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Mineralwasser: "Öko-Test" bewertet beliebtes Wasser mit "ungenügend"

Wasser im Test 2019  

"Öko-Test" bewertet beliebtes Wasser mit "ungenügend"

28.06.2019, 10:42 Uhr | cch, t-online.de

Mineralwasser: "Öko-Test" bewertet beliebtes Wasser mit "ungenügend". Sprudel: "Öko-Test" hat für das aktuelle Heft Wasser mit Kohlensäure untersucht. (Quelle: Getty Images/bhofack2)

Sprudel: "Öko-Test" hat für das aktuelle Heft Wasser mit Kohlensäure untersucht. (Quelle: bhofack2/Getty Images)

"Öko-Test" hat Wasser mit Kohlensäure ins Labor geschickt – mit einem Ergebnis, das nicht jedem schmecken wird: Einige Wasser sind mit Abbauprodukten von Pestiziden oder Süßstoffen belastet. Ein beliebtes Produkt fällt komplett durch den Test.

Viele Mineralwasser mit Kohlensäure sind mit Abbauprodukten belastet. Das hat die Zeitschrift "Öko-Test" herausgefunden. Sie schickte insgesamt 53 Mineralwasser ins Labor. 41 von diesen sind laut den Untersuchungen ursprünglich rein. In den übrigen fanden die Tester Rückstände von Pestiziden oder Süßstoffen.

"Öko-Test": Pestizidmetaboliten in Mineralwasser

Elf der getesteten Wasser weisen demnach Pestizidmetaboliten, also Abbauprodukte von Spritzgiften, auf. Besonders stark belastet ist das "Justus Brunnen Spritzig" (Gesamturteil "ausreichend"). In ihm fand das Labor fünf verschiedene Metaboliten, drei davon in hohen Mengen. Das Wasser "Oldenwald Quelle Classic" (Gesamturteil "ausreichend") weist drei Metaboliten auf, zwei davon in erhöhten Mengen. Zwei wurden auch in "Salvus Classic" (Gesamturteil "ausreichend") in erhöhten Mengen entdeckt.

Die Rückstände der Spritzgifte gelangen durch die Landwirtschaft in das Wasser. Metaboliten wirken laut "Öko-Test" zwar nicht mehr wie Pestizide; ob von ihnen eine Gefahr für die Gesundheit ausgeht, ist laut Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit aber auch nicht eindeutig geklärt.

Wasser mit Kohlensäure enthält manchmal auch Arsen und Bor

Süßstoffe entdeckte das Labor in vier Produkten. Sie deuten darauf hin, dass Haushaltsabwasser das Wasser verunreinigt haben. Von den Rückständen geht zwar keine Gefahr für die Gesundheit aus, so "Öko-Test", trotzdem sollten sie nicht in Mineralwasser stecken.

Auch Arsen, Uran und Bor wies das Labor in einigen Wassern nach. Besonders negativ fiel den Testern dabei das "Appolinaris Classic" auf. Die Mengen an Arsen sind darin erhöht, die Bormengen sogar stark erhöht. Grund genug für das Gesamturteil "ungenügend". Denn Arsen gilt laut "Öko-Test" als krebserregend, hohe Mengen an Bor haben laut Bundesinstitut für Risikobewertung in Tierversuchen teilweise Fortpflanzung und fetale Entwicklung negativ beeinflusst.

Stellungnahme von Apollinaris zu den Testergebnissen

Apollinaris schreibt in einer Stellungnahme zu den Testergebnissen, dass das bemängelte Wasser allen gesetzlichen Vorgaben entspreche und "voll verkaufsfähig" sei. "Zu viel Arsen ist nicht gut. Deshalb gibt es Grenzwerte", heißt es weiter. Die Grenzwerte seien so berechnet, dass ein lebenslanger, täglicher Verzehr völlig unbedenklich ist.

"In Deutschland gelten für Trinkwasser und für Mineralwasser der gleiche Wert: 0,01 mg pro Liter. Der in Apollinaris Classic ermittelte Wert liegt bei 0,009 mg. 'Öko-Test' erläutert nicht, warum dieses Testergebnis zu einer Abwertung führt." Zu dem von "Öko-Test" ermittelten Borwert, der über den Grenzwerten liegt, verweist Apollinaris auf Analysen des Instituts Fresenius, das Werte unterhalb dessen getestet habe.



Wasser im Test: Diese Noten verteilte "Öko-Test"

"Öko-Test" bewertete insgesamt 22 der getesteten Mineralwasser mit "sehr gut". Sechs waren demnach "gut" und 15 "befriedigend". Für neun Wasser gab es die Note "ausreichend" und eines wurde mit "ungenügend" bewertet. Die Wasser wurden auf problematische Stoffe untersucht. Auch der ökologische Aspekt der jeweiligen Verpackung wurde bewertet.

Das ausführliche Testergebnis lesen Sie in der Juli-Ausgabe von "Öko-Test".

Verwendete Quellen:

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