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Kolumbien: Rechtskandidat Duque und Linkskandidat Petro gehen in Stichwahl

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Präsidentschaftswahl  

Stichwahl entscheidet über Friedensprozess in Kolumbien

28.05.2018, 02:13 Uhr | AFP, dpa

Kolumbien: Rechtskandidat Duque und Linkskandidat Petro gehen in Stichwahl. Präsidentenwahl in Kolumbien (Quelle: dpa)

Die Kolumbianer wählen einen neuen Präsidenten. Dabei geht es auch um die Zukunft des historischen Friedensabkommens mit der linken Guerillabewegung Farc. (Quelle: dpa)

Kolumbien ist tief gespalten: Ein entschiedener Gegner oder ein leidenschaftlicher Fürsprecher des Friedensvertrag mit den linken Rebellen wird der künftige Präsident des Landes werden.  

Der konservative Kandidat Iván Duque hat die erste Runde der Präsidentschaftswahl in Kolumbien gewonnen. Der Bewerber der rechten Partei Centro Democrático kam auf 39,12 Prozent, wie das Wahlamt am Sonntag nach Auszählung von fast allen Stimmen mitteilte. An zweiter Stelle lag mit 25,09 Prozent demnach Gustavo Petro von der linken Bewegung Colombia Humana. Die beiden Bestplatzierten treten bei der Stichwahl am 17. Juni gegeneinander an.

Auf dem dritten Platz landete der Ex-Bürgermeister von Medellín, Sergio Fajardo, mit 23,80 Prozent. Der frühere Vizepräsident Germán Vargas Lleras kam demnach auf 7,22 Prozent, für den ehemaligen Friedensunterhändler Humberto de la Calle stimmten 2,06 Prozent.

Friedensabkommen mit Farc das zentrale Wahltema

Bei der Abstimmung ging es vor allem um die Zukunft des historischen Friedensabkommens mit der linken Guerillabewegung Farc. Der international bejubelte Friedensprozess ist in dem südamerikanischen Land selbst äußerst umstritten. Duque will den Vertrag in wesentlichen Punkten ändern und könnte die Ex-Rebellen damit zurück in den Untergrund treiben. Petro hingegen will an dem Abkommen festhalten.

Die Regierung und die Farc hatten den Bürgerkrieg im Herbst 2016 mit einem Friedensvertrag beigelegt. In dem mehr als 50 Jahre andauernden Konflikt waren über 220.000 Menschen ums Leben gekommen und Millionen vertrieben worden. Die Farc haben nun die Waffen niedergelegt und wollen künftig als politische Partei für ihre Ziele eintreten. Für ihre schweren Verbrechen haben sie laut Vertrag nur mit relativ milden Strafen zu rechnen. Zudem erhalten die Ex-Rebellen für zwei Legislaturperioden zehn Sitze im Kongress.

Viele Kolumbianer sind mit dem Abkommen unzufrieden

Zwar hat die Gewalt in Kolumbien seit dem Friedensvertrag deutlich nachgelassen, Experten erwarten in den kommenden Jahren ein solides Wirtschaftswachstum. Trotzdem sind viele Menschen mit dem Abkommen unzufrieden. Nach dem Geschmack der Rechten machte der Staat den Rebellen zu viele Zugeständnisse, nach Ansicht der Linken erfüllt die Regierung ihre Zusagen nicht.

Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos, der für das Abkommen den Friedensnobelpreis erhielt, scheidet am 7. August aus dem Amt. Zum Ende des Wahlkampfes hatte er an die Wähler appelliert, die "enorme Bedeutung" der Wahlen für Kolumbien zu bedenken und dazu aufgerufen, den Friedensprozess fortzuführen.

Verwendete Quellen:
  • dpa, afp

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