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Flusskreuzfahrten wegen Niedrigwasser in Gefahr

Flüsse mit Niedrigwasser  

Anbieter müssen Kreuzfahrten zusammenstreichen

19.10.2018, 16:59 Uhr | Philipp Laage, dpa-tmn

Flusskreuzfahrten wegen Niedrigwasser in Gefahr. Unterwegs auf der Donau: Wegen niedriger Wasserstände müssen Kreuzfahrten geändert oder abgesagt werden. (Quelle: dpa/tmn/Bernd Kubisch)

Unterwegs auf der Donau: Wegen niedriger Wasserstände müssen Kreuzfahrten geändert oder abgesagt werden. (Quelle: Bernd Kubisch/dpa/tmn)

Wegen des Niedrigwassers vieler Flüsse werden derzeit Kreuzfahrten geändert oder sogar abgesagt. Welche Flüsse betroffen sind und welche Rechte Ihnen dann zustehen.

Der heiße Sommer ist vorbei – der niedrige Wasserstand vieler Flüsse aber nicht. Deshalb können derzeit Kreuzfahrten geändert oder auch ganz abgesagt werden. Betroffen von niedrigen Pegelständen sind unter anderem Elbe, Donau und Rhein – nicht nur, aber auch innerhalb Deutschlands.

Bei Nicko Cruises zum Beispiel werden bei 70 bis 80 Prozent der vom Niedrigwasser betroffenen Reisen geringfügige Änderungen vorgenommen, wie der Anbieter erläutert. "Wir fahren andere Häfen an und machen das geplante Ausflugsprogramm von dort aus", so Sprecherin Sandra Huck. "Wenn das Schiff beispielsweise nicht nach Bratislava kommt, machen wir den Ausflug ab Wien. Von dort ist es nur circa eine Stunde Fahrt mit dem Bus." Bei Nicko Cruises sind neun Schiffe betroffen: vier auf der Donau, drei auf dem Rhein und zwei auf der Elbe.


Eine generelle Routenänderung sei bei 20 bis 25 Prozent aller betroffenen Flussreisen nötig. Die Kunden würden informiert. Diese können dann der alternativen Route zustimmen, umbuchen oder von der Reise zurücktreten. In wenigen Fällen müsse die Fahrt komplett abgesagt werden, weil eine andere Route keinen Sinn ergeben hätte. Der Reisepreis werde dann zurückerstattet.

Auch bei A-Rosa Flussschiff kommt es nach Angaben des Veranstalters zu Anpassungen von Reiserouten. Bisher hätten die Reisen größtenteils stattfinden können, es gab jedoch auch komplette Absagen – bei Fahrten in Richtung Donau-Delta. Kunden haben dem Unternehmen zufolge in diesen Fällen Kompensationsangebote bekommen.

Wenn Reedereien wegen Niedrigwasser ihre Routen ändern müssen, bekommen Urlauber oft einen Teil des Geldes zurück. Konkret lässt sich der Reisepreis anteilig mindern, wenn bestimmte Stopps unterwegs und Ausflüge ersatzlos gestrichen werden müssen. Diese Ansprüche bestehen, obwohl der Anbieter nichts für niedrige Pegelstände kann. Fällt der Höhepunkt einer Reise absehbar aus, haben Kunden das Recht, vom Vertrag zurückzutreten. Dann gibt es das gesamte Geld zurück.

Verwendete Quellen:
  • dpa/tmn

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