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Der neue Duden 2020: Das hat sich ver├Ąndert

Von dpa
Aktualisiert am 10.08.2020Lesedauer: 4 Min.
Neue Auflage: Eine Reihe h├Ąufiger W├Ârter aus der Corona-Krise ist in den Duden aufgenommen worden.
Neue Auflage: Eine Reihe h├Ąufiger W├Ârter aus der Corona-Krise ist in den Duden aufgenommen worden. (Quelle: Wolfgang Kumm/dpa-bilder)
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Von A bis Z kann jedes Wort nachgeschlagen werden. Regelm├Ą├čig kommen neue W├Ârter hinzu. Nun erscheint eine Neuauflage und auch Corona hat Spuren hinterlassen.

Er ist gelb und dick. Wie man ihn kennt. Doch auf den knapp 1.300 Seiten zwischen den zwei Buchdeckeln hat sich einiges getan: Nach der Auflage von 2017 erscheint an diesem Mittwoch ein neuer Rechtschreibduden.

Trotz der Einfl├╝sse durch die Krise sei es wirklich kein "Corona-Duden" geworden, sagt Redaktionsleiterin Kathrin Kunkel-Razum der Deutschen Presse-Agentur. Auch bei anderen Themen wie zum Beispiel Klima/Umwelt, Technik und Geschlechtergerechtigkeit habe es Entwicklungen gegeben, die nun ber├╝cksichtigt seien.

Das ist neu beim Duden 2020

3.000 neue Stichw├Ârter sind nach Verlagsangaben in der 28. Auflage enthalten, 148.000 insgesamt. Es sei der umfangreichste Duden, den es je gab. Zu den Neuaufnahmen z├Ąhlen W├Ârter, die noch vor einem Jahr R├Ątsel aufgegeben h├Ątten: Covid-19, Reproduktionszahl und Lockdown zum Beispiel. Auch Eintr├Ąge zu Ansteckungskette, Intensivbett und Atemschutzmaske k├Ânnen Interessierte laut Kunkel-Razum nachschlagen.

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"Coronavirus stand sowieso schon drin", sagt sie. Nach dem Sars-Ausbruch 2002/03 sei das Wort wohl aufgenommen worden. Auch Corona sei schon enthalten gewesen, aber mit anderer Bedeutung. Schl├Ągt man es im neuen Duden nach, finden sich zwei Erkl├Ąrungen: Corona als weiblicher Vorname und "ugs. f├╝r Coronavirus[erkrankung]".

Ein Auszug aus der Liste der Neuaufnahmen kommt einem Schnelldurchlauf durch Debatten und Trends der vergangenen Jahre gleich: Alltagsrassismus, bienenfreundlich, Chiasamen, Dieselaff├Ąre, Erkl├Ąrvideo, Fridays for Future. Weiter geht es mit: Gendersternchen, Hatespeech, Influencer, Klimanotstand, Lades├Ąule, Masernimpfung, Netflixserie, oldschool. Und mit: pestizidfrei, rechtsterroristisch, Shishabar, transgender, Uploadfilter, Videobeweis, Whatsapp-Gruppe und ÔÇô Zwinkersmiley.

Antworten rund ums Gendern

Zum ersten Mal finden Nutzer im Duden Hinweise zum gendergerechten Sprachgebrauch. Ein Thema, f├╝r das es bisher keine Norm gibt. Kunkel-Razum ist auf die Reaktionen zu den neuen drei Seiten gespannt ÔÇô wohl wissend, dass sie f├╝r Diskussionen sorgen k├Ânnen. "Wir legen Wert darauf zu sagen, dass das keine Regel ist, die wir verordnen", betont sie. Das d├╝rfe die Redaktion nicht und wolle sie auch nicht, aber sie erhalte eben sehr viele Anfragen zu dem Thema. Kunkel-Razum sagt, die Redaktion habe sich bem├╝ht, die Probleme und die derzeit vorhandenen L├Âsungsvarianten zu beschreiben.

