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Shanghai verlÀngert Lockdown auf unbestimmte Zeit

Von dpa
Aktualisiert am 05.04.2022Lesedauer: 3 Min.
Corona-Ausbruch in Shanghai: Die Maßnahmen stoßen bei der Bevölkerung teilweise auf starke Kritik.
Corona-Ausbruch in Shanghai: Die Maßnahmen stoßen bei der Bevölkerung teilweise auf starke Kritik. (Quelle: Brenda Goh/Reuters-bilder)
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Infizierte Kinder werden von ihren Eltern getrennt, der Frust in der Bevölkerung wÀchst: Doch wann der Lockdown in Shangai endet, ist unklar. WÀhrenddessen steigen die Infektionszahlen weiter.

Die chinesische Hafenmetropole Shanghai hat den Corona-Lockdown fĂŒr ihre 26 Millionen Einwohner auf unbestimmte Zeit verlĂ€ngert. Wegen des rasanten Anstiegs der Infektionen sprach der Vize-Parteichef Gu Honghui am Dienstag von einem "Wettrennen gegen die Zeit". Erst mĂŒssten die Massentests vom Vortag, ihre ÜberprĂŒfung sowie der Transport der Infizierten in QuarantĂ€ne abgeschlossen werden, bevor ĂŒber die weitere Richtung der Kontrollmaßnahmen entschieden werde. "Die Lage ist sehr akut."

In der bisher schlimmsten Corona-Welle in China seit zwei Jahren meldete die Gesundheitskommission in Peking einen Rekord von mehr als 16.000 neuen Infektionen. Mit mehr als 15.000 sind die meisten FĂ€lle als asymptomatisch erfasst. Allein in Shanghai wurden nach den Massentests der vergangenen Tage 268 Erkrankungen sowie mehr als 13.000 Ansteckungen ohne Symptome gemeldet – erstmals mehr als 10.000 an einem Tag. Schwer betroffen ist auch die nordostchinesische Provinz Jilin, wo es ebenfalls Ausgangssperren gibt und millionenfach getestet wird.

Strikte Strategie

China verfolgt nach wie vor eine strikte Null-Covid-Strategie, die mit Omikron auf eine harte Probe gestellt wird. Wer infiziert ist, kommt in China in ein Krankenhaus oder eine QuarantĂ€ne-Einrichtung, die in Shanghai in Turn- und Messehallen, Hotels oder Trainingszentren eingerichtet wurden. Doch stoßen sie an ihre Grenzen. Seit Anfang MĂ€rz zĂ€hlte die Stadt schon 73.000 Infektionen. Es gibt 47.700 provisorische Betten. Weitere 30.000 sollen bald bereitstehen. ZusĂ€tzlich wurden mehr als 110.000 enge Kontakte ermittelt, die gesondert ĂŒberwacht werden.

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Eigentlich sollten die Ausgangssperren im Westen Shanghais nur von Freitag bis Dienstag laufen. Aber wie zuvor schon im Osten und SĂŒden, wo der Lockdown von Montag bis Freitag gehen sollte, mĂŒssen die Menschen doch weiter zu Hause bleiben. "Das Virus hat sich schnell und auf verborgene Weise verbreitet", sagte Vize-Parteichef Gu Honghui.

Infizierte Kinder werden von Eltern getrennt

Die Behörden liefern Nahrungsmittel, doch gibt es viele Klagen. Der Vize-Parteichef rĂ€umte ein, dass HĂŒrden "auf den letzten 100 Metern" beseitigt werden mĂŒssten. Auch gestand er Probleme fĂŒr chronisch Kranke oder auch Schwangere ein, medizinisch versorgt zu werden. Besondere Empörung löste die Tatsache aus, dass infizierte Kinder von ihren Eltern getrennt werden. Nur wenn ein Elternteil selbst infiziert ist, darf es zusammen mit dem Kind in QuarantĂ€ne.

Verantwortliche des grĂ¶ĂŸten Hafens der Welt in Shanghai wiesen Berichte ĂŒber Verzögerungen zurĂŒck. Der Betrieb laufe normal. Die Wartezeiten seien im ĂŒblichen Rahmen. Nach Presseberichten gibt es aber Probleme mit dem Transport der GĂŒter an Land. Viele Lastwagenfahrer aus den Nachbarprovinzen schreckten davor zurĂŒck, nach Shanghai zu fahren, wofĂŒr auch Corona-Tests erforderlich sind. Auch stecke nötiges Personal durch den Lockdown zu Hause fest.

Mit Omikron funktionieren strikte Maßnahmen nicht mehr

Rund 40.000 medizinische KrĂ€fte aus anderen Regionen wurden nach Shanghai verlegt, darunter auch 2000 MilitĂ€r-Ärzte. Es ist die grĂ¶ĂŸte Mobilisierung von medizinischem Personal in China seit dem Ausbruch der Pandemie in der Metropole Wuhan, wo das Virus Ende 2019 erstmals entdeckt worden war und dann die KrankenhĂ€user ĂŒberlastete.

Seither ist das bevölkerungsreichste Landes recht erfolgreich mit Ausgangssperren, Massentests, QuarantĂ€ne, der Unterbrechung von Transportverbindungen und der Abschottung zum Ausland gegen AusbrĂŒche vorgegangen. Das Leben lief seit zwei Jahren weitgehend normal. Mit der Geschwindigkeit, mit der sich Omikron verbreitet, funktionieren die strikten Maßnahmen allerdings immer schlechter.

Dennoch will das Land offenbar an der strikten Null-Covid-Politik festhalten. In deren bisherigen Erfolg sieht die politische FĂŒhrung auch einen Beweis fĂŒr die Überlegenheit des kommunistischen Systems gegenĂŒber westlichen Demokratien. Doch nun fehlt es an einer natĂŒrlichen ImmunitĂ€t, da China bisher nur wenige Infektionen erlebt hat. Zwar sind viele Chinesen geimpft, aber die chinesischen Impfstoffe schĂŒtzen nach derzeitigem Kenntnisstand nicht so wirksam. Wegen befĂŒrchteter Nebenwirkungen sind mit RĂŒcksicht auf Alter oder Krankheiten zudem gerade Menschen aus Risikogruppen oft nicht geimpft worden und damit nun besonders gefĂ€hrdet.

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