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Seenotrettung: "Ocean Viking" darf in Sizilien anlegen

Seenotrettung im Mittelmeer  

Coronafälle an Bord: "Ocean Viking" darf in Sizilien anlegen

07.02.2021, 17:42 Uhr | dpa

Seenotrettung: "Ocean Viking" darf in Sizilien anlegen . Die Ocean Viking kurz vor Anlegen in Sizilien: Immer wieder haben Seenotretter Probleme, einen Hafen zu finden.  (Quelle: imago images/Christian Ditsch)

Die Ocean Viking kurz vor Anlegen in Sizilien: Immer wieder haben Seenotretter Probleme, einen Hafen zu finden. (Quelle: Christian Ditsch/imago images)

Mit 422 Flüchtlingen darf die "Ocean Viking" auf der Mittelmeerinsel anlegen. Acht der Geretteten waren zuletzt positiv auf Corona getestet worden, die Lage an Bord ist schwierig. 

Das private Hilfsschiff "Ocean Viking" darf 422 aus Seenot gerettete Bootsmigranten auf die Mittelmeerinsel Sizilien bringen. Die italienischen Behörden hätten der Crew den Hafen Augusta nördlich von Syrakus zugewiesen, teilte die Betreiberorganisation SOS Mediterranee am Sonntag mit. Eine Sprecherin rechnete mit der Ankunft am Abend. Die "Ocean Viking" hatte die Menschen in der vergangenen Woche an zwei Tagen bei mehreren Einsätzen aus Booten vor Libyen aufgenommen. 

Notfall mit Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht

Am Samstag waren bereits zwei Personen wegen ernster Gesundheitsprobleme abgeholt und mit einem Militärhubschrauber nach Malta geflogen worden, wie SOS Mediterranee berichtete. Die Lage auf dem Schiff habe sich durch Enge und schlechtes Wetter weiter verschärft. Zudem seien acht Gerettete bei Schnelltests positiv auf das Coronavirus getestet worden. Ein Teil der Bootsmigranten kommt den Angaben zufolge aus der Elfenbeinküste, aus Mali und dem Sudan.

In Libyen herrscht seit Jahren Bürgerkrieg. Das Land hat sich zu einem der wichtigsten Transitgebiete für Migranten auf dem Weg von Afrika nach Europa entwickelt. Die Fahrten in kleinen Booten übers Mittelmeer gelten als sehr gefährlich. Die privaten Rettungsaktionen für Migranten sind politisch umstritten.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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