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Emmanuel Macron: Kritik der italienischen Regierung interessiert mich nicht


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Macron: Kritik italienischer Regierung interessiert mich nicht

Von afp, dpa
Aktualisiert am 28.01.2019Lesedauer: 2 Min.
Emmanuel Macron: Der französische Präsident bleibt nach Italiens Vorwürfen gelassen.
Emmanuel Macron: Der französische Präsident zeigt sich nach Italiens Vorwürfen gelassen. (Quelle: Guillaume Horcajuelo/Pool Photo/ap-bilder)
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Italiens populistische Regierung hat mit Vorwürfen gegen Frankreich und Emmanuel Macron für Wirbel gesorgt. Doch der französische Präsident zeigt sich gelassen.

Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hat sich nach Angriffen von Italiens populistischer Regierung betont gelassen gegeben. "All das ist überhaupt nicht interessant", sagte Macron am Sonntag bei einem Ägypten-Besuch. "Ich werde nicht antworten. Denn das ist das einzige, was sie erwarten."

Ohne sie namentlich zu nennen wünschte Macron dem rechtspopulistischen Innenminister Matteo Salvini und Vize-Regierungschef Luigi Di Maio von der Fünf-Sterne-Bewegung "viel Glück und gutes Agitieren". Er fügte hinzu: "Das italienische Volk ist unser Freund und verdient politische Führer auf der Höhe seiner Geschichte."

Salvini und Di Maio hatten in den vergangenen Tagen wiederholt Frankreich und Macron persönlich kritisiert. So warf Di Maio Frankreich vor, durch anhaltende Kolonialisierung zur Verarmung von Afrika und dadurch zur Massenflucht von dem Kontinent Richtung Europa beizutragen.

Französisches Außenministerium bestellt italienischen Botschafter ein

Salvini sagte gar, er hoffe, dass sich die Franzosen "von einem sehr schlechten Präsidenten werden befreien können". Nach Di Maios Äußerungen bestellte das französische Außenministerium die italienische Botschafterin in Paris ein.

Paris hatte zunächst mit deutlichen Worten Verärgerung gezeigt. "Meine Antwort ist, dass es nicht unsere Absicht ist, einen Wettstreit zu führen, wer der Dümmste ist", sagte Europaministerin Nathalie Loiseau am Mittwoch in Paris nach einer Kabinettssitzung. Der Lega-Politiker hatte Macron vorgeworfen, viel zu reden und nicht viel zu erreichen.

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Loiseau sprach von Äußerungen, die unnütz und unfreundlich seien. "Wir haben in Frankreich einen Ausdruck, der sagt, dass Überzogenes unbedeutend ist. Wenn Äußerungen gleichzeitig wegen ihres Tons und ihrer Zahl überzogen sind, werden sie unbedeutend."

Die Ressortchefin sagte, Frankreich wolle weiter mit dem Nachbarn Italien zusammenarbeiten, schränkte aber ein: "Erlaubt dennoch die Stimmung alle Ministerbesuche, als ob nichts ist?" Sie werde nach Italien reisen, wenn sich das Klima beruhigt habe.

Das französische Außenministerium hatte außerdem Berichten zufolge nach Di Maios Äußerungen letzte Woche Montag die italienische Botschafterin einbestellt.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagenturen afp und dpa
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