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Richtiges Verhalten bei gefährlichen Strömungen

Gefahr im Meer  

Richtiges Verhalten bei tückischen Strömungen

02.07.2020, 11:28 Uhr | hs, sah, t-online

Richtiges Verhalten bei gefährlichen Strömungen. Schwimmen: In die Wellen zu springen, macht Spaß – im Meer lauern aber auch gefährliche Strömungen. (Quelle: Daniel Bockwoldt/dpa)

Schwimmen: In die Wellen zu springen, macht Spaß – im Meer lauern aber auch gefährliche Strömungen. (Quelle: Daniel Bockwoldt/dpa)

Immer wieder gibt es auch an Deutschlands Küsten Badeunfälle. An Ost- und Nordsee sind dafür oft sogenannte Rippströmungen verantwortlich. Geraten Sie in deren Sog, sollten Sie wissen, was zu tun ist.

Wer im Urlaub ausgelassen im Meer badet, muss dennoch vorsichtig sein. Denn auch erfahrene Schwimmer können durch tückische Strömungen in Gefahr geraten. 

Besonders gefährlich: Rippströmung

Rippströmungen sind besonders gefährliche Unterströmungen und die häufigste Ursache für Badeunfälle an Küsten. Sie entstehen, wenn Wellen an den Strand branden und das Wasser nicht zurückfließen kann, weil beispielsweise Felsen oder Sandbänke den Weg versperren. Ist etwa eine Sandbank an einer Stelle unterbrochen, fließt das Wasser dort mit großer Kraft zurück Richtung offene See – und zieht Schwimmer mit sich. Der Sog ins Meer kann dabei besonders stark werden.

Wie verhalte ich mich bei einer Rippströmung?

Schwimmer, die in eine Rippströmung geraten, sollten nicht gegen den Sog anschwimmen. Das ist kräftezehrend und führt selten zum Erfolg. Sinnvoller ist es, sich in Rückenlage von der Strömung raustreiben zu lassen und dann parallel zu den Wellen aus dem Sog zu schwimmen. Bei Rippströmungen ist das oft die einzige Möglichkeit.

Machen Sie zudem durch Hilferufe und Winken auf sich aufmerksam. Und auch wenn es schwer fällt, gilt immer: Ruhe bewahren.

Was ist eine Unterströmung und was macht sie so gefährlich?

Wenn sich Wellen am Strand brechen, dann fließt das Wasser wieder ins Meer zurück. Diese Unterströmung kann so stark sein, dass sie Menschen im flachen Wasser umreißen kann. Der Brandungssog (auch Unterstrom) kann dann den Badegast in das Meer ziehen.

Wem das passiert, der hat es schwer, aus eigener Kraft wieder das Land zu erreichen. Denn der auftretende Sog kann sehr stark sein.

Wie verhalte ich mich bei einer Unterströmung?

Gefährliche Strömungen: Sehen Sie eine rote Flagge am Strand, dann gehen Sie besser nicht ins Wasser. (Quelle: Getty Images/egortupikov)Gefährliche Strömungen: Sehen Sie eine rote Flagge am Strand, dann gehen Sie besser nicht ins Wasser. (Quelle: egortupikov/Getty Images)

Wenn Sie in eine Unterströmung geraten, schwimmen Sie nicht gegen den Sog an, sondern stattdessen schräg mit der Strömung in Richtung Ufer. Drohen Sie zu erschöpfen, dann legen Sie sich auf den Rücken und lassen sich mit Blick zum Ufer treiben. Winken Sie um Hilfe.

Achtung: Weichen Sie Brückenpfeilern, Felsen und Bäumen unbedingt aus. Denn hier können sich Wirbel bilden, die Sie unter Wasser ziehen können.

Wie rette ich andere Badegäste aus einer Strömung?

Auch professionelle Schwimmer können von plötzlich auftretenden Strömungen überrascht werden. Wenn Sie bemerken, dass ein Badegast durch eine Strömung in Not geraten ist, dann informieren Sie die örtlichen Rettungsschwimmer oder wählen Sie die Notrufnummer 112.

Schwimmen Sie nach Möglichkeit nicht selbst hinaus, denn Ertrinkende versuchen sich in Panik oft an ihrem Retter festzuhalten und können ihn dadurch selbst unter Wasser ziehen. Versuchen Sie stattdessen eine Rettung vom Ufer aus, indem Sie der betroffenen Person einen Rettungsring oder eine stabile Luftmatratze zuwerfen.

Richtiges Verhalten bei einer Strömung im Fluss

In Flüssen sollten Sie diagonal Richtung Ufer schwimmen. So kommen Sie vor allem leichter aus dem stark strömenden Bereich in der Mitte des Flusses heraus. Besondere Vorsicht gilt bei Hindernissen wie großen Steinen oder Baumstümpfen. Denn sie können an der jeweiligen Stelle das Strömungsverhalten im Fluss plötzlich verändern.

Flaggen warnen vor gefährlichen Strömungen

Rettungsschwimmer: Ist die gelb-rote Flagge gehisst, dann hat die DLRG den Strand im Blick. (Quelle: imago images/Jens Koehler)Rettungsschwimmer: Ist die gelb-rote Flagge gehisst, dann hat die DLRG den Strand im Blick. (Quelle: Jens Koehler/imago images)

Achten Sie an Stränden, die von der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) gesichert werden, auf die Beflaggung. Ist eine rot-gelbe Flagge am Mast gehisst, dann kontrolliert ein Rettungsschwimmer das Badegebiet. Eine zusätzliche gelbe Flagge am Wachhäuschen bedeutet ein Badeverbot für ungeübte oder ältere Schwimmer und Kinder. 

Ist am Wachhäuschen eine rote Flagge zu sehen, dann gilt ein generelles Badeverbot. Dann ist das Wetter zu schlecht oder die Strömung zu gefährlich.

Verwendete Quellen:

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