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"Ich bin dafür, dass die Maskenpflicht bleibt – für immer!"


"Ich bin dafür, dass die Maskenpflicht bleibt – für immer!"

Von Charlotte Janus

Aktualisiert am 17.06.2021Lesedauer: 4 Min.
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Ein Schild mit Piktogramm und Aufschrift Maskenpflich: Leserinnen und Leser von t-online haben verraten, was sie in Punkto Maskenpflicht jetzt für richtig halten.
Ein Schild mit Piktogramm und Aufschrift Maskenpflicht: Leserinnen und Leser von t-online haben verraten, was sie in puncto Maskenpflicht jetzt für richtig halten. (Quelle: IMAGO / Ralph Peters/imago-images-bilder)
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Maske auf oder ab? Wie lange und wo noch die Maskenpflicht gelten soll, wird aktuell viel diskutiert. Auch die Leserinnen und Leser von t-online vertreten dazu klare Meinungen, und die gehen teilweise stark auseinander.

Die Corona-Infektionszahlen sinken. Mehr und Mehr Menschen sind geimpft. Wann also ist es Zeit, die Maskenpflicht abzuschaffen? Sollte sie überhaupt wieder gänzlich abgeschafft werden oder ist der Mund-Nase-Schutz in Zukunft vielleicht weiterhin eine sinnvolle Barriere gegen Viren – auch über Corona hinaus?


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Wir haben die Leserinnen und Leser von t-online gefragt, wie sie zu Schrittweisen Lockerungen und einer möglichen Abschaffung der Maskenpflicht stehen. Die große Menge an Zuschriften, die wir zu der Frage erhalten haben, zeigt: das Thema bewegt.

Ein ganz überwiegender Teil hält das Tragen des Mund-Nase-Schutzes im Alltag für völlig unproblematisch und weiterhin sinnvoll für die Eindämmung der Pandemie. Besonders in der aktuellen Phase sagen viele, sei es eine Frage von Solidarität bis alle die Möglichkeit zur Impfung gehabt hätten. Einige andere hingegen empfinden die Maske als starke Einschränkung ihrer Freiheit. Sie können den Tag kaum erwarten, an dem sie von der lästigen Pflicht endlich befreit werden.

Persönlich finde ich es sehr angenehm, dass mir keiner in den Nacken hustet"

t-online-Leserin Angelika Sandmann: "Ich bin dafür, dass die Masekenpflicht bleibt – und zwar für immer! Zumindest in allen Gebäuden zu denen die Öffentlichkeit Zutritt hat und natürlich auch im öffentlichen Personennahverkehr.

Ich bin seit fast 30 Jahren Taxifahrerin und wahrscheinlich schon immun gegen alle Krankheiten. Jedenfalls habe ich noch nie Grippe gehabt, die Schweinegrippe ohne Ansteckung überstanden und auch sonst war ich noch nie krank. Allerdings ist mir in der Corona-Zeit aufgefallen, dass fast kein Fahrgast mehr hustet oder niest. Selbst Heuschnupfen gibt es scheinbar nicht mehr. Auch wenn ich keine Angst vor Ansteckungen habe, ist das doch ein sehr positiver Effekt, den ich dem Tragen von Masken zuschreibe.

Auch Kollegen, von denen ich weiß, dass sie sonst mindestens zwei bis drei Mal im Jahr eine Erkältung oder Schlimmeres hatten, geht es seit Corona –so blöd wie sich das anhört – anscheinend besser. Persönlich finde ich es sehr angenehm, dass mir keiner in den Nacken hustet oder niest wenn ich an einer Kasse stehe oder, wenn es passiert, derjenige eine Maske trägt. Auch wenn es kein richtiges Argument ist: Ich rieche in meiner Taxe nicht mehr so sehr wenn ein Fahrgast stinkt. Glauben Sie mir, das ist nicht so ungewöhnlich.

