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Zwei Bundesl├Ąnder steigen aus Nationalem Bildungsrat aus

Von dpa
Aktualisiert am 24.11.2019Lesedauer: 2 Min.
Schulklasse: Der Nationale Bildungsrat ist seit l├Ąngerer Zeit umstritten.
Schulklasse: Der Nationale Bildungsrat ist seit l├Ąngerer Zeit umstritten. (Quelle: Westend61/imago-images-bilder)
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Neben Bayern steigt nun ein weiteres Bundesland aus dem Gremium aus. Die Landespolitiker begr├╝nden ihre Entscheidungen ├Ąhnlich.

Bayern steigt aus dem geplanten Nationalen Bildungsrat aus. "Bayern wird sich zur├╝ckziehen", best├Ątigt ein Sprecher der bayerischen Staatskanzlei. Zuvor hatte der Bayerische Rundfunk (BR) dar├╝ber berichtet.

"Bayerisches Abitur bleibt bayerisch"

"Wir bef├╝rchten, dass am Ende ein Berliner Zentralabitur das Ziel ist, was eine Verschlechterung des Bildungsniveaus in Bayern bedeuten w├╝rde", sagt Ministerpr├Ąsident Markus S├Âder (CSU). "Das bayerische Abitur bleibt bayerisch, ├╝brigens genauso, wie die Ferienzeiten bleiben, wir wollen auch die nicht angleichen."

Den Aufbau des Nationalen Bildungsrats hatten Union und SPD im Koalitionsvertrag vereinbart. Er soll aus Experten und Vertretern von Bund und L├Ąndern bestehen, die sich um die Unterschiede bei der Bildung zwischen den L├Ąndern und die Vergleichbarkeit des Abiturs k├╝mmern sollte.

Auch Baden-W├╝rttemberg steigt aus dem Gremium aus

Bayern bef├╝rchtet offensichtlich unter anderem, dass eine Angleichung auf einem niedrigeren Niveau erfolgen k├Ânnte. Die M├╝nchner Entscheidung hatte sich angek├╝ndigt. Schon im Oktober hatte S├Âder auf der Ministerpr├Ąsidentenkonferenz in Elmau mit dem Ausstieg aus dem geplanten Gremium gedroht.

"Es l├Ąuft in eine falsche Richtung. Es wird ein b├╝rokratisches Monstrum, das am Ende aus Berlin in die kleinen Schulstuben hineinregiert und in die Klassenzimmer", sagt er damals und zog sich damit scharfe Kritik der SPD-Kultusminister zu.

Nach Bayern will auch Baden-W├╝rttemberg beim geplanten Nationalen Bildungsrat nicht mehr mitmachen. "Auch ich halte den Nationalen Bildungsrat f├╝r ein komplett ├╝berfl├╝ssiges Gremium, auf das man folgerichtig verzichten kann", teilt die baden-w├╝rttembergische Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) mit. "Wir brauchen keine Vorgaben aus Berlin, sondern wir L├Ąnder sind stark genug, um selbst verbindliche und einheitliche Standards zu entwickeln." Deshalb setze sie sich "f├╝r einen L├Ąnderstaatsvertrag f├╝r gute Bildung" ein.

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