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China mit Importstopp: Deutschland verliert Abnehmer für Schweinefleisch

Importstopp  

Deutschland verliert wichtigsten Abnehmer für Schweinefleisch

12.09.2020, 15:52 Uhr | dpa

China mit Importstopp: Deutschland verliert Abnehmer für Schweinefleisch. Halbierte Schweine: China hat den Import von deutschem Schweinefleisch verboten. (Quelle: dpa/Mohssen Assanimoghaddam)

Halbierte Schweine: China hat den Import von deutschem Schweinefleisch verboten. (Quelle: Mohssen Assanimoghaddam/dpa)

China liebt deutsches Schweinefleisch. Doch nun hat die Volksrepublik den Import gestoppt. Grund ist die Afrikanische Schweinepest. Die Branche ist tief besorgt.

Nach dem ersten Fall der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Deutschland hat China ein Importverbot für deutsches Schweinefleisch verhängt. Das berichtete die chinesische Zollverwaltung. China ist der größte Abnehmer für Schweinefleisch aus Deutschland.

Das Verbot gilt nach Zollangaben von Samstag an. Alle Lieferungen von Fleisch und Produkten von Schweinen oder Wildschweinen, die danach verschifft werden, sollen nach der Anweisung des chinesischen Zoll vernichtet oder zurückgeschickt werden. Alle Lieferungen, die vorher geschickt worden seien, sollen verschärft untersucht werden, bevor sie freigegeben werden

Seuche erstmals in Brandenburg nachgewiesen

Das Bundesagrarministerium erklärte auf Anfrage zunächst, dass ein entsprechendes Schreiben der chinesischen Seite nicht vorliege. Das Verbot erfolgte zwei Tage nachdem die für Schweine tödliche, aber für Menschen ungefährliche Tierseuche erstmals bei einem toten Wildschwein in Brandenburg nahe der Grenze zu Polen nachgewiesen worden war.

China ist der größte Konsument von Schweinefleisch weltweit. Da es seit Ende 2018 selbst gegen einen massiven Ausbruch der Schweinepest kämpfen muss, hat das Land strenge Maßnahmen ergriffen. Weit mehr als 100 Millionen Tiere sind im vergangenen Jahr in China verendet oder mussten notgeschlachtet werden.

Damit bestätigt sich eine der größten Sorgen der Schweinehalter und der Fleischwirtschaft. Ein Wegbrechen des chinesischen Marktes "würde uns sehr, sehr stark treffen", hatte Bauernpräsident Joachim Rukwied am Freitag im ZDF gesagt. Das Bundesagrarministerium spricht mit mehreren Nicht-EU-Staaten über weitere Handelsmöglichkeiten. Ziel ist, Exportstopps wegen der Tierseuche nur auf Schweinehalter aus betroffenen deutschen Regionen zu begrenzen.

Der Fundort des toten infizierten Wildschweins in Brandenburg wird derzeit eingezäunt. In einer Kernzone von drei Kilometern rund um den Fundort wird seit Freitag ein mobiler Elektrozaun mit einer Länge von zwölf Kilometern errichtet. Der Zaunaufbau sollte noch am Samstag abgeschlossen werden.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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