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"Öko-Test": Zu viel Bor und Uran in Mineralwasser

100 Produkte im Test  

"Öko-Test" findet zu viel Bor und Uran in zwei Mineralwässern

28.05.2020, 18:03 Uhr | dpa, cch, t-online

"Öko-Test": Zu viel Bor und Uran in Mineralwasser. Mineralwasser: Eine Vielzahl der Wässer in der Untersuchung von "Öko-Test" schnitt gut ab. (Quelle: Getty Images/seb_ra)

Mineralwasser: Eine Vielzahl der Wässer in der Untersuchung von "Öko-Test" schnitt gut ab. (Quelle: seb_ra/Getty Images)

Erfrischend und rein soll Mineralwasser sein. Das ist es oft auch, wie eine Untersuchung von "Öko-Test" zeigt. Allerdings gibt es Ausnahmen.

Die gute Nachricht zuerst: Wer in Deutschland ein Mineralwasser kauft, kann wenig falsch machen. Von 100 getesteten Medium-Wässern sind 65 mit "sehr gut" oder "gut" bewertet worden. Das geht aus einem Test der Zeitschrift "Öko-Test" (Ausgabe Juni 2020) hervor.

Mineralwässer: Drei der Testsieger

Die günstigsten unter den sehr guten Wässern sind:

  • "Mineau Medium" von Anna Zimmermann, Quellort Niedersachsen (0,25 Euro pro Liter)
  • "Terra Medium" von Wilhelm Reuschling, Hessen (0,30 Euro pro Liter)
  • "Brandenburger Quell Medium" von A. Dohrn & A. Timm, Brandenburg (0,33 Euro pro Liter)

Ein Tipp: Wer Wasser aus der Region kauft, unterstützt nicht nur die Mineralbrunnen vor Ort, sondern sorgt auch für kürzere Transportwege.

Doch in 15 Wässern entdeckte das Labor auch Abbauprodukte von Pestiziden. Laut "Öko-Test" gehe von diesen zwar keine Gesundheitsgefahr aus. Aber mit der ursprünglichen Reinheit habe das auch nichts mehr zu tun. Gleiches gilt für die fünf Wässer, in denen künstliche Süßstoffe nachgewiesen wurden.

"Öko-Test": Diese Mineralwässer überzeugten nicht

Von vier Mineralwässern raten die Tester sogar ab. In ihnen steckte unter anderem zu viel Uran oder Bor. Im "Naturpark Quelle Medium" ("mangelhaft") lag der Urangehalt deutlich über dem für Trinkwasser erlaubten Höchstwert. Uran kann sich im Körper anreichern und Nieren und Lunge schädigen. Im "Apollinaris Medium" ("ungenügend") war mehr Bor gelöst, als in Trinkwasser laut Verordnung erlaubt ist. Mineralwasser darf zwar etwas mehr enthalten. "Öko-Test" orientierte sich aber am strengeren Grenzwert, wie es auch das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt. Bor hat in Studien an Tieren entwicklungs- und fortpflanzungsschädigende Effekte gezeigt.

Getestet wurden 100 der beliebtesten Mineralwässer der Sorte Medium aus ganz Deutschland. Im Labor wurden die Wässer auf problematische Inhaltsstoffe und menschengemachte Verunreinigungen geprüft. Schließlich schauten sich die Tester noch die Verpackungen an.

Das ausführliche Testergebnis können Sie in der Juni-Ausgabe von "Öko-Test" nachlesen.

Verwendete Quellen:

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