Sie sind hier: Home > Leben >

Zeitschrift als "Dankeschön": Verbraucherschützer warnen vor Gratis-Magazinen

Zeitschrift als "Dankeschön"  

Verbraucherschützer warnen vor angeblichen Gratis-Magazinen

13.04.2021, 18:01 Uhr | cch, t-online

Zeitschrift als "Dankeschön": Verbraucherschützer warnen vor Gratis-Magazinen. Zeitschrift: Wer eine vermeintlich kostenlose Zeitschrift ordert, muss manchmal ein ganzes Abonnement bezahlen. (Quelle: Getty Images/FabrikaCr)

Zeitschrift: Wer eine vermeintlich kostenlose Zeitschrift ordert, muss manchmal ein ganzes Abonnement bezahlen. (Quelle: FabrikaCr/Getty Images)

Nach dem Online-Shopping erhalten Verbraucher oft vermeintliche Vorteilsangebote für verschiedene Produkte. Vor allem Zeitungen und Zeitschriften werden angeboten. Dahinter steckt oft eine Kosten-Falle.

Die Verbraucherzentrale Hamburg warnt vor vermeintlichen Gratis-Magazinen als Dankeschön für eine Online-Bestellung. Wer Waren im Internet ordert, erhält nach der Bestellung oft die Möglichkeit, sich Gratis-Ausgaben einer Zeitschrift auszusuchen. Der Haken: Das Anfordern des Magazins führt in vielen Fällen zu einem kostenpflichtigen Abonnement, so die Verbraucherzentrale.

Meist seien nur die ersten Ausgaben unentgeltlich – und das sei oft nicht deutlich erkennbar. Kooperationsfirmen werben mit "Dein Dankeschön mit nur einem Klick", "X Ausgaben gratis" oder "Keine Versandkosten". Auf den Bestellbuttons stehe lediglich "Jetzt gratis anfordern" oder "Jetzt anfordern".

Wann ein gültiger Vertrag zustande kommt

"So geht es nicht", sagt Julia Rehberg von der Verbraucherzentrale Hamburg. Nur wenn der Bestellbutton den Schriftzug "Zahlungspflichtig bestellen" oder eine andere eindeutige Formulierung trägt, komme ein gültiger Vertrag für ein kostenpflichtiges Abo zustande.

Andernfalls müsse auch keine Rechnung beglichen werden, sagt Rehberg. Betroffene, die sich mit Forderungen konfrontiert sehen, sollten das Unternehmen auf den fehlenden Vertragsschluss hinweisen. Zudem sollten sie hilfsweise den Widerruf erklären. "Flattern trotzdem weiter Rechnungen für die vermeintliche Gratis-Zeitschrift ins Haus, hilft die Verbraucherzentrale", so Rehberg. Ein Formular, um den eigenen Fall zu melden, finden Verbraucher unter www.vzhh.de/dankeschoen-abo.

Verbraucherzentrale geht gegen Vertriebsfirmen vor, die Kosten verschleiern

Die Verbraucherzentrale Hamburg sammelt Fälle von Betroffenen und geht rechtlich gegen Vertriebsfirmen vor, die mögliche Kosten verschleiern. Die Unternehmen Exclusiv Marketing GmbH und Sovendus GmbH etwa mussten nach Abmahnungen der Verbraucherschützer die Schaltfläche, über die eine Bestellung ausgelöst wird, bereits überarbeiten.

Verwendete Quellen:

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Alba Modatchibo.deOTTODeichmannbonprix.deLIDLBabistadouglas.deamazon.de

shopping-portal