In 'normalen' Außenbereichen finde ich, kann man die Maskenpflicht aufheben – ich meine keine Großveranstaltungen. Bei privaten Feiern müssen das die Leute selbst wissen. Alle Menschen, die verantwortungsbewusst sind, schützen ihre Mitmenschen. Also mein Fazit: ganz klar für die Masken!"

"Generell sollte die Regierung den Bürgern mehr Eigenverantwortung zugestehen"

t-online-Leserin Diana: "Ich finde es überholt, eine Maske zu tragen. Menschen sollten einfach mehr Abstand zueinander halten. Die Deutsche Bahn könnte mehr Nahverkehrszüge einsetzen, damit Menschen nicht auf dem Weg zu Arbeit dicht an dicht stehen. Eigentlich gilt das für den gesamten Nahverkehr – egal ob Bus oder Bahn.

Beim Einkaufen an der Kasse kann man generell Platz lassen, und muss der Person davor nicht auf die Pelle rücken. Ich persönlich shoppe Kleidung und Haushaltsartikel meist übers Internet. Ich habe keine Lust, Kleidung mit Maske anzuprobieren.

Des Weiteren glaube ich, dass viele ihre Maske zu selten wechseln. Das ist nicht gesund. Ein anderer Punkt ist der Umweltschutz. In den letzten Monaten lagen häufig benutze Masken einfach draußen rum. Diese wurden nicht in Mülleimer entsorgt. Wieviel Belastung das wohl mit sich zieht? Es gibt Tiere, die sich in der Maske verfangen.

Ich bin eindeutig für die Abschaffung einer Pflicht. Wer sich schützen möchte, kann dies auch ohne eine Pflicht. Generell sollte die Regierung den Bürgern mehr Eigenverantwortung zugestehen."

"Gerade in den Schulen halte ich es für Wichtig die Maskenpflicht zu belassen"

t-online-Leser Heinz Honerkamp: "Die Maskenpflicht sollte auf jeden Fall bis Frühjahr 2022 in geschlossenen Räumen und im ÖPNV bestehen bleiben. Gerade, da nun die Urlaubszeit beginnt und viele sich im Urlaub nicht an die Regeln halten werden oder im Ausland deutlich lockerere Vorschriften herrschen. Wenn wir verhindern wollen, dass sich eine massive vierte Welle ausbreitet, ist das meiner Meinung nach die einzige Möglichkeit. Des Weiteren müssen weiterhin die AHA-Regeln eingehalten werden.

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Gerade an den Schulen halte ich es für wichtig die Maskenpflicht zu belassen. Auch wenn Kinder und Jugendliche meist nur leicht oder gar nicht erkranken, können sie das Virus übertragen und somit Lehrer, die noch lange nicht alle geimpft sind, und auch Familienangehörige infizieren. Ein Aussetzen der Maskenpflicht ist erst möglich, wenn alle ab zwölf Jahre, außer die Impfverweigerer, geimpft sind. Sobald es einen Impfstoff für Kinder unter zwölf Jahre gibt, müssen auch diese umgehend geimpft werden. Erst dann haben wir die Pandemie besiegt. Für Alle, die aus Ländern mit höherer und hoher Inzidenz einreisen, muss es eine Quarantänepflicht geben."

"Jeder weiß, wie er sich selbst schützen kann"

t-online-Leserin Steffi Ackermann: "Seit über einem Jahr trägt jeder in Deutschland eine Maske. Jeder in Deutschland weiß, was sie tut und wie sie wirkt. Wir gehen davon aus, dass in Deutschland mündige, vernünftige Menschen leben. Also sollte man uns auch so behandeln und uns selbst entscheiden lassen, ob wir eine Maske tragen wollen oder nicht. So wie man uns auch in allen anderen Lebensbereichen entscheiden lässt.

Wenn ich mich vor dem Virus schützen möchte, trage ich eine FFP2-Maske. Dass ich ohne Maske möglicherweise eine Gefahr für alle anderen bin, ist kein Argument mehr. Denn jeder weiß, wie er sich selbst schützen kann."

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Verwendete Quellen
  • Einsendungen von Leserinnen und Lesern von t-online
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