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Checkliste Reiseapotheke: Diese Medikamente gehören hinein

Sicher verreisen  

Welche Medikamente in die Reiseapotheke gehören

11.07.2020, 09:47 Uhr | lw, dpa, t-online.de, cch

Checkliste Reiseapotheke: Diese Medikamente gehören hinein. Reiseapotheke: Sie ist vor allem bei längeren Reisen ein Muss. (Quelle: Getty Images/Mukhina1)

Reiseapotheke: Sie ist vor allem bei längeren Reisen ein Muss. (Quelle: Mukhina1/Getty Images)

Ohne eine gut bestückte Reisepotheke kann es im Urlaub unangenehm werden. Warum Sie sich nicht auf eine ausreichende Medikamentenversorgung am Reiseziel verlassen sollten.

Eine Erkältung, ein verdorbener Magen oder juckende Mückenstiche – gesundheitliche Beschwerden können einem den Urlaub ganz schön vermiesen. Damit das nicht passiert, sollten Sie entsprechende Medikamente parat haben. Im besten Falle jene, die Sie auch zu Hause nutzen und von denen Sie somit wissen, dass sie bei Ihnen wirken.

Medikamente in der Reiseapotheke: An der Hausapotheke orientieren

In die Reiseapotheke gehört daher grundsätzlich all das, was auch sonst in der Hausapotheke vorhanden ist. Dazu zählen Schmerz- und Fiebermittel und Medikamente gegen Beschwerden wie Durchfall, Übelkeit, Halsschmerzen, Husten oder Schnupfen. Wenn Kinder mit in den Urlaub fahren, sollte auch an die kindergeeigneten Varianten gedacht werden.

Wichtig sind zudem Desinfektionsmittel sowie Verbandmaterial, Wundsalben und Pflaster zur Versorgung von kleinen Verletzungen, so Ursula Sellerberg von der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA).

Wenn Sie in warme Gefilde oder im Sommer verreisen, sind Sonnenschutz und Mittel gegen Insektenstiche unverzichtbar. Prof. Tomas Jelinek, Facharzt für Tropenmedizin und medizinischer Direktor am Berliner Centrum für Reise- und Tropenmedizin, empfiehlt eine niedrig dosierte Cortisoncreme: Sie hilft kurzfristig gegen Schwellungen und Entzündungen.

Reiseapotheke hängt von der Art des Urlaubs ab

Ins Gepäck gehören daneben natürlich die Mittel, die man regelmäßig einnimmt. Das können Arzneimittel gegen Bluthochdruck, Herpes und Allergien oder auch die Antibaby-Pille sein.

Wer einen Wanderurlaub plant, sollte zusätzlich Blasenpflaster mitnehmen. Für einen Tauchurlaub können Ohrentropfen sinnvoll sein. Sie sollen Entzündungen im Gehörgang durch verunreinigtes Wasser vorbeugen. Aktivurlauber auf Mountainbike- oder Klettertouren packen zusätzlich zur Grundausstattung weiteres Verbandmaterial wie sterile Wundkompressen, Einmalhandschuhe und eine Schere ein.

Die Reiseapotheke sollte sich also an den individuellen Bedürfnissen und eventuellen Vorerkrankungen der Reisenden ausrichten. Darüber hinaus sollten beim Zusammenstellen der Medikamente das Reiseziel und die medizinische Versorgung vor Ort sowie die Art der Reise (Strandurlaub, Städtetrip, Wanderurlaub etc.) bedacht werden.

Checkliste: Das gehört in die Reiseapotheke

  • individuell notwendige Medikamente
  • Schmerzmittel
  • Medikamente gegen Fieber
  • Erkältungsmittel: Medikamente gegen Halsschmerzen, Husten und Schnupfen
  • Medikamente gegen Reiseübelkeit
  • Tabletten gegen Durchfall
  • Medikamente gegen Verstopfung
  • Fieberthermometer (besonders in Ländern mit Malaria-Gefahr)
  • Medikamente gegen Allergien
  • Insektenschutzmittel und Salbe gegen Insektenstiche
  • Desinfektionsmittel
  • Wund- und Heilsalbe
  • Pflaster, Verbände, Mullbinden, Schere, Einmalhandschuhe

Sinnvoll können je nach Art des Urlaubs ebenfalls sein:

  • Sonnenschutz: Sonnencreme, Sonnenbrille, Kopfbedeckung und After-Sun-Lotion
  • Mittel gegen Sonnenbrand und Sonnenstich
  • Ohrentropfen
  • Ohrstöpsel gegen Lärm
  • Blasenpflaster (wenn Sie im Urlaub viel zu Fuß unterwegs sind)
  • abschwellendes Nasenspray (kann bei Flugreisen den Druckausgleich erleichtern)
  • Zeckenpinzette oder -karte
  • Salbe gegen Prellungen und Eisspray
  • Augentropfen (besonders für windige oder staubige Destinationen)
  • Cremes gegen Fußpilz
  • Mittel gegen Lippenherpes
  • Antibiotika
  • Moskitonetz
  • Malariatabletten (falls Sie in ein Malariagebiet reisen)

Wenn Sie mit Baby oder Kind verreisen

Denken Sie an die für Kinder geeigneten Varianten der Medikamente und eine Sonnencreme mit besonders hohem Lichtschutzfaktor. Was Sie bei Reisen mit Kindern zudem beachten sollten, lesen Sie hier. Tipps für das Verreisen mit Baby gibt es hier.

