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Wildlife Photographer of the Year: Das sind die besten Naturfotos des Jahres


Das sind die besten Naturfotos des Jahres

Von Sören Hinze

Aktualisiert am 15.10.2022Lesedauer: 4 Min.
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Kaktusbienen wettereifern um die Chance zur Fortpflanzung – mit diesem Foto hat Karine Aigner den diesjährige "Grand Title" beim Wildlife-Fotowettbewerb gewonnen.
Kaktusbienen wetteifern um die Chance zur Fortpflanzung – mit diesem Foto hat Karine Aigner den diesjährigen "Grand Title" beim Wildlife-Fotowettbewerb gewonnen. (Quelle: Karine Aigner / Wildlife Photographer of the Year)
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In London wurden die begnadetsten Naturfotografen 2022 gekürt. t-online präsentiert die schönsten Aufnahmen und die Geschichten dahinter.

Die Gewinner des "Wildlife Photographer of the Year"-Wettbewerbs stehen fest. Der Fotowettbewerb wird seit 1964 vom Natural History Museum London ausgerichtet. Mit ihrem Foto einer summenden Kugel aus Kaktusbienen hat die US-amerikanische Fotografin Karine Aigner den "Grand Title" des Wettbewerbs gewonnen. Doch es ist nicht das einzige Foto, für das Aigner in diesem Jahr ausgezeichnet wurde.

Von rund 38.000 Einsendungen aus 93 Ländern kürten die Juroren die besten Aufnahmen in 19 Kategorien. "Sie heben die Natur mit all ihren Wundern und in ihrer Vielfalt hervor", so die Jury. t-online stellt Ihnen elf der Gewinnerfotos vor und erzählt die Geschichte hinter den Bildern.

Demokratische Republik Kongo: "Ndakasi’s passing"

Im Nationalpark Virunga (Demokratischen Republik Kongo) stirbt Berggorilla Ndakasi in den Armen ihres Retters Ranger Andre Bauma.
Im Nationalpark Virunga (Demokratischen Republik Kongo) stirbt Berggorilla Ndakasi in den Armen ihres Retters Ranger Andre Bauma. (Quelle: Brent Stirton / Wildlife Photographer of the Year)

Mit diesem Foto gewann Fotograf Brent Stirton in der Kategorie "Fotojournalismus". Er hielt die letzten Augenblicke des Berggorillas Ndakasi fest: Sie starb in den Armen des Rangers Andre Bauma.

Schon vor 13 Jahren fotografierte Stirton die beiden. Er dokumentierte Ndakasis Rettung – damals erst zwei Monate alt – nachdem ihre Gruppe von einer Holzkohle-Mafia getötet worden war.

"House of bears" in verlassener Polarstation

Zwei Eisbären streifen durch die verlassene Polarstation auf der Insel Koljutschin, am östlichen Ende von Russland.
Zwei Eisbären streifen durch die verlassene Polarstation auf der Insel Koljutschin vor Russlands Ostküste. (Quelle: Dmitry Kokh / Wildlife Photographer of the Year)

Dieses Foto trägt den Titel "House of Bears" (Haus der Bären) und wurde von Dmitry Kokh geschossen. Er entdeckte die Tiere, während er mit einem Schiff Schutz vor einem Sturm suchte. Diesen – und die beiden Bären – fand er auf der Insel Koljutschin, im östlichsten Zipfel Russlands.

Im Nebel streifen die Raubtiere durch die seit 1992 verlassene Polarstation. Für das Foto griff er auf eine besonders leise Drohne zurück und fing so das postapokalyptisch wirkende Bild ein.

Unter Wasser: "Shooting star" in Japan

Von einem anderen Planeten? Im japanischen Kinko Bay pflanzt sich ein Seestern fort
Von einem anderen Planeten? Im japanischen Kinko Bay pflanzt sich ein Seestern fort. (Quelle: Tony Wu / Wildlife Photographer of the Year)

Tony Wu beobachtet den elektrisierenden Fortpflanzungstanz eines riesigen Seesterns. Als sich das umgebende Wasser mit Sperma und Eiern von laichenden Seesternen füllte, hatte Tony ein Problem. Bei seinem Tauchgang hatte er nur ein Makroobjektiv im Gepäck. Das wird normalerweise nur genutzt, um kleine Details groß zu machen: die Augen von Insekten oder das Innere einer Blüte. Als er den wogenden Seestern sah, wich er zurück und schaffte es, diese galaktisch anmutende Szene in sein Sichtfeld zu quetschen.

