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Israel: "Es belustigt ihn" – Benjamin Netanjahu nimmt Proteste nicht ernst

Folgen der Corona-Pandemie  

"Es belustigt ihn" – Israels Präsident lacht über Proteste

03.08.2020, 16:55 Uhr | t-online, dpa

Israel: "Es belustigt ihn" – Benjamin Netanjahu nimmt Proteste nicht ernst. Benjamin Netanjahu: Gegen den israelischen Ministerpräsidenten wird aktuell heftig demonstriert. (Quelle: imago images/UPI Photo)

Benjamin Netanjahu: Gegen den israelischen Ministerpräsidenten wird aktuell heftig demonstriert. (Quelle: UPI Photo/imago images)

Die Corona-Krise hat Israel schwer getroffen. Vor allem junge Leuten gehen auf die Straße, weil ihnen Jobs fehlen. Doch die Demonstrationen sind für Präsident Netanjahu nur Belustigung – sagt sein Sohn.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu fühlt sich nach Angaben seines Sohnes Jair von den Demonstrationen gegen sich unterhalten. "Er sieht die Bilder, die wir alle sehen, von den Aliens bei den Protesten", sagte Jair am Montag dem Radiosender Israel Airwaves. "Es bringt ihn zum Lachen. Es unterhält ihn. Die Wahrheit ist, es gibt ihm Kraft."

Netanjahu-Sohn muss Tweets löschen

Zu den Demonstranten zählen viele junge Israelis, die wegen der Krise Schwierigkeiten haben, einen Arbeitsplatz zu bekommen. Einige erscheinen kostümiert zu den Protesten, bei denen auch gesungen und getanzt wird. Bei Twitter schrieb Jair Netanjahu nach der Ausstrahlung des Interviews, auf die Kostümierten habe sich die Bezeichnung "Aliens" bezogen.

Demonstranten in Jerusalem protestieren gegen den israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu in der Nähe seiner Residenz.  (Quelle: dpa/Ilia Yefimovich)Demonstranten in Jerusalem protestieren gegen den israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu in der Nähe seiner Residenz. (Quelle: Ilia Yefimovich/dpa)

Netanjahus Sohn ist sehr aktiv bei Twitter, er sorgt immer wieder mit Tweets für Aufsehen. Ein Gericht hatte am Wochenende entschieden, dass er Tweets löschen muss, in denen er persönliche Daten von führenden Figuren der Proteste gegen seinen Vater veröffentlichte.

Wurde Regierungschef Benjamin Netanjahu zu Beginn der Corona-Pandemie noch für sein Krisenmanagement gelobt, sieht er sich nun starker Kritik gegenüber. Der 70-Jährige räumte unter anderem vorschnelle Lockerungen ein. Die Arbeitslosigkeit in Israel liegt bei mehr als 20 Prozent. Für Druck auf Netanjahu sorgt auch ein gegen ihn laufender Prozess. Er ist wegen Betrugs, Untreue und Bestechlichkeit angeklagt. Netanjahu bestreitet die Vorwürfe. Seit Wochen gibt es Proteste gegen ihn, auch nahe der Residenz des Regierungschefs in Jerusalem und vor seiner Villa im Küstenort Caesarea.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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