• Home
  • Leben
  • Familie
  • Tag gegen Kinderarbeit: Diese Produkte werden oft mithilfe von Kinderarbeit gefertigt


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild für ein VideoG7 in Elmau: Warum schon wieder Bayern?Symbolbild für einen TextRussland droht ZahlungsausfallSymbolbild für einen TextSchwere Vorwürfe gegen Hertha-PräsidiumSymbolbild für einen TextGerüchte um Neymar werden konkreterSymbolbild für einen TextStaatschefs witzeln über PutinSymbolbild für einen TextPrinz Charles droht neuer SkandalSymbolbild für einen TextDeutschland schwimmt zu WM-GoldSymbolbild für einen TextModeratorin zeigt ihren neuen FreundSymbolbild für ein VideoFlugzeug geht in der Luft der Sprit aus Symbolbild für einen Text"Harry Potter"-Jubiläum: Rowling reagiertSymbolbild für einen TextPolizei räumt Berliner Park nach ÜberfällenSymbolbild für einen Watson TeaserRTL-Moderatorin bei Flirt im TV erwischtSymbolbild für einen TextPer Zug durch Deutschland - jetzt spielen

In diesen Alltags-Produkten steckt häufig Kinderarbeit

Von t-online, cch

Aktualisiert am 09.06.2022Lesedauer: 2 Min.
Ein zehnjähriger Junge arbeitet in einer Fabrik in Bangladesch: In vielen Ländern gehen Kinder arbeiten, um ihre Familie finanziell zu unterstützen.
Ein zehnjähriger Junge arbeitet in einer Fabrik in Bangladesch: In vielen Ländern gehen Kinder arbeiten, um ihre Familie finanziell zu unterstützen. (Quelle: Md Mehedi Hasan/ZUMA Wire/dpa-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Kinderarbeit ist in vielen Ländern Alltag. 160 Millionen Kinder weltweit müssen arbeiten gehen. Bei bestimmten Produkten und Dienstleistungen werden sie besonders oft eingespannt.

Kinderarbeit raubt Kindern ihre Kindheit und zerstört ihre Zukunftschancen, kritisiert das UN-Kinderhilfswerk Unicef. Trotzdem müssten immer noch 160 Millionen Kinder – fast jedes zehnte Kind weltweit – arbeiten, um zum Überleben ihrer Familien beizutragen. Fast die Hälfte von ihnen leidet demnach unter gefährlichen oder ausbeuterischen Arbeitsbedingungen.

Die meisten arbeitenden Kinder leben in Afrika und Asien

Von 2000 bis 2016 ist die Zahl der arbeitenden Kinder nach Angaben von Unicef von 246 Millionen auf 152 Millionen gesunken. Danach verlief der RĂĽckgang langsamer, bis die Zahl schlieĂźlich wieder stieg. In den vergangenen vier Jahren sind 8,4 Millionen arbeitende Kinder hinzugekommen, meldet Unicef.

Die meisten von Kinderarbeit betroffenen Jungen und Mädchen leben demnach in Afrika (72 Millionen), gefolgt von Asien (62 Millionen). Die Kinderarbeit schädigt ihre körperliche und seelische Entwicklung, hält die Kinder vom Schulbesuch ab und lässt ihnen kaum Zeit zum Spielen. Als Ursachen für Kinderarbeit nennt die Hilfsorganisation Terre des Hommes Armut, Diskriminierung, schlechte oder keine Schulen, große Nachfrage nach billigen Arbeitskräften und untätige Behörden.

Unicef definiert Kinderarbeit als jede Tätigkeit, für die Minderjährige zu jung sind oder die gefährlich beziehungsweise ausbeuterisch ist. Auch Arbeiten, die körperliche oder seelische Schäden hervorrufen, sowie Tätigkeiten, die Kinder vom Schulbesuch abhalten, gelten laut Unicef als Kinderarbeit.

In diesen Produkten kann Kinderarbeit stecken

In folgenden Produkten kann laut Terre des Hommes und der Kampagne "Aktiv gegen Kinderarbeit" Kinderarbeit stecken:

  • Autos
  • Bleistifte
  • Blumen
  • Computer, Laptops
  • Diamanten, Edelsteine
  • Elektronik
  • Feuerwerkskörper
  • GewĂĽrze
  • Glas
  • Grabsteine
  • HaselnĂĽsse
  • Lederbälle
  • Heimtextilien
  • Kaffee
  • Kakao
  • Kleidung
  • Kosmetik
  • Korbwaren
  • Lederwaren
  • Natursteine
  • Saft (Smoothies)
  • Schnittblumen
  • Schuhe
  • Schokolade
  • Smartphones
  • Spielzeug
  • Streichhölzer
  • Tabak
  • Tee
  • handgeknĂĽpfte Teppiche

Nicht in allen Fällen fertigen Kinder die Produkte. Zum Teil arbeiten sie auch bei der Rohstoffgewinnung für ein Produkt mit oder bei seiner Verarbeitung. Nur etwa fünf Prozent der Kinderarbeiter arbeiten für den Export, also für die oben genannten Produkte. Die meisten (etwa 70 Prozent) arbeiten in der Landwirtschaft (für die heimischen Märkte). "Vieles findet im familiären Kontext statt, Kinder helfen in Ländern in Lateinamerika, Afrika und Asien etwa bei der Ernte mit", sagt Christina Margenfeld vom Hilfswerk Brot für die Welt zu t-online.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
An diesen Urlaubsorten wird die DĂĽrre zum ernsten Problem
Ein Mann geht im italienischen Boretto, im ausgetrockneten Flussbett des Po, spazieren: In vielen Gemeinden wird nachts das Trinkwasser gedrosselt.


Zudem übernehmen Kinder oft Dienstleistungen, zum Beispiel im Tourismus und in der Gastronomie. Sie putzen, kochen, spülen, verkaufen Produkte auf der Straße, putzen Schuhe, waschen Autos, sammeln Müll, tragen Gepäck, kellnern, laden auf Märkten aus und tragen Lasten.

Wie finden Verbraucher Produkte, die frei von Kinderarbeit sind?

"In ganz vielen Produkten – von Schokolade bis Kleidung – steckt Kinderarbeit", sagt Christina Margenfeld. Für Verbraucher sei es aber oft unmöglich, zu erkennen, in welchen genau. Die Lieferketten könnten meist nicht komplett nachvollzogen werden. Die Hilfsorganisationen raten dazu, Produkte zu kaufen, die fair gehandelt wurden. Verschiedene Siegel des sogenannten fairen Handels und Bio-Kennzeichnungen setzen voraus, dass die Händler ausbeuterische Kinderarbeit ausschließen.

Fairtrade- und Sozialsiegel sind etwa:

  • Fairtrade
  • Gepa
  • El Puente
  • Kleinbauernsiegel SPP
  • Naturland Fair
  • Fair for Life
  • Rainforest Alliance
  • dwp
  • Rapunzel Hand in Hand
  • Transfair
  • GoodWeave
  • Xertifix
  • FairStone

Für Produkte, die aus mehreren Komponenten bestehen, wie etwa Autos oder Laptops, gibt es allerdings keine Siegel. Für den Konsumenten bleibe dann nur die Möglichkeit, sich an Produkte zu halten, die von Unternehmen stammen, die sich klar gegen Kinderarbeit aufstellen, so Margenfeld.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
SKO
Brot
Ratgeber

t-online - Nachrichten fĂĽr Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website