Reiseapotheke in Coronazeiten

Wegen des Coronavirus sind derzeit vor einer Reise besondere Vorkehrungen zu treffen. Auf keinen Fall vergessen sollten Sie genügend Mund-Nase-Bedeckungen. Können Sie an Ihrem Urlaubsziel Ihre Stoffmasken waschen oder ist es sinnvoll, Einmal-Masken einzupacken? Wenn Sie keine Waschmöglichkeit haben, packen Sie eine Maske pro Tag und Person ein.

Ebenfalls wichtig ist Desinfektionsmittel für Hände und Flächen. Denken Sie auch an ein Fieberthermometer, um im Zweifel prüfen zu können, ob Sie das typische Symptom einer Coronaerkrankung haben. Machen Sie sich zudem vorab mit den Bestimmungen vertraut, die rund um Corona in Ihrem Urlaubsland gelten.

Nicht vergessen: Ein Mundschutz ist derzeit auf Reisen unabdingbar. (Quelle: Getty Images/elenaleonova)Nicht vergessen: Ein Mundschutz ist derzeit auf Reisen unabdingbar. (Quelle: elenaleonova/Getty Images)

So lagern Sie Medikamente auf der Reise

Im Auto sollte man Arzneimittel vor allem im Sommer möglichst kühl lagern, rät Sellerberg von der ABDA. "Entweder man packt sie in eine Kühlbox oder unter den Beifahrersitz. Dort bleibt es auch bei Sonneneinstrahlung relativ kühl." Wer mit dem Zug verreist, packt die Reiseapotheke idealerweise in eine Tasche, die man am Sitzplatz bei sich hat.

Achtung vor gefälschten Medikamenten aus dem Ausland

Bei Reisen in die Ferne kommt noch mehr auf die Packliste. "Für Fernreisen ist ein Antibiotikum, das gegen verschiedene Arten an Beschwerden hilft, oft sinnvoll", sagt Tropenmediziner Jelinek. Alles, was man aus Deutschland mitnehmen kann, sollte auch eingepackt werden.

In vielen Regionen der Welt ist die medizinische Versorgung schlechter als man es gewohnt ist. Außerdem ist Achtung geboten: Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind rund zehn Prozent der weltweit im Umlauf befindlichen Medikamente gefälscht – und das oft so gut, dass man die Fälschung äußerlich nicht vom Original unterscheiden kann. Hinzu kommt ein weiteres Problem: Im Ausland sind die Namen von Arzneimitteln und Wirkstoffen manchmal anders als in Deutschland.

Bescheinigung für verschreibungspflichtige Medikamente besorgen

Welche Medikamente wichtig sind und wann diese bei einer Zeitverschiebung am Zielort eingenommen werden müssen, weiß der Hausarzt. Besonders Patienten mit chronischen Erkrankungen und verschreibungspflichtigen Medikamenten sollten sich dort vor der Reise beraten lassen.

Vorab sollte man sich darüber hinaus über die Vorschriften für die Mitnahme von Medikamenten informieren. Das geht am besten bei der Botschaft des Ziellandes und der Fluggesellschaft. Einige Airlines verlangen für manche Arzneien ärztliche Bescheinigungen oder schriftliche Rezepte – etwa für das Mitführen von Injektionsspritzen und starken Schmerz- und Betäubungsmitteln.

Reisende sollten am besten die Originalverpackung der Medikamente mitnehmen, um so bei der Sicherheitskontrolle Nachfragen klären zu können und Missverständnisse zu vermeiden. Welche Flüssigkeiten im Handgepäck mit ins Flugzeug genommen werden dürfen, erfahren Sie hier.

Impfungen nicht vergessen

Denken Sie rechtzeitig vor Reiseantritt auch an die notwendigen Reiseimpfungen. Wenn Sie eine Reise außerhalb Europas planen, kann eine Impfung gegen Krankheiten wie Cholera, Gelbfieber oder Hepatitis sinnvoll sein. Außerdem sollten Sie gegen Typhus und Polio geschützt sein. Weiterhin ist es wichtig, dass Ihre Impfung gegen Tetanus und Diphtherie nicht älter als zehn Jahre ist.

Kümmern Sie sich spätestens zwei Monate vor Reiseantritt um alle nötigen Impfungen. Last-Minute-Urlauber sollten demnach sicher gehen, dass bereits ein Impfschutz besteht, bevor kurzerhand die Reise gebucht wird.

Im Urlaub kann man sich vor allen Dingen durch verunreinigte Speisen oder Getränke etwas einfangen. Aber auch Insektenstiche oder Intimkontakte können lebensgefährliche Infektionen zur Folge haben.

Verwendete Quellen:

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