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Razzia in Bulgarien: Ermittlungen gegen Mitarbeiter vom Präsidenten

Ermittlungen gegen seine Mitarbeiter  

Razzia am Amtssitz des bulgarischen Präsidenten

10.07.2020, 07:57 Uhr | AFP

Razzia in Bulgarien: Ermittlungen gegen Mitarbeiter vom Präsidenten. Rumen Radew: Der bulgarische Staatspräsident kritisiert die Regierung des Landes immer wieder scharf. (Quelle: imago images)

Rumen Radew: Der bulgarische Staatspräsident kritisiert die Regierung des Landes immer wieder scharf. (Quelle: imago images)

Rumen Radew ist ein scharfer Kritiker der bulgarischen Regierung und wirft "Verbindungen mit den Oligarchen" vor. Nun wurde der Amtssitz des Staatschefs von bewaffneten Polizisten durchsucht.

Der Amtssitz des bulgarischen Präsidenten Rumen Radew ist von bewaffneten Polizisten durchsucht worden. Die Razzia am Donnerstag fand im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen Mitarbeiter des Staatschefs statt. Einer von ihnen befindet sich wegen einer angeblich dubiosen Kontaktvermittlung zwischen einem Geschäftsmann und dem Präsidenten im Visier der Justiz. Der andere Mitarbeiter steht im Verdacht, Verschlusssachen des Geheimdienstes öffentlich gemacht zu haben.

Zwischen 2.000 und 3.000 Demonstranten demonstrierten in der Hauptstadt Sofia gegen das Vorgehen der Justiz. Sie warfen der konservativen Regierung von Ministerpräsident Boiko Borissow sowie Chefankläger Iwan Geschew ein Komplott gegen den Staatschef vor, der von den oppositionellen Sozialisten unterstützt wird. Radew selbst rief in einer kurzen Rede vor den Demonstranten dazu auf, die "Mafia" innerhalb der Regierung und Staatsanwaltschaft zu vertreiben.

Geschew wies die Vorwürfe zurück, aus politischen Motiven zu handeln. Die Staatsanwaltschaft agiere auf der Grundlage von Beweisen und "kümmert sich nicht um politische Konsequenzen", sagte er. Radew ist ein scharfer Kritiker der Borissow-Regierung, der er "Verbindungen mit den Oligarchen" vorwirft. Er plädiert auch für Verfassungsänderungen, um die Vollmachten des Chefanklägers einzuschränken und ihn einer stärkeren Kontrolle zu unterziehen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur afp

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