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So viel Regenwald wurde bereits vernichtet

Von dpa, t-online, mbo

Aktualisiert am 13.01.2021Lesedauer: 2 Min.
Brasilien: Abgeholzte Fläche des Amazonas-Regenwaldes.
Brasilien: Abgeholzte Fläche des Amazonas-Regenwaldes. (Quelle: imago images / Joerg Boethling)
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Die Statistik ist beängstigend: Seit 2004 wurden gigantische Flächen in den tropischen Regenwäldern abgeholzt. Die zerstörte Fläche ist fast so groß wie ein ganzes europäisches Land.

Eine Fläche fast so groß wie Schweden wurde seit 2004 in 24 sogenannten Hotspots der Entwaldung gerodet. In Zahlen sind das 43 Millionen Hektar tropischer Regenwaldfläche. Dies geht aus einer Studie der Umweltorganisation WWF hervor, die sich auf Satellitendaten bezieht, die zwischen 2004 und 2017 aufgenommen wurden. Der WWF erklärt, dass "gesetzliche Regelungen für Lieferketten den Entwaldungsdruck maßgeblich verringern" könnten.


Artensterben: Bedrohte Tierarten

Lonesome George ("Einsamer George"): Die männliche Pinta-Riesenschildkröte war vermutlich das letzte Exemplar ihrer Unterart. Das Tier starb 2012. Auch andere Unterarten der Galapagos-Schildkröten sind bereits ausgestorben, weitere gelten als stark bedroht.
Vortrag zum Kalifornischen Schweinswal (Archivbild): Der auch als Vaquita bekannte Wal ist fast ausgestorben. Es sind nur noch weniger als 20 Exemplare verblieben.
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Den größten Verlust gebe es im Amazonas in den Ländern Brasilien, Kolumbien, Peru, Bolivien, Venezuela und Guyana mit 18,3 Millionen Hektar. Zur Einordnung: Die Fläche Deutschlands ist mehr als 35,7 Millionen Hektar groß, Schweden fast genau 45 Millionen Hektar.

"Wir müssen uns an die eigene Nase fassen"

Der WWF betonte, dass auch Unternehmen und Verbraucher in Deutschland eine Mitschuld an der Entwaldung trügen. "Für den Anbau von Futtermittelsoja, Kakao und Rindfleisch, das in die EU importiert wird, wird oft Wald vernichtet. Rund ein Sechstel aller in der EU gehandelten Lebensmittel tragen zur Entwaldung in den Tropen bei", heißt es in der Mitteilung. "Statt nur mit dem Finger auf Regierungen und Landwirte in Entwaldungshotspots zu zeigen, müssen wir uns ebenfalls an die eigene Nase fassen", sagte Susanne Winter, Programmleiterin Wald beim WWF Deutschland.

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Doch den meisten Einfluss habe weiterhin die Politik. So brauche es "auf Bundes- und EU-Ebene dringend bessere und verbindliche Sozial- und Umweltstandards für die internationalen Handelsbeziehungen". Winter wird diesbezüglich wie folgt zitiert: "Waren, für deren Produktion Natur zerstört oder Menschenrechte verletzt wurden, dürfen nicht im Supermarktregal landen."

"Intakte Natur von existenzieller Bedeutung für uns alle"

Weiter erklärte sie, dass Regenwälder eine Gesundheitsvorsorge für Mensch und Natur seien. In der Mitteilung heißt es, dass Ausbrüche vieler Infektionskrankheiten nach wissenschaftlichen Erkenntnissen "in direktem Zusammenhang mit Waldrodungen" stehen. Winter sagte: "Eine intakte Natur ist von existenzieller Bedeutung für uns alle. Denn ist die Erde krank, werden es auch die Menschen. Wir müssen die Regenwälder besser schützen, sonst ist Covid-19 nur ein Vorgeschmack auf künftige Krisen."

Regenwälder speichern beispielsweise Kohlenstoff und seien ein wichtiger Lebensraum für Tier- und Pflanzenarten. "Wir müssen daher dringend die Entwaldung aufhalten, sonst stoppt das Leben, wie wir es kennen", wurde Winter zitiert. Laut dem Bericht werde die Zerstörung der Wälder vor allem in den Hotspots noch weiter zunehmen.

Sabah, Borneo: Ein Bulldozer gräbt eine Straße durch den Regenwald.
Sabah, Borneo: Ein Bulldozer gräbt eine Straße durch den Regenwald. (Quelle: imago images / Mint Images)

Zu den sogenannten Entwaldungshotspots zählen den Angaben nach auch Wälder auf Borneo (Indonesien, Malaysia), in Paraguay, Argentinien, auf Madagaskar und Sumatra. Fast die Hälfte der noch bestehenden Wälder in solchen Hotspots seien zudem stark zerstückelt, etwa durch Straßen oder Ackerflächen. "Das macht den Wald anfälliger für Trockenheit sowie Feuer und vertreibt dort lebende Tierarten."

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Von Theresa Crysmann, Liesa Wölm
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