Sie sind hier: Home > Politik > Ausland >

Türkei: Erdogan lädt Transsexuelle zum Fastenbrechen ein

Nach Gay-Pride-Auflösung  

Transsexuelle bei Erdogan zum Fastenbrechen

20.06.2016, 18:26 Uhr | AFP

Türkei: Erdogan lädt Transsexuelle zum Fastenbrechen ein. Recep Tayyip Erdogan und Bülent Ersoy (links) beim Fastenbrechen. (Quelle: AFP)

Recep Tayyip Erdogan und Bülent Ersoy (links) beim Fastenbrechen. (Quelle: AFP)

Am Nachmittag löste die Polizei von Istanbul noch eine Kundgebung für Homosexuelle auf - während der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan bereits am Abend mit der berühmtesten Transsexuellen des Landes Fastenbrechen hielt.

Nun veröffentlichte Erdogans Büro ein Foto, das ihn und seine Frau Emine an einem Tisch mit Schauspielstar Bülent Ersoy zeigt. Die 64-Jährige gehörte zu den Gästen beim Iftar-Fastenbrechen in Erdogans Istanbuler Residenz.

In ersten Reaktionen mokierten sich Internetnutzer über den Hang des türkischen Präsidenten zu widersprüchlichem Verhalten. Denn kurz davor war die Polizei gewaltsam gegen Dutzende Anhänger der Homosexuellen-Bewegung vorgegangen, die an einer Demonstration in der Nähe des Taksim-Platzes teilnahmen.

Musikgeschäft brutal attackiert

Einen Tag zuvor hatte die Polizei in der türkischen Metropole eine Kundgebung gewaltsam aufgelöst, bei der hunderte Menschen gegen die Stürmung eines Plattenladens durch Islamisten protestierten. Diese hatten Kunden und Mitarbeiter des Ladens attackiert, weil sie während des Ramadan Alkohol tranken.

Erdogan verurteilte die brutale Attacke der Islamisten, gab aber gleichzeitig den Musikfans eine Mitschuld. Beide Seiten seien für den Zwischenfall verantwortlich, sagte er der Nachrichtenagentur Dogan. Die Anwendung "brutaler Gewalt" sei ebenso verkehrt wie der öffentliche Genuss von Alkohol während des Fastenmonats. Kritiker werfen Erdogan eine schleichende Islamisierung der Türkei vor.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkentchibo.deOTTOmyToysbonprix.deLIDLBabistadouglas.deXXXLutz

shopping-portal