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Mauritius: Paradies mit dunkler Vergangenheit

Nellie B├Ąr / Raufeld

15.03.2012Lesedauer: 2 Min.
Der Fels Le Morne auf Mauritius ist seit diesem Jahr Weltkulturerbe und gemahnt an die Zeit der Sklaverei.
Der Fels Le Morne auf Mauritius ist seit diesem Jahr Weltkulturerbe und gemahnt an die Zeit der Sklaverei. (Quelle: /Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Schon von weitem sieht man den Felsen 556 Meter in die H├Âhe ragen. Schroff, steil, unwirtlich. Am Le Morne im S├╝dwesten von Mauritius weht immer eine steife Brise, weshalb das Wasser um den Berg l├Ąngst zum hei├č umk├Ąmpften Ort von Wind- und Kitesurfern geworden ist. Was Sie auf Mauritius erwartet, sehen Sie in unserer Foto-Show.

Nun sind f├╝r Wassersportler und Sonnenanbeter schon allein die mit Palmen ges├Ąumten Str├Ąnde aus Korallensand und ihren vorgelagerten Riffs Grund genug f├╝r einen Besuch. Doch m├Âgen jetzt auch immer mehr Kulturfreunde dem Reiz von Mauritius erliegen: Der Le Morne wurde in diesem Jahr offiziell auf die Liste des Unesco-Weltkulturerbes gesetzt.

Nur 50 mal 60 Kilometer gro├č

"Zuerst wurde Mauritius erschaffen, dann das Paradies", sagte einst Mark Twain, "aber das Paradies war nur eine Kopie von Mauritius." Das sagt eigentlich alles ├╝ber die Sch├Ânheit des nur 50 mal 60 Kilometer gro├čen Eilands im Indischen Ozean. T├╝rkisfarbenes Wasser, bewaldete H├╝gel und Menschen aller Kulturen und Hautfarben pr├Ągen die Insel. Nur konnten diese Sch├Ânheit nicht immer alle Menschen genie├čen, die hier lebten. Und genau daran will der Le Morne erinnern. >>


Mauritius: Paradies mit dunkler Vergangenheit

T├╝rkisfarbenes Wasser, bewaldete H├╝gel und Menschen aller Kulturen und Hautfarben pr├Ągen Mauritius, die Insel im Indischen Ozean.
Einen traumhaften ├ťberblick bekommt man, wenn man auf einen der Berge Mauritius klettert.
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W├Ąhrend des 18. und fr├╝hen 19. Jahrhundert suchten viele Maroon-Sklaven in den schwer zug├Ąnglichen, zerkl├╝fteten und bewaldeten Klippen des Le Morne Zuflucht. Heute besteigen nur Menschen den Berg, die gut zu Fu├č sind und bestens ausger├╝stet.

Vier Stunden m├╝ssen f├╝r den Aufstieg einkalkuliert werden. Wer schlechter Kondition ist und schnell ins Keuchen ger├Ąt, der mag sich kaum vorstellen, wie sich die fl├╝chtenden Sklaven vor mehr als einhundert Jahren durch die glei├čende Sonne k├Ąmpften, in H├Âhlen und auf dem h├Âchsten Gipfel des Berges siedelten.

In den m├╝ndlich ├╝berlieferten Geschichten und Legenden galt der Berg schon seit Jahrhunderten als ein Sinnbild kreolischer Kultur und Symbol der Sklaverei f├╝r die Menschen aller betroffenen L├Ąnder, aus denen die Sklaven kamen: Afrika, Madagaskar, Indien und S├╝dostasien. Mauritius war ein wichtiger Zwischenstopp im ├Âstlichen Sklavenhandel. >>

Wegen der gefl├╝chteten Sklaven, die sich auf dem Le Morne versteckt hielten, nannte man es auch die "Maroon-Republik".

Seit 1834 "moderne Arbeit" ohne Sklaverei

Bereits 2006 wurde Aapravasi Ghat in die Unesco-Liste aufgenommen, ein ehemaliges Auffanglager f├╝r Kontraktarbeiter in der mauretanischen Hauptstadt Port Louis, in der heute 200.000 Menschen leben, das ist jeder sechste Bewohner der Insel. Hier wurde im Jahr 1834 als einer der ersten Orte weltweit die "moderne Arbeit" ohne Sklaverei eingef├╝hrt.

Eine halbe Millionen Menschen erreichten das Lager bis 1920 und arbeiteten auf den mauretanischen Zuckerfeldern. Noch heute stehen ein paar Geb├Ąudereste aus jener Zeit: das Eingangstor und die Krankenstation sowie Teile der Kaimauer, die damals jeder Ank├Âmmling passieren musste.

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Von Claudia Zehrfeld
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