Im Duden steht nun zum Beispiel ├╝ber den umstrittenen Genderstern: Es sei zu beobachten, dass sich diese Variante in der Schreibpraxis "immer mehr durchsetzt". Zu finden sei sie besonders in Kontexten, in denen Geschlecht nicht mehr nur als weiblich oder m├Ąnnlich verstanden werde und die M├Âglichkeit weiterer Kategorien angezeigt werden solle. Als Beispiel wird genannt: "Sch├╝ler*innen".

Kathrin Kunkel-Razum, Redaktionsleiterin des Dudens
Kathrin Kunkel-Razum, Redaktionsleiterin des Dudens (Quelle: Wolfgang Kumm)

Bei den Neuzug├Ąngen richtet sich die Redaktion unter anderem nach der H├Ąufigkeit des Vorkommens, sie legt aber etwa auch Wert auf vorhandene Rechtschreibt├╝cken. Mit Hilfe von Computern werden gro├če Mengen verschiedener Texte auf Neuheiten durchsucht. Aus einer Liste von etwa 15.000 W├Ârtern erfolgt die Auswahl.

Mit Kritik ist zu rechnen

Wahrscheinlich werde angesichts der Neuauflage wieder ├╝ber den Zustand des Deutschen gesprochen, vermutet der Professor f├╝r Germanistische Linguistik, Kristian Berg, von der Universit├Ąt Bonn. Manche Menschen ├Ąrgern sich zum Beispiel ├╝ber Begriffe aus dem Englischen. Berg betont: Wenn nun beklagt werden sollte, dass Influencer und hypen im Duden stehen, dann liege das daran, dass sie systematisch im Deutschen verwendet werden. "Dem Duden das anzulasten ist so, als w├╝rde man dem Wetterbericht das Wetter vorwerfen."

Berg hat aber auch einen Kritikpunkt: In einem Rechtschreibw├Ârterbuch sollten vor allem solche W├Ârter enthalten sein, die in irgendeiner Form schwer zu schreiben sind. Bei einigen Neuaufnahmen sei das sicher so, etwa bei Dystopie. Andere hingegen seien orthografisch einfach: "Wie sonst sollte man denn Intensivbett oder Geisterspiel anders schreiben?" Hier dr├Ąnge sich der Verdacht auf, dass der urspr├╝ngliche Zweck dem Verkaufsargument (3.000 neue W├Ârter) geopfert werde. Der Verlag sei in dem Dilemma, dass die allermeisten neuen W├Ârter "rechtschreiblich leider einfach" seien, weil es sich um Verbindungen aus zwei oder mehr existierenden W├Ârtern handle.

Experte ist stolz auf den neuen Duden

Alexander Lasch, Vorsitzender der Gesellschaft f├╝r germanistische Sprachgeschichte, h├Ąlt den Duden heutzutage f├╝r den "besten Duden, den wir je hatten", wie er sagte. Die Redaktion dokumentiere den Sprachgebrauch mit Quellen, auf die er als Wissenschaftler nur neidisch sein k├Ânne, weise alternative Schreibweisen aus, sei offen f├╝r den Austausch mit Sprachnutzern und auch bereit, Entscheidungen wieder zu ├Ąndern, begr├╝ndet der Linguistik-Professor der TU Dresden.

Auch wenn der Duden seit der Rechtschreibreform nicht mehr verbindlich sei ÔÇô ma├čgebende Instanz ist der Rat f├╝r deutsche Rechtschreibung ÔÇô, habe er noch den "Nimbus des amtlichen Regelwerks" und damit normierende Funktion, sagte Lasch. Ver├Ąnderungen der Sprache sieht er als Wissenschaftler entspannt: "Sprachwandel ist ein Zeichen, dass die Sprache lebt." Angesichts des schwierigen Markts f├╝r Nachschlagewerke im Online-Zeitalter sei es klar, dass der Duden auch mit Neuauflagen versuche, Aufmerksamkeit zu erzeugen. "Wenn wir mehr Vielfalt an Rechtschreib-Nachschlagewerken wollten, m├╝ssten wir auch bereit sein, sie nicht nur der Privatwirtschaft anzuvertrauen."

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