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So gefährlich ist der Sommer für unsere Haustiere

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Sie haben keine Schweißdrüsen  

Wie Ihre Haustiere die Hitze am besten überstehen

23.07.2018, 17:19 Uhr | Felicitas Fehrer, dpa, MHa

So gefährlich ist der Sommer für unsere Haustiere. Hund und Katze: Beide geben Signale, wenn es ihnen zu heiß ist. (Quelle: Getty Images/chendongshan)

Hund und Katze: Beide geben Signale, wenn es ihnen zu heiß ist. (Quelle: chendongshan/Getty Images)

Nicht nur wir Menschen haben unter großer Hitze zu leiden. Unseren geliebten Haustiere geht es nicht anders. Oftmals reagieren sie sogar empfindlicher auf sommerliche Höchsttemperaturen als wir. Welche Haustiere besonders gefährdet sind, erfahren Sie hier.

Nicht nur Menschen, auch Haustieren macht Hitze zu schaffen. Hunde, Meerschweinchen oder Vögel sollten daher unbedingt vor der prallen Sonne geschützt werden und immer genug Flüssigkeit haben. Haustierbesitzer sollten folgende Tipps des Deutschen Tierschutzbunds und weiterer Experten beachten.

Auch Tiere brauchen viel Flüssigkeit an heißen Tagen

Für manche Haustiere kann die Hitze lebensgefährlich werden, denn sie können, wie Menschen, einen Hitzeschlag erleiden. "Am anfälligsten sind Tiere ohne Schweißdrüsen, wie Hunde oder Kaninchen", sagt Astrid Bernardi, Tierärztin aus Dillingen an der Saar. Im Gegensatz zum Menschen können sich Hund, Katze, Hamster und Co. nämlich nicht durch Schwitzen abkühlen, sondern vor allem durch Hecheln und Trinken. Ausreichend Flüssigkeit ist deshalb überlebenswichtig, um die Tiere vor Austrocknung und einem lebensbedrohlichen Anstieg der Körpertemperatur zu schützen. "Bei Hunden, die von sich aus nicht viel trinken, kann man das Futter mit Wasser anreichern", sagt Bernardi.

Wie lässt sich ein Hitzeschlag erkennen?

Fehlen ein Schattenplatz, frische Luft und ausreichend Trinkwasser, kommt es bei Haustieren zum Wärmestau, der dann schnell zu einem Hitzschlag führen kann. Bei Nagern und Kaninchen zum Beispiel können schon Temperaturen von 25 bis 28 Grad Celsius zum Kollaps führen. 

Glasiger Blick und tiefrote Zunge sind bei einem Hund Anzeichen, dass ihm die Hitze sehr zusetzt. Spätestens, wenn er extrem stark hechelt mit gestrecktem Hals und der Speichel zäh wird, sollten die Alarmglocken läuten. "Oft erkennt man die Gefahr auch an einer starken Rötung der sichtbaren Hautbereiche, wie zum Beispiel an der Ohrinnenseite", sagt Lisa Michelt, Tierärztin aus Schwerte. Erbrechen, Gleichgewichtsstörungen und Bewusstlosigkeit deuten auf einen Hitzschlag hin.

Babykatze (Quelle: dpa/Philipp Brandstädter)Babykatze bei Hitze: Bei hohen Temperaturen kann man Katzen ein tiefgekühltes Kirschkernkissen anbieten. (Quelle: Philipp Brandstädter/dpa)

Hitzeschlag bei Katzen und Kleintieren

Bei Katzen erkennt man dies an Unruhe, erhöhtem Herzschlag und erhöhter Temperatur oder daran, dass die Tiere stark hechelnd auf dem Bauch liegen. Kleintiere liegen häufig schnellatmend in einer Ecke des Käfigs.

In solchen Fällen muss schnell gehandelt werden. "Das Tier sollte umgehend an einen kühlen, schattigen Ort gebracht und mit Wasser versorgt werden", sagt Michelt. Hunde und Katzen kann man mit einem nassen Tuch bedecken. Sollte das Tier ohnmächtig werden, muss umgehend ein Tierarzt eingeschaltet werden.

Ein tiefgekühltes Kirschkernkissen für Katzen

Im Gegensatz zu Hunden sind die meisten Katzen nicht so abhängig von ihren Besitzern. Sie suchen sich oft eigenständig kühle Rückzugsorte. Trotzdem müssen auch Katzenhalter einiges beachten.

Selbstverständlich brauchen auch Katzen immer genug Wasser. "Bei hohen Temperaturen kann man ihnen zusätzlich ein tiefgekühltes Kirschkernkissen anbieten", sagt Schmidt. Auch das Futter sollte nicht zu lange in der Sonne stehen. "Insbesondere Nassfutter zieht sonst schnell Ungeziefer an und kann gefährliche Krankheiten verursachen."

Schattige Plätze für Käfige – aber ohne Durchzug

Zu den häufigsten Hitzeopfern gehören Kaninchen, Meerschweinchen und Ziervögel, deren Käfige oder Freigehege der prallen Sonne ausgesetzt sind. Haustiere sollten sich immer an ein schattiges Plätzchen zurückziehen können. Zu beachten ist dabei, dass sich der Sonnenstand im Lauf des Tags ändert. Hilfreich sind auch schattige Häuschen, kühle Steinplatten oder feuchte Handtücher über dem Gehege. Auch das Wasser in einem Aquarium kann sich für die Fische lebensbedrohlich aufheizen. Notfalls sollte vorsichtig kaltes Wasser nachgefüllt werden.

