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UN wollen weltweit Hassrede bekämpfen

Aktionsplan gegen Hetze  

UN wollen weltweit Hassrede bekämpfen

19.06.2019, 00:36 Uhr | dpa

UN wollen weltweit Hassrede bekämpfen. Antonio Guterres: Der Generalsekretär der Vereinten Nationen setzt sich gegen Hassbotschaften ein. (Quelle: dpa/Cyril Zingaro/KEYSTONE/Archiv)

Antonio Guterres: Der Generalsekretär der Vereinten Nationen setzt sich gegen Hassbotschaften ein. (Quelle: Cyril Zingaro/KEYSTONE/Archiv/dpa)

"Mit neuen Kanälen erreichen Hassreden ein größeres Publikum als je zuvor und das in Lichtgeschwindigkeit": António Guterres verkündet einen neuen Plan der UN gegen die weltweite Verbreitung von Hassbotschaften.

Die Vereinten Nationen haben einen Aktionsplan gegen die weltweite Zunahme hasserfüllter Äußerungen vorgestellt. "Hassreden sind ein direkter Angriff auf unsere Grundwerte von Toleranz, Inklusion und Respekt für Menschenrechte und Menschenwürde", sagte Generalsekretär António Guterres am Dienstag in New York. "Hassreden hetzen Gruppen gegeneinander auf, tragen zu Gewalt und Konflikten bei und untergraben alle unsere Bemühungen für Frieden, Stabilität und nachhaltige Entwicklung."

Der vom UN-Sonderbeauftragten zur Verhinderung von Völkermorden Adama Dieng erarbeitete Plan sieht vor, dass zunächst Verbreiter von Hassreden und diejenigen, die am besten dagegen vorgehen können, identifiziert werden sollen. Spezielle Bildungs- und Aufklärungsinitiativen sollen präventiv wirken. Die UN wollen zudem Menschen und Gruppen mit gegenteiligen Ansichten zum Austausch zusammenbringen, sowohl bei echten Treffen als auch digital im Internet. "Mit neuen Kanälen erreichen Hassreden ein größeres Publikum als je zuvor und das in Lichtgeschwindigkeit", sagte Guterres. "Deswegen müssen wir alle – die UN, Regierungen, Technologieunternehmen und Bildungseinrichtungen – uns noch mehr dagegen einsetzen."




Konkrete Verbreiter von Hassbotschaften wollte Guterres bei der Vorstellung des Plans auf Nachfrage allerdings nicht benennen. "Mein Ziel ist es nicht, einzelne Menschen an den Pranger zu stellen, denn leider reden wir hier über etwas, das sich sehr weit verbreitet hat. Wir müssen uns bewusst sein, dass wir ein Massenphänomen vor uns haben, nicht nur etwas, das ein oder zwei Menschen betrifft."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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