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Militärparade in Russland: Deutschland hilft Opfern der Leningrader Blockade

Militärparade in Russland  

Deutschland hilft Opfern der Leningrader Blockade

27.01.2019, 14:16 Uhr | dpa, AFP

Russland gedenkt Blockade Leningrads

Russland gedenkt dem Ende der Blockade von Leningrad. 900 Tage war das heutige St. Petersburg von der Deutschen Wehrmacht während des Zweiten Weltkriegs belagert. (Quelle: t-online.de)

Russland gedenkt Blockade Leningrads: Im Zweiten Weltkrieg starben hier über eine Million Menschen. (Quelle: t-online.de)


Russland feiert das Ende der Belagerung von Leningrad vor 75 Jahren mit einer Militärparade. Deutschland will noch lebende Opfer mit insgesamt zwölf Millionen Euro unterstützen.

Hunderte Zuschauer verfolgen die Militärparade zur Feier des Endes der Belagerung von Leningrad vor 75 Jahren im Schneetreiben und bei Temperaturen von minus elf Grad. Es sei wichtig, "die Erinnerung wach zu halten", sagte Iwan Kolokolzew. Natalja Geraschtschenko schaute sich den Aufmarsch zusammen mit ihrem zwölfjährigen Sohn an. Das Ende der Leningrad-Blockade sei ein wichtiges historisches Ereignis, sagte die 35-Jährige.

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) erklärte, Deutschland stehe zu seiner "historischen Verantwortung". Die Bundesregierung stelle daher zwölf Millionen Euro für zwei Projekte in St. Petersburg bereit.

Unterstützung soll der "historischen Aussöhnung" dienen

Mit dem Geld aus Deutschland soll demnach das Krankenhaus für Kriegsveteranen modernisiert werden. In der Klinik würden viele noch lebende Opfer der Blockade durch die deutsche Wehrmacht behandelt. Darüber hinaus fördere die Bundesregierung die Einrichtung eines deutsch-russisches Begegnungszentrums in St. Petersburg.

"Wir sind uns sicher, dass diese freiwillige Aktion die Lebensqualität der noch lebenden Blockadeopfer verbessern wird", schrieben Maas und Lawrow. Außerdem diene sie "der historischen Aussöhnung zwischen den Völkern der beiden Länder".
 


Auf Befehl Adolf Hitlers sollte die Stadt der Oktoberrevolution durch systematisches Aushungern ihrer Bewohner ausgelöscht werden. An Hunger, Kälte und Krankheit sowie durch Granatenbeschuss starben Schätzungen zufolge mehr als eine Million Menschen – ein Drittel der damaligen Bevölkerung. Am 27. Januar 1944 vertrieb die Rote Armee die Wehrmachtssoldaten aus den letzten Stellungen vor der Stadt.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen dpa, AFP

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