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Türkei: Erdogan verschärft Kontrollen für Twitter und Facebook

Verschärfte Kontrollen  

Erdogan nimmt Twitter und Facebook an die kurze Leine

29.07.2020, 14:52 Uhr | AFP

Türkei: Erdogan verschärft Kontrollen für Twitter und Facebook. Seit den Protesten im Gezi-Park in Istanbul sind soziale Netzwerke Präsident Erdogan ein Dorn im Auge. (Quelle: imago images/Xinhua)

Seit den Protesten im Gezi-Park in Istanbul sind soziale Netzwerke Präsident Erdogan ein Dorn im Auge. (Quelle: Xinhua/imago images)

Für ausländische Internetkonzerne wie Twitter oder Facebook gelten in der Türkei nun strengere Regeln. Daten müssen im Land gespeichert, ein schneller Zugriff des Justiz zugesichert werden.

Das türkische Parlament hat eine Verschärfung der Kontrolle über die Onlinenetzwerke beschlossen. Das entsprechende Gesetz wurde am Mittwoch verabschiedet, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete. Es sieht unter anderem vor, dass Dienste wie Facebook und Twitter einen Vertreter in der Türkei haben und die Daten ihrer türkischen Nutzer auf Servern im Land speichern müssen.

Türkische Gerichte bekommen schnellen Zugriff

Auch müssen die Betreiber der Netzwerke innerhalb von 24 Stunden den Anordnungen türkischer Gerichte nachkommen, bestimmte Inhalte zu entfernen. Bei Zuwiderhandlung drohen ihnen hohe Geldstrafen.

Das Gesetz war von der islamisch-konservativen AKP von Staatschef Recep Tayyip Erdogan auf den Weg gebracht worden. Erdogan wirft den Onlinenetzwerken vor, "Unmoral" zu verbreiten. Der Präsident führt ins Feld, seine Familie sei in den Netzwerken beleidigt worden.

Die Regierung unter Erdogan hatte Twitter und YouTube bereits im Jahr 2014 blockiert, nachdem dort Tonaufnahmen veröffentlicht worden waren, welche die Verwicklung Erdogans und weiterer Regierungsmitglieder in einen Korruptionsskandal nahelegten.

Erdogans Abneigung gegen die Online-Dienste geht aber auch auf die regierungskritischen Gezi-Proteste von 2013 zurück. Die Demonstranten hatten sich damals über Twitter und Facebook mobilisiert.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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