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"Öko-Test" findet krebsverdächtigen Stoff in Sonnencreme

22 Produkte im Test  

"Öko-Test" findet krebsverdächtigen Stoff in Sonnencreme

27.05.2021, 07:02 Uhr | cch, t-online

"Öko-Test" findet krebsverdächtigen Stoff in Sonnencreme. Sonnencreme: Von drei Produkten rät "Öko-Test" ab. (Quelle: Getty Images/franckreporter)

Sonnencreme: Von drei Produkten rät "Öko-Test" ab. (Quelle: franckreporter/Getty Images)

"Öko-Test" hat Sonnencreme ins Labor geschickt. Drei Produkte bestehen den Test nicht – in einem fand das Labor deutliche Mengen eines krebsverdächtigen Stoffes. 

Manche Sonnencremes enthalten nicht nur schützende, sondern auch problematische Stoffe. Das zeigt eine Untersuchung der Zeitschrift "Öko-Test" (Heft 6/2021). Drei der getesteten 22 Cremes fielen durch halogenorganische Verbindungen, PEG oder Benzophenon besonders negativ auf.

Diese drei Sonnencremes fielen durch den Test

Sie wurden mit "ungenügend" bewertet. Dabei handelt es sich um

  • "Cetaphil Sun Daylong Liposomale Lotion SPF 30" von Galderma
  • "Garnier Ambre Solaire Sonnenschutz-Milch LSF 30" von L'Oréal
  • "Piz Buin Moisturising Ultra Light Sun Spray SPF 30" von Johnson&Johnson

"Öko-Test" hat zum ersten Mal Sonnenschutzmittel mit dem UV-Filter Octocrylen auf dessen Zerfallsprodukt Benzophenon testen lassen. Dieses gilt als wahrscheinlich krebserregend. In allen sieben Produkten mit dem entsprechenden Filter fand das Labor Benzophenon. Besonders viel davon steckte in dem Sonnenschutz der Marke Piz Buin.

Den UV-Filter Octocrylen bewertet "Öko-Test" außerdem als kritisch, weil er im Verdacht steht, wie ein Hormon zu wirken. Darüber hinaus fand das Labor auch PEG/PEG-Derivate in der Creme. Diese können die Haut durchlässiger machen für Fremdstoffe.

Sie steckten auch in der Garnier-Sonnencreme. Diese wies außerdem halogenorganische Verbindungen auf. Es gibt eine Vielzahl an Verbindungen dieser Art, viele von ihnen gelten als allergieauslösend, manche können Krebs erzeugen. Zudem reichern sich fast alle von ihnen in der Umwelt an.

In der Sonnenmilch von Cetaphil entdeckte das Labor ebenfalls solche Verbindungen. Bei diesem Produkt war aber auch Butylhydroxytoluol (BHT) ein Problem. Der Stoff steht im Verdacht, Allergien auszulösen. Und auch eine hormonelle Wirkung ist laut Bund für Umwelt und Naturschutz möglich. BHT ist zudem biologisch schwer abbaubar. Als UV-Filter setzt Cetaphil auf Ethylhexylmethoxycinnamat. Das kritisiert "Öko-Test" ebenfalls, da dieser im Verdacht steht, wie ein Hormon zu wirken.

Sonnencreme im Test: Das sind die Preis-Leistungs-Sieger

15 Cremes können die Tester aber auch empfehlen: Vier "sehr gute" und elf "gute" Produkte.

Die günstigsten "sehr guten" Produkte sind

  • "Cien Sun Sonnenmilch LSF 30" von Lidl (2,36 Euro pro 200 ml)
  • "Today Sonnenmilch 30" von Rewe (2,66 Euro)

Insgesamt 22 Sonnencremes mit Lichtschutzfaktor 30 wurden getestet. "Öko-Test" prüfte sie vor allem auf bedenkliche Inhaltsstoffe und UV-Filter. Weitere Mängel wie etwa das Vorhandensein von Kunststoffverbindungen oder unvollständige Anwendungs- und Warnhinweise zum Umgang mit der Sonne konnten das Testergebnis verschlechtern.

Das ausführliche Testergebnis lesen Sie in der Juni-Ausgabe von "Öko-Test".

Verwendete Quellen:

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