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Putin will Rapmusik kontrollieren: "Sex, Drogen und Protest" Einhalt gebieten

"Sex, Drogen und Protest"  

Putin hätte Rapmusik in Russland lieber drogenfrei

16.12.2018, 14:34 Uhr

Putin will Rapmusik kontrollieren: "Sex, Drogen und Protest" Einhalt gebieten. Wladimir Putin spricht bei einem Treffen mit Kulturberatern: Im November hatten Polizei und Geheimdienst Rap-Konzerte kontrolliert und teilweise unterbunden. (Quelle: dpa/Alexei Nikolsky/Pool Sputnik Kremlin/AP)

Wladimir Putin spricht bei einem Treffen mit Kulturberatern: Im November hatten Polizei und Geheimdienst Rap-Konzerte kontrolliert und teilweise unterbunden. (Quelle: Alexei Nikolsky/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa)

Die Jugend denkt, Putin lenkt – zumindest hätte der russische Präsident es gerne so. Neuerdings ist die Rapmusik in den Fokus des russischen Repressionsapparates gerückt.  

Russlands Präsident Wladimir Putin (66) rügt Rapmusik wegen einer Verherrlichung von Drogen. Verbote nützten aber nichts, sagte er auf einer kulturpolitischen Versammlung in St. Petersburg. "Wenn man etwas nicht stoppen kann, muss man sich an die Spitze setzen und entsprechend lenken", sagte er am Samstag der Agentur Interfax zufolge. Nähere Vorschläge machte der Kremlchef nicht.

Rap und andere Formen der Popkultur beruhten auf drei Dingen: "Sex, Drogen und Protest", sagte der Präsident. "Davon beunruhigen uns natürlich Drogen am meisten." Sie seien der "Weg zu einem Verfall der Nation". Selbst wenn andere Länder in dieser Frage nachlässig seien, "müssen wir hier nachdenken, wie man so vorgeht, dass es nicht so weit kommt".

Wechselbad der Gefühle für russische Künstler

Für Rapmusiker und andere Künstler in Russland setzt sich mit Putins Äußerungen ein wochenlanges Wechselbad der Gefühle fort. Im November hatten Polizei und Geheimdienst Rap-Konzerte kontrolliert und teilweise unterbunden. Songtexte und Videos wurden auf Extremismus untersucht. Das populäre Moskauer Gothic-Rap-Duo Ic3peak konnte auf einer Russland-Tour kein Konzert spielen, ohne behindert zu werden.


Vergangene Woche nannte dann ein ranghoher Mitarbeiter Putins die Konzertverbote eine Dummheit – schlagartig hörten die Schikanen auf. Putins Worte bedeuten nun eine weitere Wendung mit unklaren Folgen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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