f)

Achten Sie beim Material darauf, dass der Kasten aus unbehandeltem Holz besteht. Am besten eignen sich 20 Millimeter dicke Hölzer, etwa aus Eiche, Robinie oder Lärche. Diese sind gut haltbar. Verzichten Sie auf Holzschutzmittel, denn es könnte die Gesundheit der Tiere beeinträchtigen. Lösungsmittelfreie Farben auf Wasserbasis und Leinöl schützen die Außenwände vor Feuchtigkeit.

Tipp: Gut sind vier Löcher mit etwa fünf Millimeter Durchmesser zur Belüftung und Entfeuchtung im Boden.

Für die Anbringung des Meisenkastens eignet sich am besten ein Platz, der zwei oder drei Meter über dem Boden liegt – etwa an einem Baum oder der Hauswand. Auf keinen Fall sollte sich der Nistkasten in einer Astgabel befinden. Hier können Katzen und andere Feinde der Meisen ans Nest gelangen. Außerdem wichtig: Damit die Sonne das Vogelhaus morgens erwärmen kann, sollte das Einflugloch in Richtung Südosten zeigen. Bringen Sie den Nistkasten am besten bis spätestens März an – hier gilt: Je früher, desto besser, da Meisen ältere Nistkästen bevorzugen.


Brut und Aufzucht der Jungvögel

Meisen gehen während der Brutzeit eine saisonale, monogame Bindung mit dem Partner ein. Da die meisten Vögel eine starke Ortsbindung haben, kann es sogar vorkommen, dass sich bestimmte Paare immer wieder zusammenfinden. Nach der Balz legt das Weibchen ab April zwischen fünf und 15 Eier. Während dieser etwa zweiwöchigen Brutzeit wird im Schnitt pro Tag ein Ei gelegt.

Die Meise in ihrem Nest: Nachdem die Jungen geschlüpft sind, kümmern sich beide Eltern um den Nachwuchs. (Quelle: Getty Images/Zoonar RF)Die Meise in ihrem Nest: Nachdem die Jungen geschlüpft sind, kümmern sich beide Eltern um den Nachwuchs. (Quelle: Zoonar RF/Getty Images)

Bei den Meisen wärmt ausschließlich das Weibchen die Eier. Das Männchen bewacht in dieser Zeit das Nest und füttert seine brütende Partnerin. Wird die Meisendame bei der Brut gestört, gibt sie typische Zischlaute zur Verteidigung von sich.

Nachdem die Jungen geschlüpft sind, kümmern sich beide Elternteile um den Nachwuchs, der gefüttert und bewacht werden muss. Etwa nach drei Wochen wagen die Küken erste Flugversuche. Nach vier bis fünf Wochen verlassen die Küken endgültig das Nest. Je nachdem, ob das Elternpaar ein zweites Mal brütet, werden die Kinder noch bis zu vier Wochen weiter versorgt.

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Was tun, wenn ein Küken aus dem Nest fällt?

Nicht selten landen junge Meisen bei ihren ersten Ausflügen auf dem Boden. Hier ist die Gefahr groß, dass sie von Katzen aufgespürt werden. Setzen Sie die Küken aber nicht zurück ins Nest. Wenn die Jungen bereits flügge sind, werden sie häufig auch am Boden von den Eltern weiter versorgt.

Nur wenn junge Meisen verletzt sind und die Eltern – nach mehreren Stunden – weit und breit nicht zu sehen sind, können Sie die Jungvögel in eine anerkannte Auffangstation oder Vogelpflegestation bringen.

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