Tierportrait: "Puff perfect" in Spanien

Während der Balz präsentieren Kragentrappen ihre ansonsten verborgenen weiße Schmuckfedern
Nur während der Balz präsentieren Kragentrappen ihre ansonsten verborgenen weißen Schmuckfedern. (Quelle: José Juan Hernández / Wildlife Photographer of the Year)

Was ist das denn für ein Vogel? Eine Kragentrappe, die in den Wüsten Nordafrikas, auf Fuerteventura und Lanzarote lebt. Hier tanzt ein Hahn seine schwindelerregende Balz: Die sonst verborgenen Schmuckfedern stellt er wie einen Kragen auf und versteckt seinen Kopf dahinter. Dann rast er vorwärts, trippelt kreisförmig zurück und ruht sich für wenige Sekunden aus, bevor er von neuem beginnt. Um dieses Naturschauspiel einzufangen, musste sich Fotograf José Juan Hernández schon nachts im Mondschein auf die Lauer legen.

Singvögel auf Kuba: "The Cuban connection"

Mitten auf einer Straße in Kuba hängt ein Vogelkäfig mit einem kubanischen Gimpel.
Mitten auf einer Straße in Kuba hängt ein Vogelkäfig mit einem kubanischen Gimpel. (Quelle: Karine Aigner / Wildlife Photographer of the Year)
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In Kuba sind Singvögel und Vogelgesangswettbewerbe traditionell verwurzelt. Vor allem in schweren Zeiten haben Singvögel für Gesellschaft, Unterhaltung und freundschaftlichen Wettbewerb innerhalb der Gemeinde gesorgt. Durch regelmäßige Reisen und Auswanderungen zwischen Kuba und Nordamerika hat die Tradition der Singvogelwettbewerbe den trennenden Ozean überwunden. Auch in den USA findet man sie inzwischen. Mit diesem Foto möchte Karine Aigner an die Herkunft der Tradition erinnern. Hier wurde ein kubanischer Gimpel in einem Käfig direkt an der Straße positioniert. So soll er sich an den Trubel und Lärm gewöhnen, um beim nächsten Wettbewerb besser zu singen.

Ecuador: Schlechte Aussichten für den Brillenbären

Ein Bär steht einsam auf einem Hügel umzingelt von einer landwirtschaftlich erschlossenen Gegend in Ecuador.
Ein Brillenbär steht einsam auf einem Hügel, umzingelt von einer landwirtschaftlich erschlossenen Gegend in Ecuador. (Quelle: Daniel Mideros / Wildlife Photographer of the Year)

Dieser Bär wirkt verloren und ungepflegt. Kein Wunder, denn das Foto soll den schrumpfenden Lebensraum von Wildtieren porträtieren. Dazu hat Fotograf Daniel Mideros Kamerafallen entlang eines Wildtierkorridors in Ecuador aufgestellt. Er positionierte die Kameras so, dass sie die verschwindende Naturlandschaft mit dem Bären im Mittelpunkt des Bildes zeigten. Die Jury zeichnete das Bild als Gewinner in der Kategorie "Tiere in ihrer Umgebung" aus.

Leben unter dem antarktischen Eis

Eine Pyramide aus wirbellosen Tieren bewohnt den Meeresboden in der Ostantarktis.
Eine Pyramide aus wirbellosen Tieren bewohnt den Meeresboden in der Ostantarktis. (Quelle: Laurent Ballesta / Wildlife Photographer of the Year)

32 Meter unter dem Eis der Ostantarktis fand Unterwasserfotograf und Biologe Laurent Ballesta die "Pyramide des Lebens". Trotz einer Wassertemperatur von minus 1,7 Grad Celsius türmen sich hier wirbellose Meerestiere auf: in der Mitte ein baumförmiger Schwamm umgeben von etlichen Bandwürmern und einem dicken Seestern.

