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Neuer Corona-Höchststand in den USA – Trump beschwichtigt

Von afp, dpa, fab

Aktualisiert am 02.07.2020Lesedauer: 2 Min.
Donald Trump im Oval Office: Virus werde "gewissermaßen einfach wieder verschwinden".
Donald Trump im Oval Office: Virus werde "gewissermaßen einfach wieder verschwinden". (Quelle: Susan Walsh/ap-bilder)
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Mehr als 50.000 neue Fälle binnen 24 Stunden: Die Corona-Zahlen in den USA erreichen einen neuen Rekord. Donald Trump sagt dennoch, das Virus werde einfach wieder verschwinden.

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den USA ist auf eine neue Rekordhöhe gestiegen. Innerhalb von 24 Stunden wurden 52.898 neue Ansteckungsfälle verzeichnet, wie die Johns-Hopkins-Universität im Bundesstaat Maryland am Mittwochabend (Ortszeit) mitteilte. Dies ist die höchste Zahl seit Ausbreitung des Virus in die Vereinigten Staaten.

Die USA sind das mit Abstand am härtesten von der Pandemie heimgesuchte Land der Welt. Die Gesamtzahl der Infektionsfälle liegt nach Angaben der Universität inzwischen bei mehr als 2,6 Millionen. Die Zahl der verzeichneten Todesopfer stieg zuletzt binnen 24 Stunden um weitere 706 und lag damit bei insgesamt mehr als 128.000.

Trump: Virus wird "gewissermaßen einfach verschwinden"

Trotz dieses dramatischen Anstiegs sagt Präsident Donald Trump, er glaube weiter an das Verschwinden des Virus. Die Wirtschaft werde sich bald wieder erholen und "das Virus wird irgendwann gewissermaßen einfach verschwinden", sagte Trump am Mittwoch im Gespräch mit dem Fernsehsender Fox Business.

Die Demokraten werfen dem Republikaner Trump angesichts solcher Äußerungen vor, im Kampf gegen das Coronavirus kapituliert zu haben.

Interessieren Sie sich für US-Politik? Unser Washington-Korrespondent Fabian Reinbold schreibt über seine Arbeit im Weißen Haus und seine Eindrücke aus den USA unter Donald Trump einen Newsletter. Hier können Sie die "Post aus Washington" kostenlos abonnieren, die dann einmal pro Woche direkt in Ihrem Postfach landet.

Die Rate der Infektionen hatte in den USA in den vergangenen Wochen wieder deutlich zugenommen. Kritiker bezeichneten deswegen die Lockerungen der Restriktionen des öffentlichen Lebens als voreilig. Diese Lockerungen wurden inzwischen in mehreren Regionen des Landes teilweise wieder rückgängig gemacht.

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Strandsperrungen zum 4. Juli

So dürfen etwa in Los Angeles und zahlreichen weiteren kalifornischen Städten Restaurants keine Gäste mehr in Innenräumen bewirten. Die Maßnahme gilt für mindestens drei Wochen, wie Gouverneur Gavin Newsom am Mittwoch sagte. Sie betrifft 19 Verwaltungsbezirke, in denen zusammengenommen mehr als 70 Prozent der Bevölkerung des Bundesstaates Kalifornien leben. In dem Westküstenstaat hatten Restaurants Ende Mai nach dem Corona-Lockdown wieder öffnen dürfen.

Kalifornien gehört zu einer Reihe von US-Bundesstaaten, in denen die Infektionszahlen wieder hochgeschnellt sind. Betroffen sind auch Bundesstaaten im Süden wie Texas und Florida.

Große Sorgen gibt es in den USA auch mit Blick auf den Unabhängigkeitstag am kommenden Samstag: Am 4. Juli zieht es die US-Bürger zu Familientreffen und Picknicks ins Freie, außerdem gibt es große Feuerwerke. Los Angeles hat die Feuerwerke abgesagt und die Strände am Wochenende gesperrt.

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