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Wasserknappheit wird zum gr├Â├čten Risiko f├╝r die Gesellschaft

Von afp
Aktualisiert am 12.09.2019Lesedauer: 2 Min.
Eine Kuh frisst auf einer verdorrten Weide: Der Klimawandel bringt Wasserknappheit und die sorgt f├╝r kahle Felder und Wiesen.
Eine Kuh frisst auf einer verdorrten Weide: Der Klimawandel bringt Wasserknappheit und die sorgt f├╝r kahle Felder und Wiesen. (Quelle: photothek/imago-images-bilder)
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Naturkatastrophen wie D├╝rren, Hitzewellen und ├ťberschwemmungen sollen sich zuk├╝nftig mehren und zu einem gro├čen Risiko f├╝r die Gesellschaft werden ÔÇô auf der ganzen Welt. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Weltrisikobericht. Welche L├Ąnder sind besonders stark betroffen?

Die Klimakrise mit ihren weltweiten Hitzerekorden, D├╝rren und ├ťberschwemmungen versch├Ąrft auch die Probleme rund um die Wasserversorgung ÔÇô und erh├Âht damit wiederum die Verwundbarkeit von Gesellschaften gegen├╝ber extremen Naturereignissen. Zu diesem Schluss kommt der neue Weltrisikobericht, den das B├╝ndnis Entwicklung Hilft und das Institut f├╝r Friedenssicherungsrecht und Humanit├Ąres V├Âlkerrecht der Ruhr-Universit├Ąt Bochum am Donnerstag in Berlin vorstellten.

Drei L├Ąnder haben h├Âchstes Katastrophenrisiko

Laut dem j├Ąhrlichen Weltrisikoindex, der in diesem Jahr das Katastrophenrisiko von 180 L├Ąndern durch eine kombinierte Analyse von Naturgefahren und Verwundbarkeit der Gesellschaft analysiert, befinden sich die Regionen mit dem h├Âchsten Katastrophenrisiko erneut in Ozeanien, S├╝dostasien, Mittelamerika sowie in West- und Zentralafrika.

Die drei L├Ąnder mit dem h├Âchsten Katastrophenrisiko sind demnach die Inselstaaten Vanuatu, Antigua und Barbuda sowie Tonga. Insgesamt geh├Âren zehn Inselstaaten zu den 15 L├Ąndern mit dem h├Âchsten Katastrophenrisiko, da sie Naturgefahren wie dem Anstieg des Meeresspiegels, ├ťberschwemmungen, Wirbelst├╝rmen und teilweise Erdbeben besonders ausgesetzt sind.

Das Land mit dem niedrigsten Katastrophenrisiko weltweit ist Katar, der Kontinent mit dem niedrigsten Risiko ist Europa. Deutschland belegt Platz 163.

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Von den L├Ąndern mit der h├Âchsten gesellschaftlichen Verwundbarkeit liegen 13 in Afrika. An erster Stelle steht die Zentralafrikanische Republik, gefolgt vom Tschad, der Demokratischen Republik Kongo sowie Eritrea.

Wasserknappheit ein weltweites Problem

Wassersicherheit bedeutet zum einen garantierten Zugang zu ausreichender Wasserversorgung, zum anderen aber auch Schutz vor den Gef├Ąhrdungen durch Wasser, hei├čt es in dem Bericht. Die Auswirkungen der Klimakrise versch├Ąrften wasserbedingte Probleme nicht nur in trockenen Gebieten, sondern weltweit. Extreme Naturereignisse wie D├╝rren am Horn von Afrika, Zyklone mit ├ťberschwemmungen im s├╝dlichen Afrika oder in Asien br├Ąchten ├╝ber Jahrzehnte etablierte Abl├Ąufe in der Wasserversorgung an ihre Grenzen.

Im Falle extremer Naturereignisse und gewaltsamer Konflikte kann es demnach je nach Situation noch weitaus schwieriger als in krisenfreien Zeiten werden, eine sichere Wasserversorgung zu gew├Ąhrleisten.

Naturereignisse nicht zwingend gro├če Gefahr f├╝r L├Ąnder

Der Weltrisikoindex macht erneut deutlich, dass eine sehr hohe Gef├Ąhrdung durch Naturereignisse nicht notwendigerweise ein sehr hohes Risiko bedeutet. So sind beispielsweise die Niederlande in besonderem Ma├če durch den Meeresspiegelanstieg bedroht, k├Ânnen aber dank einer sehr niedrigen Verwundbarkeit ihr Risiko begrenzen. Dadurch liegt das Land im Weltrisikoindex nur auf Platz 77.

Um das Risiko der am meisten betroffenen L├Ąnder zu senken, fordern die Autoren des Berichts, den fatalen Kreislauf aus besonderer Gef├Ąhrdung und Verwundbarkeit durch Ma├čnahmen auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene zu durchbrechen.


"Ohne den Willen der internationalen Gemeinschaft, die in Paris vereinbarten Klimaziele einzuhalten, werden aber Katastrophenschutzbeh├Ârden und lokale Initiativen wie etwa die Pflanzung von Mangrovenw├Ąldern zur Eind├Ąmmung der Erosion von K├╝sten, lokale Fr├╝hwarnsysteme und Evakuierungs├╝bungen von lokalen Gruppen nur eingeschr├Ąnkt erfolgreich sein", hei├čt es in dem Bericht weiter. Ma├čnahmen m├╝ssten zudem fl├Ąchendeckend umgesetzt werden und insbesondere den ├ärmsten der Armen zur Verf├╝gung stehen.

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