Griechenland: Wie aus antiken Mythen

Wie aus dem antiken griechischen Mythos: Drei Morcheln glänzen golden im Sonnenlicht, während im Hintergrund ein türkiser Wasserfall strömt.
Wie aus dem antiken griechischen Mythos: Drei Morcheln glänzen golden im Sonnenlicht, während im Hintergrund ein türkiser Wasserfall hinabströmt. (Quelle: Laurent Ballesta / Wildlife Photographer of the Year)

Nicht nur Tierfotos werden beim "Wildlife Photographer of the Year" ausgezeichnet. Dieses Bild hat 2022 in der Kategorie "Pflanzen und Pilze" gewonnen. Am Fuß des Berges Olymp fotografierte Agorastos Papatsanis die mystische Szene von Morcheln und Wasserfall. Er wartete, bis die Sonne durch die Bäume sickerte und das Wasser im Hintergrund beleuchtete. Dann griff er auf ein Weitwinkelobjektiv und Blitze zurück, um die labyrinthischen Formen des Pilzes hervorzuheben.

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Der Fledermaus-Schnapper aus Mexiko

Eine kleine Schlange lugt aus dem Felsen hervor und hat sich eine Fledermaus geschnappt.
Eine kleine Schlange lugt aus dem Felsen hervor und hat sich eine Fledermaus geschnappt. (Quelle: Constantino Martínez Belmar / Wildlife Photographer of the Year)

Fotograf Constantino Martínez Belmar wartete in der Dunkelheit, bis sich eine Yucatan-Rattenschlange eine Fledermaus schnappte. Dazu nutzte Belmar ein rotes Licht, für das sowohl Fledermäuse als auch Schlangen weniger empfindlich sind, und behielt dieses Exemplar im Auge, das aus einem Spalt lugte. Ihm blieben nur Sekunden, um dieses Bild zu schießen, bevor sich die Rattenschlange mit ihrer Fledermaus-Beute in den Fels zurückzog.

Das große Summen in Texas

Ein summender Klumpen aus Bienen rollt über den sandigen Boden von Texas.
Ein summender Klumpen aus Bienen rollt über den sandigen Boden von Texas. (Quelle: Constantino Karine Aigner / Wildlife Photographer of the Year)

Mit diesem Foto hat Karine Aigner den "Grand Titel" des Wettbewerbs ergattert. Sie war hautnah dabei, als ein kleiner Schwarm Kaktusbienen um eine paarungsbereite Partnerin stritt. Mit einem Makroobjektiv fing Aigner ein, wie sich dieser summende Ball über den heißen Sand von Texas drehte. Nach ein paar Minuten flog das Paar in seiner Mitte – ein Männchen, das sich an das einzige Weibchen im Gedränge klammerte – davon, um sich zu paaren.

Die Schönheit der Barten

Zwei Fische versuchen sich noch in der Luft vor den Bartenhaaren eines schnappenden Brydewals zu retten.
Zwei Fische versuchen sich noch in der Luft vor den Bartenhaaren eines schnappenden Brydewals zu retten. (Quelle: Katanyou Wuttichaitanakorn / Wildlife Photographer of the Year)

Der Motor des thailändischen Ausflugsboots ist abgeschaltet, als Katanyou Wuttichaitanakor dieses kontrastreiche Foto schießt. Es zeigt den Oberkiefer eines Brydewals mit seinen haarähnlichen Barten. Damit siebt der rund 14 Meter lange Meeressäuger seine Nahrung aus dem Ozean: Sardinen, Makrelen, Krebs- und Weichtiere. Mit dem Foto gewinnt Wuttichaitanakor die Nachwuchskategorie "15 bis 17 Jahre" und zugleich den "Young Grand Title".

Alle Gewinner des diesjährigen Wettbewerbs und weitere beeindruckende Fotos aus den vergangenen Jahren finden Sie hier oder unter dem folgenden Link: www.nhm.ac.uk/wpy/gallery

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Verwendete Quellen
  • Natural History Museum London
  • Eigene Recherche
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