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Die Bundeswehr patroulliert auf der "Straße des Todes" in Mali


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Die Bundeswehr sichert die "Straße des Todes"

afp, Clément Sabourin

Aktualisiert am 13.08.2018Lesedauer: 2 Min.
Soldaten vor einer Moschee in Timbuktu: Die bundeswehr ist wie die französische Armee an dem Blauhelmeinsatz in Mali beteiligt.
Soldaten vor einer Moschee in Timbuktu: Die Bundeswehr ist wie die französische Armee an dem Blauhelmeinsatz in Mali beteiligt. (Quelle: Joe Penney/Archivbild/Reuters-bilder)
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Seit Jahren hilft die Bundeswehr den Vereinten Nationen, die Situation im westafrikanischen Mali zu entschärfen. Längst erschüttert nicht mehr nur der islamistische Terror das Land.

Die knappe Botschaft kommt per Funk: "Gefahrenpunkt voraus", wird die Besatzung des aus acht Fahrzeugen bestehenden UN-Konvois gewarnt. Die deutschen Soldaten prüfen noch einmal ihre Waffen, sind in höchster Alarmbereitschaft. Bei ihrer Ankunft im Dorf Doro im Süden der malischen Wüste empfängt das gepanzerte Aufgebot ein düsteres Bild: eine Reihe ausgebrannter Treibstofflaster, Geländewagen und Militärfahrzeuge.

Islamistischer Aufstand hat sich verlagert

Zerstört wurden sie von selbst gebauten Bomben und bewaffneten Räubern – eine mahnende Erinnerung an die Bedrohung durch Dschihadisten, die wie eine bleierne Decke über dem Norden Malis hängt. Die staubige Region wurde 2012 von einem islamistischen Aufstand heimgesucht. Ein Jahr später intervenierten französische Truppen und vertrieben die Dschihadisten aus den wichtigsten Städten Nordmalis. Doch der Aufstand wurde eher verlagert als niedergezwungen.

Ein Bundeswehrsoldat bildet malische Soldaten aus: Die deutsche Armee nimmt auch am Ausbildungseinsatz teil.
Ein Bundeswehrsoldat bildet malische Soldaten aus: Die deutsche Armee nimmt auch am Ausbildungseinsatz teil. (Quelle: Michael Kappeler/Archivbild/Reuters-bilder)

Der Konflikt weitete sich auf Zentralmali aus und griff auch auf das Nachbarland Burkina Faso über. Der Dschihadismus ist inzwischen nur noch ein Teil eines Gewaltmosaiks, das Kämpfe zwischen einzelnen Volksgruppen und Bandenkriminalität beinhaltet. Die Fernstraße RN15, welche die größte Stadt im Norden, Gao, mit Mopti in der Landesmitte verbindet, ist in den vergangenen drei Jahren Schauplatz Dutzender Angriffe gewesen.

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Sprengsätze, Überfälle, Angriffe

Auf dieser "Straße des Todes", wie ein UN-Vertreter sie nennt, sind die Bundeswehrsoldaten im Einsatz. Auf einer Karte sind die Orte von Angriffen seit 2016 markiert. Besonders auf dem etwa 100 Kilometer langen Stück zwischen Gao und Doro häufen sich die Markierungen: selbst gebaute Sprengsätze, Überfälle, bewaffnete und komplexe Angriffe sind dort verzeichnet.

Die Bundeswehr ist im Krisenstaat Mali an dem UN-Einsatz "Minsuma" sowie an der EU-Ausbildungsmission "EUTM" beteiligt. Das deutsche Kontingent umfasst insgesamt etwa 1.000 Soldaten. Zudem beteiligt sich Deutschland am Aufbau der G5-Sahel-Truppe – der gemeinsamen Militäreinheit der Sahel-Staaten im Kampf gegen bewaffnete Dschihadisten.

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"Heute wollen wir Daten für das Roadbook sammeln, weil wir wissen müssen, welches die gefährdeten Stellen auf der Straße sind", sagt Oberstleutnant Michael Weckbach.

Über Funk kommt die nächste, leicht nervös klingende Warnung: "Wir kommen zu einer Stelle, an der bereits vier Angriffe stattgefunden haben." Nachdem der Konvoi die Stelle erreicht, untersuchen Waffenexperten eine kleine Brücke neben einem Bombenkrater. Eine halbe Stunde später geben sie die Straße frei.

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Ein Soldat auf dem Dach eines der gepanzerten Fahrzeuge meldet: "Da kommt ein Motorrad mit einem AK", Kurzwort für das berüchtigte russische Sturmgewehr Kalaschnikow. Die beiden Männer auf dem Motorrad fahren mit Daumen nach oben gestreckt an dem Konvoi vorbei. "Waren das jetzt malische Soldaten oder Milizen?", fragt ein Unteroffizier.

Nach 14 Stunden Einsatz haben die deutschen Soldaten nichts Ungewöhnliches gefunden, aber eine Menge Daten für Analysezwecke gesammelt. Die größte Bedrohung war diesmal die Hitze, die den Motor eines Fahrzeuges zur Strecke brachte. Es musste zur Militärbasis abgeschleppt werden. "Um ehrlich zu sein, haben wir nicht erwartet, IEDs zu finden", sagt Weckbach. Es sei aber auch wichtig, "unsere Stärke" zu zeigen.

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Verwendete Quellen
  • AFP
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