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Vereinte Nationen starten Vermittlungsprozess im Sudan

Von dpa
Aktualisiert am 08.01.2022Lesedauer: 1 Min.
Demonstranten protestieren Ende Dezember 2021 gegen den MilitÀrputsch vom Oktober.
Demonstranten protestieren Ende Dezember 2021 gegen den MilitÀrputsch vom Oktober. (Quelle: Marwan Ali/AP/dpa/Archiv./dpa)
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Khartum (dpa) - Die Vereinten Nationen starten einen Vermittlungsversuch fĂŒr eine Lösung der politischen Krise im nordostafrikanischen Sudan.

In einer am Samstag veröffentlichten ErklĂ€rung des UN-Sondergesandten im Sudan, Volker Perthes, heißt es, der von den Vereinten Nationen initiierte Prozess ziele auf die UnterstĂŒtzung der sudanesischen Parteien bei der Suche nach einem nachhaltigen Weg hin zu Frieden und Demokratie. "Es ist an der Zeit, die Gewalt zu beenden und einen konstruktiven Prozess zu beginnen", erklĂ€rte Perthes. Beteiligt an dem Prozess wĂŒrden alle wichtigen Protagonisten aus MilitĂ€r und Zivilgesellschaft.

Ende Oktober hatte das MilitĂ€r in dem Land mit 44 Millionen Einwohnern die Macht ĂŒbernommen. Nach Druck aus dem In- und Ausland wurde der gestĂŒrzte Regierungschef Abdullah Hamdok im November zunĂ€chst wieder eingesetzt und durfte laut einer Vereinbarung mit dem MilitĂ€rmachthaber General Abdel Fattah al-Burhan ein Kabinett mit zivilen Vertretern bilden. Al-Burhan stand jedoch als AnfĂŒhrer des SouverĂ€nen Rats gemeinsam mit Hamdok an der Spitze der neuen Übergangsregierung. Seither kam es immer wieder zu Protesten gegen die weitere Beteiligung des MilitĂ€rs an der Regierung. Hamdok, dem Demonstranten Verrat vorwarfen, trat zur Jahreswende zurĂŒck. Er habe sein Versprechen, eine politische Katastrophe in dem Land zu verhindern, nicht einhalten können, betonte er.

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