Haustiere brauchen bei Hitze frische Luft, allerdings sollten Käfige und Volieren nicht im Durchzug stehen. Denn was den Menschen die heißen Temperaturen erträglicher macht, kann bei Tieren folgenschwere Erkrankungen nach sich ziehen.

Süße Foto-Show: So meistern Tiere tropische Hitze

Tiere niemals im Auto zurücklassen

Regina Schmidt, Vorsitzende des Malchiner Tierschutzvereins, macht auf etwas aufmerksam, das immer wieder unterschätzt wird: "Ein Hund darf bei starker Hitze niemals alleine im Auto gelassen werden – auch nicht für fünf Minuten." Dies gilt auch für alle anderen Tiere.

Denn die hohen Temperaturen verwandeln den Innenraum eines Autos schon nach kurzer Zeit in eine Art Backofen. Die Folgen für das Tier sind Sauerstoffmangel, Übelkeit und Kreislaufprobleme bis hin zum Kreislaufversagen. Im schlimmsten Fall droht ein qualvoller Tod. Ein geöffnetes Schiebedach oder ein spaltbreit geöffnetes Fenster reichen nicht aus, um für Abkühlung zu sorgen, auch dann nicht, wenn das Auto im Schatten steht.

Im Auto gelassene Hunde retten
Wer einen Hund in einem abgeschlossen, überhitzten Auto entdeckt, sollte als Erstes Polizei oder Feuerwehr verständigen. Verschlechtert sich der Zustand des Tieres bis zum Eintreffen der Rettungskräfte offensichtlich, und der Fahrzeughalter ist nicht ausfindig zu machen, dürfen Passanten die Autoscheibe einschlagen, um das Tier zu retten. Bevor dies geschieht, sollte man den Zustand des Tieres aber per Foto oder Video dokumentieren und einen Zeugen hinzuziehen. 

Bei Autofahrten für Kühlung sorgen

Unvermeidbare Autofahrten mit Haustieren sollten in die kühleren Tages- und Nachtzeiten gelegt werden. Die Transportboxen von Katzen sollten einen guten Luftaustausch gewährleisten, Fenster sollten während der Fahrt geöffnet bleiben. Achten Sie jedoch darauf, dass der Hund während der Fahrt seine Schnauze nicht aus dem Fenster hält. Denn starker Fahrtwind kann zu Augen- und Ohrenentzündungen führen.

In das Reisegepäck gehören zudem ein ausreichender Vorrat an Trinkwasser und helle Tücher, die angefeuchtet werden und als kalte Kompressen oder Käfigabdeckung genutzt werden können. Kühlakkus aus dem Kühlschrank können mit in die Box gelegt werden.

Katze in Korb (Quelle: dpa/tmn/Ina Fassbender)Katze im Korb: In der Transportbox dürfen Katzen nicht für längere Zeit hohen Temperaturen ausgesetzt werden. (Quelle: Ina Fassbender/dpa/tmn)

Scheren nur bei wenigen Hunderassen

Viele Hundehalter lassen ihre Hunde im Sommer scheren. Jedoch ist das für die meisten Rassen nicht gut, da sie auf unbehaarten Stellen Sonnenbrand bekommen können. "Abgesehen von Hunden mit extrem dickem Fell sollte man auf das Scheren verzichten", sagt Schmidt.

Gassigehen und ausreiten lieber morgens oder abends

Bei großer Hitze sollte das Gassigehen in die kühleren Morgen- und Abendstunden und möglichst in schattige Parks oder Waldgebiete verlegt werden. Gleiches gilt für Ausritte mit dem Pferd.

Meerschweinchen (Quelle: dpa/tmn/Andrea Warnecke)Meerschweinchen in der Sonne: Sie sollten so wenig Stress wie möglich ausgesetzt werden. (Quelle: Andrea Warnecke/dpa/tmn)

Vermeiden Sie Stress bei Kaninchen und Meerschweinchen 

Kaninchen sind sehr hitzeempfindlich und haben einen schwachen Kreislauf. Der Käfig sollte niemals in der prallen Sonne stehen. Wichtig ist auch, dass es eine Belüftungsmöglichkeit gibt. Komplett geschlossene Käfige kommen deshalb nicht infrage.

Wenn ein Kaninchen oder Meerschweinchen Symptome für einen Hitzschlag zeigt, sollte man das Tier an einen kühlen, schattigen Ort bringen und mit Flüssigkeit versorgen, damit sich der Kreislauf erholt. "Es ist nicht ratsam, in solchen Fällen das Tier in eine Box zu packen und dann zum Tierarzt zu fahren. Diesen zusätzlichen Stress würde es vermutlich nicht überleben", sagt Bernardi.

Vögel: Badehäuschen oder mit Wasser besprühen 

Wer Vögeln ein Badehäuschen zur Verfügung stellt, sollte das Wasser häufig wechseln. "Bei extremer Hitze kann man die Tiere zum Beispiel mit einer kleinen Blumensprühflasche besprühen, die mit Wasser gefüllt ist", sagt Michelt.

Da Vögel in freier Wildbahn auch im Regen sitzen, macht ihnen Wasser nichts aus. Sie sind allerdings relativ gut in der Lage, ihre Temperatur selbst zu regulieren. Dazu belüften sie sich selbst durch schnelle Flügelschläge.

Verwendete Quellen:
  • AFP
  • dpa

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