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Maßnahmen gegen Atomunfall: Belgien bestellt 45 Mio. Jodtabletten

45 Millionen Jodtabletten bestellt  

Belgien rüstet komplette Bevölkerung für möglichen Atomunfall aus

 (Quelle: Autor)

Von Tibor Martini

08.03.2018, 11:32 Uhr
(Quelle t-online.de)
Belgien rüstet Bevölkerung für möglichen Atomunfall aus

Die belgische Regierung will laut Medienberichten die Schutzmaßnahmen für einen möglichen Atomunfall verstärken. Dafür sollen bereits 45 Millionen Jodtabletten eingekauft worden sein. Bislang bekamen in Belgien nur Anwohner in der näheren Umgebung von Atomreaktoren kostenlose Jodtabletten. In Zukunft soll die gesamte Bevölkerung versorgt werden.

Jod soll im Falle eines Atomunfalls vor der Aufnahme von radioaktiv verstrahltem Jod in der Schilddrüse helfen. (Quelle: t-online.de)


Die belgische Regierung hat mehrere Millionen Jodtabletten bestellt, mit denen sich die Bevölkerung im Falle eines Atomunfalls besser vor radioaktiver Strahlung schützen können soll. Auch für deutsche Bürger gibt es verbesserte Sicherheitsmaßnahmen.

Die belgische Regierung will laut Medienberichten die Schutzmaßnahmen für einen möglichen Atomunfall verstärken. Die belgische Regierung kaufte dafür bereits 45 Millionen Jodtabletten ein. Auch deutsche Bürger sollen in Zukunft besser geschützt und informiert werden.

Bislang bekamen in Belgien nur Anwohner in der näheren Umgebung von Atomreaktoren kostenlose Jodtabletten. In Zukunft soll die gesamte Bevölkerung mit Jod versorgt werden. Jod soll im Falle eines Atomunfalls vor der Aufnahme von radioaktiv verstrahltem Jod in der Schilddrüse helfen.

 (Quelle: Jan Jambon) (Quelle: Jan Jambon)

Auch für deutsche Bürger gibt es verbesserte Sicherheitsmaßnahmen. Belgien will Vorfälle in den Atomkraftwerken Tihange und Doel in Zukunft auch direkt nach Nordrhein-Westfalen melden. Bislang war in solchen Fällen nur die Bundesregierung informiert worden. Das sagte der nordrhein-westfälische Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) am Donnerstag in einer Aktuellen Stunde.

Miese Sicherheitslage in belgischen AKW

Die Sicherheitslage in belgischen Atomkraftanlagen wurde in der Vergangenheit oft kritisiert. Vor allem beim grenznahen AKW Tihange wurden wiederholt technische Defekte festgestellt. Die Bundesregierung und die Landesregierung in NRW fordern daher die Abschaltung des AKW. Zuletzt hatte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet vor zwei Wochen die Abschaltung gefordert – allerdings blieb diese Forderung ohne Konsequenzen.

Trotz der verschärften Sicherheitsmaßnahmen gebe es laut dem belgischen Innenminister Jan Jambon keinen "akuten Anlass zur Sorge." Im Gespräch mit dem belgischen Fernsehen bekräftigte Jambon: "Momentan besteht kein spezielles Risiko in Verbindung mit unseren Atomkraftwerken." Es sei aber wichtig, die Bevölkerung richtig zu informieren. Deshalb wurde etwa eine Internetseite zur Aufklärung über atomare Risiken erstellt.

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