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Vater von Salah Abdeslam fühlt sich "traurig" und "krank"

"Wer etwas getan hat, muss bezahlen"  

Vater von Abdeslam fühlt sich "traurig" und "krank"

10.04.2016, 15:44 Uhr | dpa, AFP, rtr

Vater von Salah Abdeslam fühlt sich "traurig" und "krank". Brüder Brahim und Salah Abdeslam. Brahim ist tot, Salah sitzt in Haft. (Quelle: dpa, AFP)

Brüder Brahim und Salah Abdeslam. Brahim ist tot, Salah sitzt in Haft. (Quelle: dpa, AFP)

Einer seiner Söhne hat sich bei einem Selbstmordattentat in die Luft gesprengt, der andere sitzt als Terrorverdächtiger in Haft: Der Vater der Brüder Brahim und Salah Abdeslam hat sich in einem Interview mit dem französischen Radiosender Europe 1 erschüttert gezeigt.

Der Vorname des Vaters wurde nicht genannt, sein Alter mit 67 Jahren angegeben. Er hoffe, dass Salah und die anderen Inhaftierten vor Gericht aussagen werden. "Wer etwas getan hat, muss bezahlen", fügte er hinzu.

Er sei "sehr traurig", sagte er. "Ich weiß nicht, wie die Kinder in solche Machenschaften geraten... Wirklich, ich verstehe nicht, was in ihren Köpfen passiert."

Er fühle sich "krank" und gehe derzeit fast gar nicht mehr aus dem Haus. Er sei seit 40 Jahren in Belgien, sagte der 67-Jährige dem Sender. "Wir waren glücklich, uns ging es gut, wir sind ausgegangen, wir haben gelacht. Jetzt können wir nicht einmal mehr vor die Tür gehen."

Zuvor hatte Herr Abdeslam seinen überlebenden 26-jährigen Sohn Salah im Gefängnis in Brügge besucht. Dieser war am 18. März festgenommen worden, weil er zu den Pariser Attentätern gehören soll. Sein 31-jähriger Bruder Brahim hatte sich am 13. November bei der Mordserie in die Luft gesprengt. 130 Menschen kamen ums Leben.

Alle Paris-Attentäter aus Brüssel

Damit sind alle mutmaßlichen Drahtzieher der Anschläge von Paris und Brüssel tot oder in Haft. Alle stammten aus Brüssel, wohin die überlebenden Angreifer in der französischen Hauptstadt auch wieder flüchteten.

Belgische Ermittler gehen davon aus, dass die Gruppe einen zweiten Anschlag in Paris geplant hat. Der hohe Ermittlungsdruck habe sie dann bewegt, rasch vor Ort zuzuschlagen - am 22. März, vier Tage nach der Verhaftung von Salah Abdeslam.

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